Bahn.de - Boterkennung schlägt zu (nur Linux!?)

Es wurde noch besser: ich habe versucht, mit der dann erfolgreichen Suche ein BonusPunkte Ticket zu buchen. Ging erst wieder nicht. Aber man ist ja hartnäckig: nach 5-maligem „zurück-vor“ gings problemlos :smiley:

Hier nun eine ganz schräge Lösung, wenn es pressiert:

Über Frankreich bekommt man eine Fahrplanauskunft auch für rein innerdeutsche Verbindungen und auch die Möglichkeit Fahrkarten zu erwerben. Die Seite ist sogar auf Deutsch; dies kann man unten rechts auf der Seite wählen.

https://www.sncf-connect.com/de-de

Schon ein Armutszeugnis, dass der Betreiber des Deutschen Schienennetzes potentielle Kunden aussperrt und man den Umweg über einen ausländischen Anbieter machen muss.

Scheint wohl mittlerweile weiter verbreitet zu sein:
https://www.heise.de/news/Deutsche-Bahn-Keine-Auskunft-unter-Linux-11300742.html

Lösung laut Bericht: User Agent von Linux auf Windows ändern. :person_facepalming:

Ich kann den Fehler nicht reproduzieren, habe es probiert mit Linux Chromium und Firefox, Android Vanadium, iOS Safari, mit VPN und ohne, immer gleich. Eventuell könnte dein DNS Resolver das Problem sein?

Nein, ich habe das schon mit mehreren DNS-Servern versucht.

Es scheint nicht ganz einfach zu sein und es scheint eine Kombination aus vielen Dingen zu sein.

Bis eben konnte ich die Seite aufrufen, wenn ich das TOR netzwerk benutzt habe, aber auch da bin ich jetzt gesperrt.

(Textauszeichnung (fett) durch mich)

Den Eindruck habe ich auch. Es scheint nicht bloß der User-Agent zu sein. Wobei es halt am Ende tatsächlich oft Linux Systeme trifft.

Der Bahn ist das Problem leider nicht bekannt. Auf mein Support-Ticket fragte man mich z.B. welches Smartphone und welche App-Version ich verwende. Obwohl ich in der initialen Frage mitgeteilt habe, dass Ubuntu 24.04 und Firefox betroffen sind. Scheinbar ist Linux als Betriebssystem dort gänzlich unbekannt.

Auch nach einem Screenshot hat man mich gefragt, obwohl ich den Fehlercode und die Fehlermeldung volsltändig mitgeteilt habe.

Da die schon zu blöd sind, die Problembeschreibung zu verstehen, dürfen wir wohl keine Hilfe erwarten.

In der Zwischenzeit verstärkt sich bei mir der Eindruck, dass die DB sich da einer KI bedient und selbst nicht versteht, wie das funktioniert.

Deswegen habe ich auch keine Lust, in diesem konkreten Fall tätig zu werden. Schon klar: wenn man gar nichts macht, ist es auch nicht besser. Aber mich mit so etwas Unsinnigem herumzuärgern, möchte ich nicht.

Ich habe (wie erwähnt) schon insgesamt einige Fälle bei verschiedenen Anbietern gemeldet. Wenn man die dort ernsthaft zur Kenntnis nimmt (eventuell nicht einmal zielbringend bearbeitet — aber eben ernsthaft wahrnimmt!), dann hat sich die Arbeit in gewisser Weise gelohnt und macht auch Spaß. Andernfalls eben nicht! Und solche Fälle habe ich schon erlebt. Und das kann ich mir hier bei der Bahn sehr gut vorstellen.

Insgesamt habe ich die Erfahrung gemacht, dass Anbieter, die bei ihrem Produkt/Service zu einem wesentlichen Anteil IT nutzen UND eine gewisse Unternehmensgröße haben, nicht auf solche Feedbacks eingehen. Auf der anderen Seite habe ich mit mehreren „kleinen“ Anbietern schon gute Erfahrungen gesammelt: die waren ernsthaft dankbar. Und einen ganz schwachen Auftritt habe ich mal mit einer öffentlichen Verwaltung erlebt: „Ja, Ihr Hinweis ist — rein technisch gesehen — schon interessant und wichtig. Aber Bürger können hier privat keine Eingaben machen! Das muss durch die übergeordnete Behörde erledigt werden.“ WTF?!

