BlackBox Jobsuche im Internet

Hallo,
da ich einen neuen Job suche bin ich auf entsprechenden Webseiten unterwegs. Mich befällt dabei das beklemmende Gefühl das Jobportale ein wirklich dunkles Gefilde sind. Man (ich jetzt nicht!) gibt dort sehr private Daten ab und viele, wenn nicht sogar die meisten Anbieter, sind schlichtweg Datensammler und nutzen somit die Zwangslagen ihrer „Kunden“ schamlos aus. Auch handeln vermeintlich seriöse Portale mit gesammelten Daten, zumindest lassen es die AGBs vermuten. Gibt es irgendwo seriöse Quellen die sich dieser Problematik angenommen haben? Würde es vielleicht Sinn machen das wir (bzw. Mike) uns hier dieser Sache mal annehmen?

Ich habe in der Vergangeheit immer darauf verzichtet, mich bei Jobbörsen zu registrieren, und habe lediglich die Zusendung von Angebote per Mail „aboniert“. Ist aber schon viele Jahre her…

Was stellst Du Dir konkret darunter vor?

Denke man müsste viele Sachen berücksichtigen. ZB welche Seiten wo beheimatet sind, wo sie die Daten liegen haben, die AGBs, welche Seiten lediglich Datenbestände von anderen spiegeln um ihrerseits Daten einzusammeln, ist man DSGVO Konform, welche Tracker werden eingesetzt… so etwas in der Art.

Würde auch nicht unbedingt diese Portale nutzen aus praktischen Erwägungen:

  1. Du schaffst dir einen Vorteil wenn du direkt an Unternehmen herantrittst. Warum? Du bist aktiver und hast den Prozess stärker in der Hand.
  2. Meine Empfehlung: Wenn möglich anrufen(!). Genau per Telefon :wink: und dann erst Unterlagen einsenden oder hochladen. Das geht meistens bei kleineren oder mittleren Unternehmen besser als bei Konzernen. Aber selbst bei denen gibt’s manchmal Lichtblicke
  3. Ist eine Uni/Hochschule bei dir in der Nähe und du bist in einem entsprechenden Gebiet unterwegs? Dann einfach mal zu so einer Karrieremesse da hin gehen. Selbst wenn du viel zu senior/alt/anderes Profil bist, kannst du mit Glück gute Gespräche führen. Einfach auf die Leute zugehen („Bin gerade auf der Suche und da hatte ich die Messe hier gesehen/mein Enkel/Hund/Kind/Kumpel/alter Prof/… hat mir davon erzählt“)
  4. Freelancer-Portale nutzen zur Identifikation wer könnte mich gebrauchen, dann wieder direkt Kontakt aufnehmen und einfach fragen ob nicht auch eine Festanstellung möglich ist. Gibt einige Unternehmen die nur Freelance in der IT reinziehen weil keiner fix kommen möchte…

Ergebnis: schlimmer als ein „nein“ kann es nicht sein. Ist nicht unbedingt angenehm im ersten Moment das „nein“ gleichzeitig zielführender als monatelang auf irgendwelchen Plattformen in abstrakte Hoffnungen investieren. So zumindest meine Erfahrung.

2 „Gefällt mir“

Leider ist man als Joubsuchende gezwungen ein LinkedIn (Microsoft) Account zu machen und Daten preisgeben.

LinkedIn bietet dir im Gegenzug lästige Werbung.

Wie zuvor geschrieben: Das ist kein Muss. Kommt natürlich auch drauf an wo DU hinmöchtest oder was DU anstrebst. Das ist immer eine Entscheidung für jedes Individuum.

Und ja ich habe auch ein LinkedIN-Profil. War schon manchmal praktisch da einfach „präsent“ = existent zu sein. Nutze ich das super viel? Nein. Weiss Microsoft jetzt mehr von mir? Ja. Viel mehr als ggf. durch geschicktes „Googeln“ rauszufinden wäre? Nein.

Ein Problem ist das einige Unternehmen die Rekrutierung auf derartige Portale auslagern und einen direkten Kontakt zu einer Bewerbung gar nicht mehr anbieten.

Und es gibt wenige Fälle in denen der Druck sehr private Dinge über sich Preis zu geben höher ist als im Falle einer Jobsuche. Das sieht man auch an euren Antworten die ja durchweg beschreiben wie sehr man dazu gezwungen sein soll. Es ist daher eben keine eigene Entscheidung, vor allem nicht wenn das Arbeitsamt drückt.