Autos als umfassende Spitzelwanzen

Moderne Fahrzeuge sind der Traum der Stasi-Fraktion:

Wir können sehen, was unsere Kunden tun, welche Bedien­elemente sie nutzen und unter welchen Fahr­bedin­gungen sie diese nutzen.

Quelle: https://www.teltarif.de/bmw-carplay-apps-radio-musik/news/99695.html

Und das ist sicherlich nicht nur bei BMW so extrem übergriffig.

Original hier:

As a reminder, BMW collects data from 10 million cars — a figure Durach provided — and they see the patterns. “We can see what our customers are doing, what kind of controls they’re using, in what of kind of driving conditions they’re using them.”

Quelle: “Stephan Durach, the brand’s Senior Vice President of UI/UX Development” auf https://www.bmwblog.com/2025/09/09/carplay-bmw-in-car-navigation/

Prinzipiell muss man das hier langsam lesen vor dem Hintergrund, dass wir hier über einen Kutschenbauer reden, der seine Droschken loswerden will, nicht über die polizeiliche Überwachung von Schwerkriminellen:

https://www.bmw-welt.com/de/footer/metanavigation/data-privacy.html

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Wenn ich das Geld für so eine Kutsche hätte und keine alten Autos mehr verfügbar wären, würde ich dezent mal bei Autodieben nachfragen wie man die Sim Karte deaktiviert sowie sämtliche Konnektivität und natürlich Keyless Go.

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Auch der Auto Zug ist abgefahren … :right_arrow: (Datenschutz: Wenn der Zug abgefahren ist…)
:railway_track:
Wir wissen, wo dein Auto steht
27. Dezember 2024, Kurzer Artikel
https://www.ccc.de/de/updates/2024/wir-wissen-wo-dein-auto-steht

Wir wissen wo dein Auto steht (Video CCC Kongress 2024, 38c3, Michael Kreil and Flüpke)
Volkswagen Bewegungsdaten von 800.000 E-Autos sowie Kontaktinformationen zu den Besitzern standen ungeschützt im Netz. Sichtbar war, wer wann zu Hause parkt, beim BND oder vor dem Bordell.
Welche Folgen hat es, wenn VW massenhaft Fahrzeug-, Bewegungs- und Diagnosedaten sammelt und den Schlüssel unter die Fußmatte legt?
Was verraten Fahrzeugdaten über die Mobilität von Behörden, Ämtern, Ministerien, Lieferdiensten, Mietwagenfirmen, etc.?
Wofür werden diese Daten überhaupt gesammelt?
Wir zeigen Kurioses bis Bedenkliches - natürlich mit mehr Respekt für den Datenschutz, als diejenigen, die die Daten gesammelt haben.
https://media.ccc.de/v/38c3-wir-wissen-wo-dein-auto-steht-volksdaten-von-volkswagen

Die eCall SIM-Karte? Vielleicht keine so gute Idee?

Werden Bestandteile der Typzulassung eines Fahrzeugs verändert oder sogar entfernt, führt dies im Normalfall unweigerlich zum Verlust der Betriebserlaubnis. Daher ist es keine gute Idee, eCall deaktivieren zu wollen. Grundsätzlich ist dies einem Hobby-Schrauber oder Laien aber auch nicht möglich.
https://bussgeldrechner.com/ecall/

Wenn jemand denkt, dann halt kein Auto kaufen, einfach Carsharing!

