DEAN - die Vorbereitung auf den digitalen Euro

DEAN wird eingeführt. Neben der IBAN jetzt eine weitere „Bankleitzahl“ - die der EZB. DEAN wird für den digitalen € gebraucht, ihr Einsatz steht unmittelbar bevor, jeder wird eine bekommen.

Wer jetzt glaubt, der digitale Euro ist nicht sein Thema, die DEAN egal, der täuscht sich, selbst auf Kreditkarten wird die DEAN abgedruckt sein müssen.

Ausgegeben wird die DEAN von der Zentralbank, damit überwacht sie jegliche Geldbewegung, ob es auf den digitalen beschränkt bleibt - zumindest Gedanken darf sich machen, wenn DEAN auch auf einer Kreditkarte abgedruckt werden muss.

https://www.buerger-geld.org/news/finanzen/digitaler-euro-zweite-kontonummer-dean-kommt-fuer-alle-buerger/

Der digitale € wird zunächst auf € 3.000 pro Konto beschränkt.

Wird nicht sowieso jede digitale Geldbewegung registriert, also auch Kreditkarte und SEPA?

Wir übermitteln Geld heute digital. Jemand bezahlt das Mittagessen für alle, und jeder dann seinen Anteil per Wero oder Paypal. Durch den digitalen Euro entfällt hier nur eine Vermittlungsstelle, der ich zusätzlich trauen muss.

Ob man den digitalen Euro braucht, sei mal dahingestellt. Solange der für digitale Zahlungsabwicklung nicht gleichwertig zum Girokonto ist - das heißt, man bekommt das Gehalt auf seine Digital-Euro-Wallet, kann direkt darüber Rechnugen und Miete zahlen und einkaufen - braucht es weiterhin ein Bankkonto. Und dann brauche ich diesen digitalen Euro nicht.

Habe Lösung, suche Problem?

Warum bist Du in einem Datenschutzforum, wenn Du grundsätzliches Vertrauen in die Institutionen hast, die regeln das für dich.

Ich bewerte Datenschutz nicht losgelöst von der gesellschaftlichen Relevanz des Themas. Vor ein paar Jahren wollten alle Wirtschaftsberater Blockchain und Bitcoin und jetzt kommt das Abfallprodukt dieses längst vergessenen Hypes. Vermutlich gar ohne Blockchain. Ein Produkt, das eigentlich durch Wero - oder eher durch die Möglichkeiten, die Wero bieten könnte - längst obsolete ist.

Dass alle Kontotransaktionen auf dem Girokonto durchleuchtet werden, ist ein Problem.

Dass das nun auch bei einem weiteren Bankprodukt ohne Nutzen passiert - geschenkt. Es verschlechtert weder den Datenschutz noch wird kaum jemand geglaubt haben, dass die „Antiterroismus“-EU da eine Ausnahme machen würde.

Einfach nur ein weiteres Produkt, dass man nicht nutzt. Die schwarzen Koffer an Politiker; die Damen in der Herberstraße; der Besuch bei Jim Block obwohl der Lebensabschnittsgefährte militanter Veganer ist - das wird dann eben alles weiter in bar bezahlt.

Der digitale € ist kein Bankprodukt.

Wero ist mit deinem Girokonto verknüpft. Das Geld auf deinem Girokonto gehört nicht dir, sondern der Bank.

Das Geld in deiner digitalen Euro-Wallet ist dein Eigentum.

Ich sehe da durchaus einen Vorteil.

Es ist nicht dein Eigentum, mein Wissensstand, es ist programmierbar, kann regional begrenz werden, Quelle hier: https://www.kuketz-forum.de/t/digitaler-sicher-oder-doch-eher-ein-trojanisches-pferd/7746?u=flow

2.2.4.1 Anonymity of payments and wallets

Allerdings ist der Eintag etwas älter, daher kann sich was geändert haben, wie auch immer, persönlich bin ich skeptisch.

Wortklauberei.
Faktisch ist es ein Guthaben bei der EZB. Ein 10€-Geldschein ist nichts anderes.

Du brauchst immer auch einen Zahlungsdienstleister, um das Geld aufzuladen. Ich bezweifle, dass die Banken diesen Dienst für Nicht-Kunden anbieten werden. Drittanbieter werden dafür horrende Gebühren verlangen, so dass es am Ende ein Bank-Service sein wird. So wie Geld aus dem Automaten.

Ich habe ein Rückzahlungsanspruch. Und ein Staat sichert mir das Geld über die Pflicht zur Einlagensicherung zu.

Am Ende geht es bei Geld immer nur um Vertrauen: Bekomme ich es wieder, wenn ich es der EZB (d.h. dass sie Bargeld in 0en und 1sen Umwandelt) oder wenn ich es der Kreissparkasse Hintertupfingen geben?

Und natürlich die Frage, wer denn alles die Kommunikation zur Geldübertragung mitließt. Ob Apple da mitmacht? Die wollen NFC ja gar nicht für anderes als Apple Pay. Und bei Google wäre ich mir nicht sicher, ob die jede Transaktion zumindest mit Geräte-IDs tracken und zur „Verbesserung des Produkterlebnisses“ auswerten.

Nein, das ist einfach falsch. Das geht komplett über die EZB, aber die Bank kann sicher ein Produkt dazu anbieten.

Dem widerspricht die EZB auf seiner Webseite:

Um den digitalen Euro nutzen zu können, müsste man zunächst ein entsprechendes Konto bei seiner Bank oder einem Zahlungsdienstleister in der EU einrichten.

Quelle: https://www.ecb.europa.eu/euro/digital_euro/faqs/html/ecb.faq_digital_euro.de.html#q7

Und:

Damit der digitale Euro möglichst keine Risiken für das Finanzsystem birgt, hat die EZB die folgenden Gestaltungsaspekte beschlossen: […]

Verknüpfung des Kontos für den digitalen Euro mit einem Bankkonto.

Quelle: https://www.ecb.europa.eu/euro/digital_euro/faqs/html/ecb.faq_digital_euro.de.html#q24

Dieselbe Quelle schreibt später, dass es auch Optionen für Menschen ohne Bank geben soll. Für mich klingt es dennoch als sei die Bank der Default, und alternative Lösungen regelt dann schon irgendwie der Markt.

Die Begrenzung auf 3000€ macht es auch für viele Bargeld-Geschäfte, z.B. Autokauf, auch unpraktikabel.

In diversen Beiträgen wird geschrieben, dass man damit anonym zahlen kann, auch im Geschäft.