AWS SES-Tracker

Hallo die Runde,

ich bekomme einige E-Mails von durchaus (bis auf das) vertrauenswürdigen Absendern, die Links über Amazon USA, Ostküste (us-east-1.awstrack.me) AWS SES-Tracker enthalten.
Immer mehr machen das.

Dadurch, daß die Daten von jedem, der die Links anklickt über die Ostküste von Amazon USA gehen, wird nebenbei die europäische DSGVO ausgehebelt.
Ich glaube nicht, daß Amz. die Daten nicht weiter auswertet, nicht bunkert und deren Datenbasis nicht damit erweitert.

Wie seht ihr das „Gefahrpotential“ speziell bei diesen Trackern?

wie kommst Du darauf?

Ich hab früher auch Mal AWSSES verwendet, und abgesehen von zusätzlichen Headerzeilen war das unauffällig. Bist Du sicher dass das an AWSSES liegt, oder weil die Absender aka Verantwortlichen das bewusst tun (andere Mailschleudern können das auch). Dann kannst Du Dich an die wenden bzw. über die beschweren.

Das Gefahrenpotential wenn Du den Links nicht folgst bzw. Dein Client die nicht lädt ist gering.

Der Zugriff von US Behörden auf Daten ist durch US-Gesetze möglich, was ein zentrales Datenschutzproblem bleibt und von der DSGVO auch nicht verhindert werden kann.
Solange US-Gesetze wie FISA 702, Cloud Act und der Executive Order 12333 gelten, bleibt jeder Datentransfer in die USA aus DSGVO-Sicht rechtlich und praktisch problematisch.

Das gilt auch ab 2023 mit dem damals abgeschlossenen DPF.

Natürlich ist das Gefahrpotential gering, wenn ich z. B. den Link nicht anklicke.
Es geht aber darum, wenn ich ihn anklicken würde.

Das ist richtig, aber aus dem Kontext erschloss sich mir nicht, dass Du die fundamentale Ansicht verfolgst (ich manchmal auch, aber da hört kaum jemand zu). Dann musst Du halt alle Emails loswerden/abbestellen, die von oder über amerikanische Anbieter verschickt werden.
Ich dachte es geht Dir in erster Linie um das Tracking und dem kannst Du ausweichen, der Emailübertragung nicht. Und das Tracking findet auch garantiert dauern statt, eine Überwachungsmaßnahme nach Cloud Act und Co im Vergleich eher selten.