Fahrprofil im Visier: Wie Carsharing-Anbieter ihre Nutzer überwachen
Der Fall des Hamburger Marketingexperten Engin Buldak, über den der Spiegel berichtet, ist exemplarisch: Nach einer 16-minütigen Fahrt mit einem geliehenen Auto erhielt er eine ominöse „Verwarnung“ wegen „auffälligen Fahrverhaltens“. Miles Mobility, der größte Carsharing-Anbieter Deutschlands, drohte ihm bei einem Wiederholungsfall eine Strafe von 250 Euro an – ohne konkrete Beweise oder Details. Buldak, der seit 14 Jahren unfallfrei fährt, fühlt sich laut dem Bericht zu Unrecht beschuldigt und bevormundet. Er bezweifelt die Genauigkeit der eingesetzten Messtechnik. …
https://www.heise.de/news/Fahrprofil-im-Visier-Wie-Carsharing-Anbieter-ihre-Nutzer-ueberwachen-10509283.html

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Die öffentlichen Verkehrsmittel sind leider auch keine gute Alternative. Bei SBB (und auch bei der DB) werden die Kunden immer mehr überwacht und zwangs-digitalisiert.

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Auch Autos unterliegen in Europa der DSGVO und ich kann nur jedem raten, beim Kauf eine Autos beim Händler das Thema anzusprechen, nicht um dabei etwas Konstruktives zu erwarten, sondern um zeigen, dass da Thema Datenschutz nicht jedem egal ist.
Trotzdem sollte der Autoverkäufer eventuell in der Lage sein, einem die Einstellungsmöglichkeiten hinsichtlich der Datenübermittlung im Menü der Infotainmenteinheit zu zeigen (ich selber hatte dabei keinen Erfolg, außer der Aussage, dass mein Auto sowieso immer weiß, wo ich bin) .
Es gibt aber zwischen den Automarken und Modellen Unterschiede hinsichtlich der Privacyeinstellmöglichkeiten (wird in dem verlinkten Spiegelartikel auch gesagt). Verständlich müssen sie nicht sein, aber eine Anfrage beim Datenschutzbeauftragten meines Modells, hat mir schon geholfen, es bestmöglich einzustellen. Alle Fragen wurden zwar immer noch nicht beantwortet, aber wenn ich Zeit habe, werde ich dort weiter nachbohren.

Es ist aber unbestritten, Daten werden fleißig gesammelt, aber sie müssen nicht unbedingt genutzt werden. Nur das wer, was und wo speichert, wie nutzt, wie lange aufhebt und mit wem teilt, versuche ich über den Datenschutzbeauftragten des Herstellers herauszubekommen.

Beim Auto ist aber nicht anders als wie bei der Smartphonenutzung, die meisten geben sich damit zufrieden, wie es ist und haben eher Angst etwas anderes einzustellen, da dann vielleicht was nicht funktionieren könnte.
Und so ist ja auch, wer hat schon groß Verständnis dafür eine Auto zu besitzen und dann wie ich eine zweites Smartphone für das Navi und die Medienabspielung zu nutzen, anstatt das eingebaute Navi, die Sprachsteuerug und Androidauto, weil anders geht es mit den von mireingestellten Privacyeinstellungen nicht.
Zum Thema eSiM und den Notruf, laut Hersteller werden meine Standortdaten nicht gespeichert, sondern im Falle eines Notrufes nur die aktuellen übermittelt.
Bei Gelegenheit werde ich mal die Werkstatt meines Vertrauens fragen, ob sie den Bordcomputer auslesen kann, um zu sehen, was dort alles lokal gespeichert wird.

Selbes Thema ist CarSharing, dort gibt es große Unterschiede beim Thema Datenschutz und das Verständnis dafür. Bei meinem Anbieter stoße ich da schon auf offenere Ohren.

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Vielen Dank für den informativen Beitrag!

Ich würde mich sehr freuen, wenn du uns Rückmeldung geben könntest, was die Analyse in der Werkstatt deines Vertrauens zutage gefördert hat. Wir müssen demnächst auch ein neues Auto anschaffen… da würde ich gerne mehr Infos auch im Bezug zu Datenschutz haben.

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Mir fallen dann als datenschutzfreundliche Mobilitätsalternativen

  • zu Fuß gehen
  • das Bio-Bike (mit dem Velomobil auch auf Mittelstrecke für Reichweite geeignet)
  • selbstgebaute Pedelecs bei denen man die Komponenten bestimmt
  • per Anhalter unterwegs sein

und vor allem sich politisch für Privatsphäreschutz engagieren ein.

