gibt es eigentlich irgendwo eine Übersicht, welche ‚Gesundheitsapps‘ welche Daten dammrln, wohin weitergeben und vor allem welche Gefahren hier im Raum stehen?
Konkret wurde ich das letztens zu je einer Diabetes- und Schlaf(Probleme)-App gefragt, konkret einmal Glucura und einmal Somnio.
Aber kritische Details ausser vielen offensichtlich sponsored Posts (kein Wunder bei rd. 250 Euro, 100% auf Rezept) habe ich keine gefunden.
Hi Cris. Was sollen denn bitte irgendwelche Apps bei Gesundheitlichen Problemen helfen, was Sie nicht auch mit Ihrem Arzt besprechen können? (Eigene Displizin vorrausgesetzt) .Gerade bei Diabetes ist eine regelmässige Langzeitblutzucker Kontrolle wichtig. Das kann aber keine App.
Es geht hier nicht um denn Sinn oder Unsinn dieser Apps.
Die Frage von @ChrisK war eine ganz andere.
Leider kommt dieses Verhalten immer wieder zu Tage:
Person hat eine einfache Frage zu Thema A und als Antwort wird das ganze Thema A infrage gestellt und auf die Frage wird gar nicht eingegangen. Das ist echt schade.
Ich kenne leider keine Seite, in der das Datenschutzverhalten solcher Apps beschrieben wird. Immerhin kann man bei Exodus Privacy schon mal gucken, ob Tracker gefunden wurden und welche Berechtigungen gefordert werden.
Damit ich persönlich überhaupt in Versuchung kommen könnte, eine ‚Gesundheitsppp‘ zu installieren, müsste sie komplett ohne Netzberechtigung funktionieren.
Meine Ausnahme von dieser Regel: Ich habe die App „E-Rezept“ aus dem G Play Store (mittels Aurora) installiert. Die ist in ReThinkDNS isoliert; und nur die zwingend erforderlichen Verbindungen sind erlaubt.
In einer App wie z.B. Blood pressure monitor kann man seine Messwerte protokollieren. Der Hausarzt oder die Hausärztin freut sich möglicherweise, einen tabellarischen Überblick gezeigt zu bekommen.
Ähnliche Apps wird es auch für den Blutzuckerspiegel geben, den man zuhause selber messen kann (wobei der Langzeitwert schon aussagekräftiger ist).
Du hast aber schon verstanden, dass das vom Arzt verschriebene Apps sind, die den Arztbesuch natürlich nicht ersetzen, aber die Behandlung unterstützen (Disziplin ist leider trotzdem nötig…)?!
Klar kann ich quartalsweise Essensfotos zur Untersuchung mitbringen, oder auch täglich senden - die Praxis wird sich bedanken… (wäre aber ein gutes Argument, falls man nicht verschreiben wollen würde ;))
Abgesehen davon, dass Du es vermutlich gar nicht erhalten würdest, aber möchtest Du wirklich die komplette KI bei Dir installieren? Ich weiss ja nicht…
Dein Einwand bezieht ja vermutlich auf „Glucura“; das ist nicht einfach nur eine App, da gehört auch noch ein Sensor dazu, mit dem Blutzuckerwerte bestimmt werden.
Ist natürlich eine individuelle Entscheidung: Ich würde Glucura nicht nutzen wollen, da ich wenig Lust habe, Gesundheitsdaten mit Herstellern von Messgeräten zu teilen.
Heutzutage macht man leider alles mit einer App, dem Handy, dem Internet und einer Riesen-Infrastruktur dahinter. Aber wie wäre es mit einem Meßgerät mit Datenlogger, dessen Daten man einfach von Zeit zu Zeit per USB ausliest und an den Arzt übermittelt bzw. auf einen USB-Stick speichert und diesen dem Arzt gibt? Gibt es so etwas heute überhaupt noch?
