ok, danke dir, dann schaue ich mir das mal an, ob ich das auch bei adminforge so einstellen kann! Hatte aktuell eh nur vorgesehen es für den Dateiaustausch / -syncronisierung zu nutzen.
ok, noch ein weiterer Beitrag/Rückfrage zum Verständnis:
Liege ich richtig, dass selbst wenn ein Dienst wie Ente.io oder gar ein Passwortmanager auch über adminforge verspricht E2EE zu sein, dann ist das erstmal nur ein Indiz dass es so sein könnte. a) wenn tatsächlich so umgesetzt, dann könnte ein admin die Dateien nicht mitlesen b) falls nur behauptet und/oder unzureichend umgesetzt dann kann er es doch, richtig?
haha, danke, ja genau den Gedanken hatte ich auch. Möchte natürlich adminforge auch nichts unterstellen, aber genauso würd ich es auch machen
Hat erstmal nichts mit paranoid zu tun wie weiter unten einer schreibt, sondern ich würde gerne einfach eine bewusste Entscheidung treffen können!
vielleicht kann ich hier noch was lernen von euch? gibt es spezielle Gründe, warum ihr genau adminforge vertraut? Gibt ja für nextcloud und andere Dienste noch weitere kostenlose Angebote im Netz.
Die sind ja unter Umständen ebenfalls gut. Bei adminforge wird jeden Monat der Spendenstand kommuniziert, sodass man sehen kann, ob das realistisch ist mit dem nichtkommerziellen Betrieb und es gibt ein Impressum mit einer realen Ansprechperson und Firma in Deutschland, die man beide auch im Netz findet. Dann war adminforge mehrfach in der Fachpresse, u.a. bei c’t, die werden schon auch wissen, was sie empfehlen. Ebenso hat der kuketz blog mehrmals Dienste von af empfohlen.
Das wären meine Gründe. Am Ende hängt die Vertrauensfrage ja auch davon ab, wie sensibel das eigene Vorhaben ist. Ich vertraue adminforge, aber meine neue Emailadresse habe ich neulich trotzdem lieber bei posteo eingerichtet. Tja…
Allgemein dürften die meisten von uns nicht die Zeit und die Kenntnisse haben alle genutzten Dienste selbst zu betreiben. Daher werden wohl die Meisten von uns irgendeinem Anbieter für einen benötigten Dienst das Vertrauen aussprechen und sich daher irgendeine Strategie überlegen müssen, welchen Anbietern sie ihr Vertrauen aussprechen wollen.
Meine Strategie ist ganz allgemein
Wo immer möglich nutze ich Ende-zu-Ende-Verschlüsselte Lösungen, bei denen Daten bei den Anbietern soweit es möglich ist verschlüsselt vorgehalten werden und daher die Administratoren keinen Zugriff auf meine Daten haben sollten.
Wann immer es möglich ist, nutze ich Anbieter deren Geschäftsmodell nicht auf der Auswertung von Daten basiert und das Geschäftsmodell für mich nachvollziehbar den Betrieb der Lösung refinanziert. Die typischen werbefinanzierten Angebote fallen daher bei mir raus und ich zahle für die genutzten Dienstleistungen.
Ergänzend bevorzuge ich Anbieter aus Deutschland oder Europa, da mir unser Rechtssystem näher und verständlicher ist, als Rechtssysteme andere Orte in der Welt.
Ich lese die Nutzungs- und Datenschutzbedingungen von Diensten, ob diese für mich akzeptabel sind.
Würde ich nun adminForge mein Vertrauen aussprechen?
Aus meiner Sicht treffen die Punkte 2 - 4 auf adminForge zu, sodass ich grundsätzlich den Anbieter als potentiell vertrauenswürdig ansehe würde. Tiefer kann ich als Nutzer nicht in die Arbeit und daraus resultierende Vertrauenswürdigkeit des Anbieters hinein sehen.
Punkt 1 ist bei Internet-Diensten leider sehr selten vorhanden. Die Nicht-Verfügbarkeit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselten Datenspeicherung bei Anbietern bringt mich jedoch immer mal wieder dazu eine bestimmte Dienstleistung nicht zu nutzen und darauf zu verzichten.
Etwas respektvoller wäre gut, gerade in einem Datenschutz-Forum.
Der TE hat die Frage aus Unsicherheit (übrigens schon vor 2 J.) gestellt, es kamen Antworten dazu und mit dem Hintergrund kann der eine oder andere die Situation vielleicht für sich besser beurteilen.
Danke dir fürs Schildern und Erklären der Logik! Macht Sinn was du schreibst
Das einerseits „entlastet“ mich ein wenig, und gleichzeitig bleibt natürlich ein komisches Gefühl, weil man ab einem Gewissen Punkt einfach Kontrolle abgibt / Vertrauen braucht / es einfach nicht prüfen kann, wenn man verschiedene Dienste über einen (home)server nutzen möchte.
Ich habe mir die letzten Tage yunohost angeschaut, aber da könnte man die gleiche Diskussion führen, z.B. wer ist denn die „community“ und gibt es da nicht auch schwarzen Schafe bzw. wie groß ist denn bei so einem komplexen Projekt & Kapazitäten das know how auch wirklich zeitnah alle Programme zu maintainen etc.
Aber auf jeden Fall toll, dass es solche Projekte wie adminforge als auch Yunohost gibt.
Aber an der Stelle würde ich mal einen Punkt machen. .
Die natürliche Ordnung auf dieser Welt ist die Arbeitsteilung. Kein Organismus und sei er noch so klein lebt 100% autonom sondern in Ökosystemen eingebunden wo er von den Ergebnissen anderer abhängt.
So ist das eben auch in den Fragen von IT-Sicherheit und Datenschutz. Wir können Entscheidungen fällen, aus Produkten und Dienstleistungen auswählen und versuchen unsererseits Verbesserungen zu erreichen. Aber am Ende werden wir in den meisten Fällen auf die Zuarbeit anderer zurückgreifen und das ist aus meiner Sicht auch völlig in Ordnung so.
Informiere Dich um möglichst passende Entscheidungen für Dich zu fällen. Mach mit Deinen Entscheidungen und Deinem Engagement die Welt für uns alle ein wenig besser im Rahmen Deiner Möglichkeiten. Aber mach Dich nicht verrückt in dem Anspruch oder Ziel es perfekt hinzubekommen, alles selber zu machen oder kontrollieren zu können.