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Für neu Erkenntnisse will ich dran bleiben, kann sich aber für ein paar Monate hinziehen. Müsste ich mir ein neues Auto kaufen und wäre jetzt nicht auf ein bestimmtes Modell oder Hersteller fixiert, würde ich auch die Datenschutzbeauftragten der jeweiligen Hersteller anschreiben und fragen, welches Modell am ehesten meinem Datenschutzbedürfnissen entgegenkäme.
Und man muss sich auch selber fragen, auf welchem Komfort man bei der Autonutzung verzichten will und kann.
Soweit ich weiß, gibt es schon einmal prinzipiell einen Unterschied zwischen Verbrenner- und Elektroautos.

Ich würde mich aber auch freuen, wenn hier im Forum Rückmeldungen zu den jeweiligen Einstellmöglichkeiten des eigenen Autos kämen.

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Kein Problem, es ist nicht ganz so dringend. Ehrlich gesagt reicht mir, wenn ein Auto von A nach B fährt und sicher ist. Mehr ist nett zu haben aber in meinen Augen nicht notwendig.

Für alle anderen Dinge wie „Entertainment“, Navigation, Telefonie usw. hat man ja ohnehin ein Smartphone, das man per Bluetooth mit Radio usw. verbinden kann und fertig.
Falls wir schon „schneller“ ein Auto kaufen sollten und ich Infos gesammelt habe, werde ich davon berichten!

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Ich fahre einen 25 Jahre alten Volvo da muss ich mir keine Gedanken machen denke ich :slight_smile: die Software des Motor und Getriebemanagement verwaltet ich selbst. Zumindest beim Auto bin ich mir sicher das da niemand mithört.

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Naja, damit fängt es ja schon an, zumindest ist es möglich, dass Daten dabei lokal im Bordcomputer gespeichert werden, wie Abfrage der Kontakte, was wird gehört, bei Nutzung der Sprachsteuerung ist, obwohl lokal, eine teilweise Übermittlung einer Transkription möglich.
Außerdem können zumindest lokal Beschleunigung, Bremsverhalten, Gurtstraffung usw. gespeichert werden.
Heutzutage geht es beim Autofahren wie bei der Smartphonenutzung nicht mehr darum, keine Spuren zu hinterlassen, sondern zu minimieren. Das finde ich aber derzeit in Bezug auf Autos maximal instransparent.

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Naja das das alles gefährliche Ausmaße annehmen kann, hat eine TU schon vor einigen Jahren gezeigt. Da wurde die OBD Schnittstelle gekapert und man konnte von aussen während der Fahrt die Bremsen deaktivieren, anschließend wieder aktivieren und es konnte im Anschluss nicht nachgewiesen werden. Das ganze wurde an einem Prius getestet …. Wie gesagt Jahre her

Zwei Berichte über einen Vorfall, der sich vor ein paar Wochen tatsächlich zugetragen hat:
https://help.orf.at/stories/3231924/
https://www.heute.at/s/123-transporter-kappt-elektronik-aus-der-ferne-120129625

Für längere Distanzen ist Auto nunmal alternativlos in D. Bus und vor allem Bahn sind nicht brauchbar hier.

Habe einen 2018er Toyota Aygo und hoffe so noch weitgehend analog und ohne Funk unterwegs zu sein.

Wagen gerade zur Inspektion.

Nagelneuen Yaris Cross als Ersatzwagen bekommen.

Du meine Güte. Soviel bling bling in dem Auto.

Macht echt kein Spass.

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Hast Du da eventuell nur ein klein bisschen nähere Info zu?

Ich dachte, auf die OBD Schnittstelle greift man über einen HW Dongle zu. Und es gibt halt HW Dongle für OBD mit BT, so dass man zu einem Smartphone oder Tablet (mit entsprechender App) mittels BT connected kann. Ansonsten halt dedizierte Geräte… — Aber wenn kein HW Dongle (und auch kein BT), wie kann man dann von außen darauf zugreifen? Bieten denn manche Fahrzeuge (wie z.B. der erwähnte Prius) selbst eine Funkschnittstelle?

