iOS ist doch kein unsicheres Betriebssystem?!
Die Verwendung von Apple Pay ist gegenüber der Kantine auf jeden Fall datenschutzfreundlicher als die Verwendung einer Debitkarte, die zwangsläufig nicht anonymisiert funktioniert.
iOS ist doch kein unsicheres Betriebssystem?!
Die Verwendung von Apple Pay ist gegenüber der Kantine auf jeden Fall datenschutzfreundlicher als die Verwendung einer Debitkarte, die zwangsläufig nicht anonymisiert funktioniert.
Das Fazit dieses Blogs zu iOS ist:
Update 09.09.2024
Nach 6 Wochen iOS-Nutzung kann ich sagen: Für datenschutzbewusste Nutzer, die die Kontrolle behalten wollen, ist iOS aus meiner Sicht leider nicht geeignet. Zu viel Kontrolle von Apple über das System, eingeschränkte Anpassungsmöglichkeiten und mangelnde Transparenz bei der Datenverarbeitung machen es schwer, die Souveränität über das eigene Gerät und die persönlichen Daten zu behalten. Daher beende ich die 12-Wochen-iOS-Challenge vorzeitig. Wie ein altbekanntes Sprichwort besagt: »Wenn du bemerkst, dass du ein totes Pferd reitest, steig ab!«
Da hätte ich ehrlich gesagt wesentlich weniger Bedenken, dass die Kantine meines Arbeitsgebers meine Geschäftspartner-Daten erhält.
Man könnte auch sagen: Bauchgefühl-Urteil eines einzelnen Testers, der es nicht geschafft hat, die selbst auferlegte Challenge durchzuziehen.
Ich kann nur nochmal wiederholen: die internationale Expertenmeinung zu Sicherheit und Datenschutz von Apple Pay ist ganz überwiegend sehr positiv. Und nein, ich nutze das selber nicht und habe auch sonst keine Apple-Geräte.
Ich glaube niemand bestreitet, dass Apple Pay konzeptionell recht sicher ist, aber iOS ist halt grundsätzlich sehr eingeschränkt.
Edit: noch nachgereicht der Blog-Artikel von Mike, auf den sich die letzten Beiträge bezogen:
https://www.kuketz-forum.de/t/ios-eine-kurze-zwischenbilanz-nach-einer-woche-nutzung/9132
(Fett von mir)
so einen Satz muss man erst mal konstruieren! Genial! (Bezieht sich auf Mike Kuketz oder?)
Bauchgefühl-Urteil: heißt so viel wie “Normalo-User”
selbst auferlegte Challenge: heißt ungefähr “Familien-Quiz” am Sonntag Nachmittag mit den Vorschulkindern.
Wie hier im Thread und auch öfter im Forum, subtil Apple schongeredet wird, schon bemerkenswert!
iOS 17: Von einem iPhone kontaktierte Domains
Aktueller Stand der Liste: 02.08.2024.Identitätsverifizierung / Bezahlung
humb.apple.com / smp-device-content.apple.com: Wird für die Identitätsverifizierung auf iOS-Geräten genutzt, bspw. für Bezahlvorgänge notwendig. Um eine Zahlungs-App zur Annahme von kontaktlosen Zahlungen zu verwenden, muss ein iPhone in der Lage sein, den Host zu erreichen. Laut der Studie »Measuring The Data iOSand Android Send to Apple And Google« (März 2021) wird dabei eine Geräte-Seriennummer und eine UniqueChipID übermittelt.
smp-device-content.apple.com: Um eine Zahlungs-App zur Annahme von kontaktlosen Zahlungen zu verwenden, muss ein iPhone in der Lage sein, den Host zu erreichen.
https://www.kuketz-blog.de/ios-17-von-einem-iphone-kontaktierte-domains/
Sind iPhones wirklich besser für die Privatsphäre? Studie von iOS- und Android-Apps
Die Studie »Are iPhones Really Better for Privacy? Comparative Study of iOS and Android Apps« hat sich mal der Fragestellung gewidmet, ob iPhones tatsächlich besser für die Privatsphäre sind. Lesenswert – das Ergebnis ist aber, zumindest für mich, nicht überraschend:tl;dr: Nein, iPhones sind nicht besser für die Privatsphäre – auch wenn Apple dieses Image gerne verbreitet.
man kann auch mit Debit- oder Kreditkarten bezahlen. Aber dann ist man gläsern der Bank gegenüber.
Du liest schon selber, was du so postest, oder?
Ist das verwunderlich? Elektronische Bezahlung muss irgendwie online sein, sonst hast du sofort ein double-spending-Problem. Kreditkartenzahlung und Debitkartenzahlung findet normalerweise auch online statt (ansonsten ist eine wenig private Unterschrift nötig).
Hast du gelesen, um was es in der Studie überhaupt geht?
In this paper, we present a study of 24k Android and iOS apps from 2020 along several dimensions relating to user privacy. We find that third-party tracking and the sharing of unique user identifiers was widespread in apps from both ecosystems, even in apps aimed at children.
