Anonymisierung durch Aggregierung

Guten Tag,

wir streiten gerade mit dem Arbeitgeber darüber, wie eine Aggregierung gestaltet sein muss, dass wir Auswertungen der Mitarbeiter zulassen. Der Arbeitgeber möchte bei einer Gruppengröße von 3 Mitarbeitern gerne einen Freibrief haben, da die Auswertung ja dann anonym sei. Nun hat sich technisch einiges entwickelt, die Datenbanken werden größer und die Möglichkeiten der Durchsuchung auch. Daher würden wir als Betriebsrat gerne eine Mindestgröße von 12 Personen in einer Gruppe haben, so dass wir von anonym reden würden.

Gibt es zu diesem Sachverhalt Quellen, Aussagen, Untersuchungen z.B. von Datenschutzbehörden oder Sachverständigen, die für eine größere Gruppengröße sprechen?

An Informationen bin ich sehr interessiert.

Steffen

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Bei uns wurde vor zwei Jahren eine Mitarbeiterbefragung durchgeführt, die Teilnahme war freiwillig. Ein spezialisierter externer Dienstleister hat alles übernommen, der Arbeitgeber hatte nur Zugriff auf die aggregierten Daten.

Unter diesen Bedingungen wurde auch vom Betriebsrat eine Mindestzahl von fünf Antworten akzeptiert, die in einer Organisationsenheit mindestens abgegeben werden mussten, damit der jeweilige Vorgesetzte ein Auswertung bekam. Gab es vier oder weniger Antworten, wurden die mit denen aus benachbarten Organisationseinheiten zusammengefasst. Zusätzlich wurde wohl noch dafür gesorgt, dass die abgefragten persönlichen Daten (Jahre der Betriebszugehörigkeit usw.) nicht in die Auswertung auf unterster Ebene einflossen.

Mir erschien das akzeptabel, auch wenn einige dieser Details erst erfragt werden mussten.

Schwächeren Schutzmaßnahmen sollte ein BR nicht zustimmen, eine Aggregation ab drei Personen finde ich inakzeptabel.

Etwa 1/2 Dutzend ist „üblich“.

Die Fragen sollen das aber nicht aufbrechen, etwa männl/weibl, Altersgruppe, Entfernung Wohnort bzw Fahrtzeit etc gehen in die Richtung

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