Geil. Deutsche Bürokratie …

Also als ich da anrief, war der Dame das Problem bekannt. Leider war ihre Hilfestellung, mir den Text, der unter dem Fehler steht, vorzulesen.

Genaueres wusste sie auch nicht. War ihr auch unklar, warum ich nicht Chrome installieren wollte nur um eine Fahrplanauskunft zu bekommen. Dann hat sie mir gesagt, man müsse halt einfach „Vertrauen haben“ und „Dinge akzeptieren“ wenn man was wollte. Hm. :smiley:

Der Grund der Bot-Erkennung bei Bahn.de ist wohl geklärt, siehe
https://linux-bibel.at/index.php/2026/05/23/deutsche-bahn-linux-nutzer-zeitweise-ausgesperrt/

Laut Linux-Bibel war die Bot-Erkennung dermaßen scharf eingestellt, dass bestimmte Linux-Kennungen als Bot erkannt und gesperrt wurden, obwohl dahinter „nur“ eine Kundin/Kunde steckte, die/der der Bahn Umsatz bescheren wollte.

Übrigens ist die Website für Linuxerinner/Linuxer sehr empfehlenswert. Habe da so manchen wertvollen Tipp erhalten. Und ich kann ohne zu lügen sagen, dass ich die Bibel lese. :wink: :rofl:

Geklärt vielleicht, aber funktionieren tut es deshalb - zumindest hier - noch lange nicht. Ich hatte ja schon gemutmaßt, dass die selber ihr System nicht verstehen. Bestätigt.

Ich vermute einen Bot hinter der Seite, der beim Wort „legitim“ das „git“ auf Git verlinkt :wink:

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Ihr Vorgang wurde von unserer IT-Abteilung geprüft. Wir möchten Sie weiterhin bitten die bereits in der Fehlermeldung kommunizierten Schritte vorzunehmen, z.B. Verwendung eines anderen Browsers, vorübergehende Deaktivierung ihres VPN-Clients oder den Cache und die Cookies Ihres Browsers zu löschen

Die Digitale Plattform der Deutschen Bahn ist grundsätzlich breit kompatibel: Sowohl bahn.de als auch die App DB Navigator können mit Linux-Betriebssystemen sowie weniger verbreiteten Browser-/Betriebssystem-Kombinationen genutzt werden.

Zum Schutz unserer Kundinnen und Kunden setzen wir moderne, intelligent arbeitende Sicherheitsmechanismen ein. Diese erkennen automatisierte Angriffe anhand von Nutzungsmustern wie Zugriffsverhalten oder technischen Merkmalen des Browsers. In seltenen Fällen kann es jedoch vorkommen, dass unser System einen regulären Zugriff vorsorglich kurzzeitig einschränkt. Das passiert beispielsweise, wenn ein Netzwerk oder eine IP-Adresse zuvor durch ungewöhnliche Nutzungsmuster oder besonders viele Anfragen auffällig war.

Gemeinsam mit einem etablierten Sicherheitspartner entwickeln wir diese Schutzmechanismen kontinuierlich weiter, um solche Fälle weiter zu minimieren und optimal an die reale Nutzung anzupassen. Aus Sicherheitsgründen können wir keine Detailinformationen zu den eingesetzten Mechanismen bereitstellen.

Mit anderen Worten: Wir haben irgendeine Sicherheitssoftware von irgendeinem Anbieter gekauft, aber keine Ahnung, wie die funktioniert. Eigentlich haben wir überhaupt keine Ahnung, wie hier irgendwas funktioniert, außer wie man im Ticketsystem die Textbausteine anklickt.

Unsere Steuergelder bei der Arbeit. Her mit dem nächsten Rettungspaket.