Das hat wirklich nur ganz peripher mit dem Thema dieses Threads zu tun, und erstmal gar nichts mit Apple Pay. Es ist wirklich verdrießlich, wie häufig hier ungenau und mit Allgemeinplätzen argumentiert wird.
natürlich nicht. Darum geht es nicht!
Verwunderlich ist, dass in einem Datenschutz- u. Technikforum, es in 2026 (für manche) normal ist, dass bei jedem finanziellen Akt (Konsum), der in der Geschichte der Menschheit bis vor einiger Zeit privat war, jetzt hier mit einer ethisch fragwürdigen Selbstverständlichkeit verkündet wird, dass bei jedem finanziellen Akt eines Menschen (zB in Deutschland), ein BigTech Konzern in USA seine Hände im Spiel hat und (als Proxy Vermittler) involviert sein muss.
Das ist eigentlich eine menschlich demokratische Absurdität, die ist verwunderlich.
Bargeld und Datenschutz, ließ dies mal:
https://netzpolitik.org/2025/bargeld-tracking-du-hast-ueberwachungsinstrumente-im-portemonnaie/
Da eine Barzahlung, was ich sehr befürworte, in deiner Kantine angeboten wird kannst du diese Möglichkeit doch nutzen.
Ich mein du wirst ja nicht an der Kasse dort stehen und dann den Betrag ausschliesslich mit 1-10 Cent Münzen begleichen, so dass dann eine ewige Warteschlange entsteht.
Ein anderer Punkt, der meines Erachtens noch nicht berücksichtigt wurde:
Jemand, der in der Kantine in Bar bezahlt bzw. datenschutzfreundliche digitale Lösungen nutzt, sorgt dafür, dass diese Option für alle erhalten bleibt. Wenn niemand mehr bar zahlt, wird diese Möglichkeit mangels Nachfrage eines Tages höchstwahrscheinlich entfernt.
Das bedeutet dann, dass die neue datenschutzbewusste Kollegin, die erst nächsten Monat anfängt, diese Option nicht mehr hat.
Und dass bei Ausfahll der digitalen Zahlungsmöglichkeiten (z.B. aufgrund plötzlicher US-Saktionen gegen Europa) die Vorkehrungen für Bargeld unter Umständen abgebaut sind und keine rein auf Basis europäischer Infrastruktur basierende alternative Lösung wie GNU Taler (bzw. trifft das auf WERO auch zu?) verfügbar ist.
Wero basiert auf der Echtzeit-Überweisung per IBAN. Die Transaktionen erfolgen also unabhängig von amerikanischen Zahlungsdiensten wie Mastercard, Visa, Apple Pay, Google Pay oder PayPal rein zwischen den europäischen Banken..
P. S. Meinerseits ein #didit für Wero.
Der wird aber nicht namentlich erfaßt. Da nicht alle Angestellten jeden Tag in der Kantine essen, weiß man nicht, wer da bar bezahlt hat.
Ich sehe Bargeld auch nicht mehr so anonym wie es schon mal war. Über die Seriennummern lässt sich der Verlauf eines Geldscheins wunderbar verfolgen.
[…]
Mehr unter https://netzpolitik.org/2025/bargeld-tracking-du-hast-ueberwachungsinstrumente-im-portemonnaie/
Münzen werden nicht getrackt. In der Kantine habe ich nur äußerst selten mit Scheinen bezahlt. Wenn ich mit einem Schein zahle, dürfte man das nur dann meiner Person zuordnen können, wenn ich den Schein aus einem Geldautomaten gezogen habe und der Schein nicht als Wechselgeld wieder herausgegeben wird, bevor er gescannt wird (zum Beispiel in der Kantine bei der Tagesabrechnung am Nachmittag/Abend).
Mir erscheint dieses Geldnotentracking allgemein nicht besonders aussagekräftig: Wenn ich vom Geldautomaten einen 50er bekomme und den dann erst zwei Monate später in einem Ladengeschäft nutze, der dort bis zum Abend bleibt und dann gescannt wird, woher will man dann wissen, daß der Schein seit der Ausgabe am Automaten bei mir war?
Ich glaube, der Artikel auf netzpolitik.org geht nicht sehr ins Detail was die Möglichkeiten des Trackings angeht, aber es ist schon etwas her, daß ich den Artikel gelesen habe. Den werde ich nochmal lesen.
Meine meisten Bargeldabhebungen mache ich an der Kasse von Verkaufsstellen, diese Banknoten sind vorher eingenommen und nicht zwischenerfasst worden.
Nicht aufgeben, vielen anderen geht es ebenso ! Alles kommt zur rechten Zeit…. (https://music.youtube.com/watch?v=pineM2Wf9D4&list=OLAK5uy_mChkJvg1nwdyzB-2we4GhAV3phXpSSr5Y)
Stimmt, geile Idee.