Also erstmal finde ich es immer schön, wenn man Links zu den Apps die man meint mit erwähnt. Es gibt schon auf der Ebene ab und zu Missverständnisse.
Was spricht dagegen die Hersteller, Vertreiber, Entwickler der App anzuschreiben und nachzufragen „was die App alles macht, sammelt und wohin sendet“? Und bzw. oder auch die Krankenkasse die das auf Rezept übernehmen soll.
Ohne zu wissen ob das so ist, ich würde erwarten das die Kraka geprüft hat für was sie da Geld bezahlen und da sollten ein paar Infos für neugierige Patienten nicht zu viel erwartet sein.
Aus Patientensicht verstehe ich das.
Meines HA Ansicht: „Sie drücken mir einen USB-Stick in die Hand. Nun kann ich Ihnen glauben das der ‚sauber‘ ist, aber was wenn nicht?“
Also meiner weigert sich, irgendetwas von einem Patienten anzunehmen
Ich kenne Diabetiker, die sich einen Sensor aufkleben, der den Blutzucker misst und über Bluetooth mit dem Handy verbunden ist auf dann die App läuft und kontrolliert und warnt.
Na klar gibt es soetwas. Schon Länger. Die daten können gespeichert und ausgewertet werden. Das ist dann aber immer noch keine Langzeitzuckermessung wie sie ein Arzt durch Blutentnahme ausführt.
Siehe: Langzeitzuckerwert im Unterschied zur täglichen Blutzuckermessung
Die tägliche Messung des Blutzuckers gibt lediglich Auskunft über den momentanen Blutzuckerwert, der stark schwanken kann. Zur Langzeitkontrolle ist der Langzeitzuckerwert (HbA1c) heute ein Standard-Parameter. Er wird im Vollblut bestimmt und gibt Aufschluss über den langfristigen Krankheitsverlauf, zum Beispiel bei Diabetes.
Natürlich ist der HbA1c enorm wichtig. Aber ich finde es auch wichtig, spontane Änderungen im BZ mitzubekommen. Denn wenn es einem erst schlecht geht und man kurz vorm Umkippen steht, ist es schon ziemlich spät.
Das mit dem Anschreiben verschiedener Hersteller ist zwar Arbeit, aber eine gute Idee. Ich habe schon von BfArm eine Liste aller aktuell zugelassenen Gesundheits-Apps bekommen. Da werde ich mal etwas rausfiltern und dann entsprechende Schreiben loslassen.
Im ersten Schritt plane ich, das Schreiben eher ‚unwissend‘ zu halten, lediglich als interessierter Patient. Ich denke, man kann dann im Nachlauf immer noch konkreter werden und Details einfordern. Oder seht ihr das anders, und würdet direkt wie bei der DSGVO Anfrage in die Vollen gehen?
Ja aber nur lokal. Keiner hat was gegen die Daten, die gesammelt werden und lokal auf dem Gerät verarbeitet werden. Aber so gut wie immer werden die Daten an eine Cloud geschickt zum auswerten und das halte ich für sehr problematisch, vor allem im Bezug auf Gesundheitsdaten.
einerseits bin ich ganz bei Dir, andererseits kann ich mir auch gut vorstellen, dass nicht alle komplexen Berechnungen auf jedem Smartphone funktionieren würden und deswegen zentral laufen (müssen)…
Eine Seite kenne ich auch nicht, aber zwei Custom-ROM: In /e/OS heißt die eingebaute Firewall Advanced Privacy, in iodéOS heißt sie iodé. iodé zeigt unter „Stream“ sämtliche Anfragen nach extern an, da kann man auch manuelle Bockaden oder Erlaubnisse einstellen. /e/OS kümmert sich um Tracker, Werbung, und was sie „Datenlecks“ nennen, auch da kann man Sperren einzeln lösen (falls notwendig für die Funktion einer App). Ach ja, beide FW brauchen kein root, weil sie integriert sind, und blockieren nicht das VPN (wie Adaway ohne root).