Ja damals musste man noch einen einmaligen Zugriff auf die obd2 Schnittstelle bekommen. Heute ist das nicht mehr nötig und man hackt sich über das consiergesystem, das Navi oder über die Diagnostik ein…. Das ist alles keine Fiktion und wurde teilweise schon ausgenutzt

Wie man sieht gibt es mehrere Aspekte, die aber alle mit der immer stärkeren Vernetzung und Digitalsierung des Autos zusammenhängen. Versucht man sich aus Datenschutzgründen durch Deaktivierung von Funktionen und Nichtnutzung der Fahrzeugapps seine Situation zu verbessern, sperrt man sich damit eventuell von Sicherheitsaktualisierungen aus, die das Fahrzeug angreifbarer machen.

Scheint die Diebstahlmöglichkeit durch Keylessschlösser eine reale Gefahr darzustellen ADAC: Keyless-Diebstahl: Auch neue Autos sind noch leicht zu knacken ist ein Hackingangriff während der Fahrt derzeit eher unwahrscheinlich, aber trotzdem nicht auszuschließen ADAC: Hacker-Angriff aufs vernetzte Auto: Das sind die Risiken oder security-insider.de: Haben Hacker Zugriff auf mein Auto?.

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Ja, das Problem ist nun einmal da. Ich fahre ein 12 Jahre altes Auto, zuverlässig und immer gewartet. Fährt also noch einige Jahre. Dann muss man mal sehen was kommt. Ich interessiere mich für Autos die nicht elektrisch sind und gerne auch etwas älter. Aber es muss “stabil” fahren. Ich bin kein Gangster und versuche nur meine Privatsphäre aufrecht zu erhalten.

Als Smartphone benutze ich ein Pixel mit Graphene und einer Lebara SIM aus der Niederlande, wo man einfach einlegt und ab geht es. Aber ich habe dazu noch zwei weitere holländische Karten für die Registrierung bei Signal oder sonst wo! Zahlen tue ich nur mit Bargeld. Sollte eine andere Zahlungsweise von Nöten sein, so hat man Freunde die das erledigen :slight_smile: . Dies ist alles natürlich mit Aufwand verbunden, aber ich fühle mich frei. Nur das Auto, dass ist eine Herausforderung.

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Hatten wir schon Tesla? Die Wächter Funktion? Da geht es dann nämlich nicht mehr nur um Daten des Tesla Besitzers, der ja mit dem Kauf dieses Autos irgendwo auch der verwertung seiner Daten zugestimmt hat.

Ist die Wächter Funktion aktiviert filmt der Kasten sein komplettes Umfeld ab, wenn er irgendwo geparkt steht. Wenn ich da also regelmäßig an dem Ding vorbei gehe hat Tesla dann auch Bewegungsdaten von mir.

Die Fahrassistenz Systeme im Tesla sind ebenfalls ausschließlich Kamerabasiert. Ich denke mal die komplette Datenflut wenn der Tesla im Autopilot-Modus fährt wird auch nicht ausschließlich lokal im Fahrzeug verarbeitet.

Gab da mal einen interessanten Fernsehbericht dazu. Ich finde Ihn nur leider nicht mehr.

Kleiner Nachtrag: In dem Fernsehbericht hatten Sie auch behandelt das die Datensammelei des Tesla sich nicht mit den Europäischen Datenschutzgesetzen verträgt. Kann man also abwählen. Tesla weist dann aber darauf hin das dann all die schönen Assistenzfunktionen ebenfalls deaktiviert sind. der Käufer hat dann also quasi ein sehr teures, elektrisch betriebenes Auto aus den 90igern. Jetzt kann jeder selbst überlegen wie viele Tesla Fanboys das abwählen. :slight_smile:

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Deswegen haben die Chinesen Teslas auch teilw. verboten bzw dürfen die sich nicht überall “aufhalten“.