Hallo @TeomaHK,
Kein Dinge, Fragen sind da um gestellt zu werden. Falsch ich daneben liege lernen wir was.
SAF, das ist das „Storage Access Framework“ und speziell der Document Provider ist das, was Cryptomator seit mittlerweile acht Jahren für die Android App verspricht, aber nicht liefert.
Mit SAF taucht ein Cloudspeicher im Dateibrowser und anderen Apps wie ein Wechseldatenträger auf. Man kann also dahin speichern und lesen mit Methoden wie auch bei einem regulärem lokalem Speicher. Das die Daten dabei mit der Cloud geladen werden macht dann die SAF-fähige App für einen. Cryptomator macht nicht.
Dateien kann man in Cryptomator reinspeichern, aber zum Beispiel eine andere App zum Lesen darauf loslassen ginge mit SAF, aber nicht mit dem teilen Dialog. Der ist eher nur eine Einbahnstraße zum bewegen von wenigen Dateien oder Ordnern.
RSAF und Round-Sync bieten RClone für Android, wobei Round-Sync es auch in den F-Droid Store geschafft hat. Normalerweise kann man mit der Aufnahme in den F-Droid Store erwarten, dass die App aus den Sourcen auch wirklich gebaut werden kann. Auch kann man erwarten, dass früher oder später Antifeatures gelistet werden, falls nötig. Es gibt auch Kritiker an F-Droid, die zielen vor allem auf Debian Stable als Build Umgebung ab und auf die Verzögerung mit der Updates per F-Droid verteilt werden. nichtsdestotrotz leistet F-Droid gut Arbeit indem sie Apps bis zu einem gewissem Maße prüfen, wobei denen auch ggf. was durch die Lappen geht, aber deutlich mehr als wenn man einfach die Apps von den Entwicklern direkt bezieht.
Cryptomator ist NICHT frei von Fehlern. Deren Bugtracker ist voll von legitimen Meldungden und es wird wenig zeitnah geschlossen. Gerade sowas essentielles wie den SAF-Kram seit acht Jahren zwar zu versprechen, aber nicht zu liefern ist schon eher frech als nur langsam. Dann kann man den Bug besser schließen mit einem „machen wir erstmal nicht“, das wäre ehrlicher. Übt man in deren Github Kritik werden unliebsame Kommentare gelöscht, schaut einfach mal dort rein - die ganzen removed sind Leute die gerne was beigetragen oder erfagt hätten, diese werden bei deren Github einfach gelöscht. Das spricht nicht für eine Firma.
Also, viele Issue, davon viele langfristig im Bugtracker. Das zeigt ja, dass deren Apps nicht fehlerfrei bei all funktionieren. Die Wartung haben sie auch nicht so drauf, bei unbequemen Fragen wird gelöscht. Die Github Regeln sagen klar, dass Löschen die äußerste Eskalation sein soll, das ist bei Cryptomator aber bei vielen Issues längst der Fall.
Das ganze geht sogar in die sozialen Medien: Auch in deren Github r/Cryptomator werden unbeliebte Kommentare gelöscht, die Moderatoren sind nicht neutral. Auch gibt es dort eine Mehrzahl von Strohmännern die unbequeme Fragen oder Diskussionen downvoten.
Mit dem nicht „durchblicken“: Das ist aber nur so nachvollziehbar. Wenn du also anekdotenhafte Evidenz geben willst, dann sollte dabei auch die Zahl derer gelten, die dort gelöscht wurden. Die haben sicherliche nicht allesamt gegen die Github Regeln verstoßen (Haßrede oder sonstwas), geh’ mal davon aus, dass es nicht in das Marketing von Cryptomator passte.
Naja, RClone ist eine deutlich offenere Lösung von einer echten Community. Lediglich iOS scheint keine App zu haben, aber sonst ist alles wesentliche dank Go-Programmierung dabei.
Vor allem unter Android und speziell GrapheneOS ist der Unterschied groß zwischen der Cryptomator-App und RClone in Form von Round-Sync.
Ich habe zum Dank an Round-Sync den gleichen Betrag gespendet, den ich bei Cryptomator an eine schäbige Bude verschwendet habe. YMMV