Docker Hosting Anbieter

Tach zusammen,

ich möchte ein paar Dienste laufen lassen, die ich vorzugsweise in Docker Containern installieren möchte. Das ganze soll im Internet erreichbar sein. Ich suche also einen Anbieter, der für überschaubares Geld Docker anbietet. Ich möchte keinen virtuellen Server mieten und mich selber um das System kümmern müssen.

Habt Ihr da Empfehlungen?

Martin

Ok, welche Dienste denn und warum gerade in docker ? Und vorallem warum willst du es nicht selbst machen wo ich wieder auf die Frage, warum in docker, zurückkommen würde. Was hast du davon ? Das ganze macht für mich jetzt wenig Sinn.

Ich vermute mal, solche Anbieter wird’s nicht geben. Zumindest nicht in einer “Einfachversion”. Die Anforderung interpretiere ich aus Deiner Anfrage.

Ansonsten müsstest Du mal nach “container hosting” suchen. Die Großen mischen alle mit, also AWS, Google, etc. Das Aufsetzen der Container ist dann aber leider kein “docker run ….”, sondern mittelprächtig komplex und kann ziemlich teuer werden, wenn man aus Versehen ein paar CPUs und etwas mehr RAM als Obergrenze eingestellt hat.

Was ich machen würde (und auch mache ;-)): bei Hetzner eine kleine virtuelle Maschine nehmen (ab ca. 6-15 Euro im Monat) mit Ubuntu 24. Darauf Docker installieren. Wenn nur Du alleine auf irgendwelche “Ports” von Docker Containern zugreifen willst, dann richte eine Firewall ein, die nur den Zugriff von Deiner (Heim-) IP-Adresse erlaubt. Die Firewalls sind bei Hetzner kostenlos.

Ansonsten müsstest Du die virtuelle Maschine bzw. Docker für den produktiven Einsatz härten.

Das machst Du auch nur einmal. Ausserdem musst Du dich natürlich auf von Dir genutzte Docker Images verlassen, dass die keinen Unfug anrichten oder keine heftigen Sicherheitslücken enthalten.

Das aktuelleste Docker auf Ubuntu 24 zu installieren geht mit einem Befehl (suche nach “docker convenience script”).

Lasse die Docker-Container aber nie als root laufen. Wenn die ganze Welt den Docker Container angreifen könnte, solltest Du möglichst Docker selbst nicht als root laufen lassen (was schwierig ist).

Zusammenfassung: VM bei großem Anbieter nehmen, Ubuntu 24, Docker installieren, fertig.

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Eine Frage: Verstehst du was da der Benefit sein soll wenn man es an einen externen “DIenstleister” auslagert wenn man es auch selbst machen kann ? Besonders wenn es unbedingt docker sein soll, das macht die ganze Wartung ja viel einfacher. Klar muss man sich mit docker beschäftigen, aber dann weiss man was läuft. Habe ich etwas falsch verstanden ??

Das wäre dann das Spezialgebiet der Hyperscaler. DSGVO-konform gäbe es da IONOS Managed Kubernetes:

https://cloud.ionos.de/managed/kubernetes

Aber, im Ernst: Docker auf einem Ubuntu zu installieren und dieses Ubuntu aktuell zu halten, ist einfacher als die Preisstruktur bei IONOS oder AWS zu verstehen. Und viel günstiger. Bei IONOS fängst du bei etwa 20€ pro Monat für eine sehr lahme Gurke an, weil sich die Anforderungen eben an Profis und Unternehmen richten.

Bei Hetzner für etwa 5€ für eine VM mit vorinstalliertem Docker:

https://docs.hetzner.com/cloud/apps/list/docker-ce/

Das regelmäßige Update besteht dann nur noch aus 3 Befehlen:

sudo apt update
sudo apt upgrade
sudo shutdown -r now

Zur Verwaltung nutzt du dann einfach SSH - Tutorials zum Absichern von SSH in 10 Minuten findet man zuhauf. Deine Docker-Compose-Dateien kannst du über WinSCP oder ähnliche Programme leicht auf die VM kopieren.

“Managed” heißt auch immer, dass du die Oberfläche des Anbieters nutzen musst, um deine Container zu verwalten. Und die ist recht komplex, weil sie in der Regel nicht auf Einfachheit, sondern auf Flexibilität für Profis ausgelegt ist.

Eine Warnung:
Dienste im Internet anzubieten, egal über Managed-Irgendwas oder direkt auf einer VM, bedeutet immer auch die Verantwortung für die Sicherheit zu übernehmen. Wenn dir Docker CE einzurichten oder Updates einzuspielen, bereits zu aufwendig ist, dann lass es bleiben. Hat dein Dienst eine Sicherheitslücke, dann wird er gehackt. Die Frage ist nicht ob, sondern nur wann. Irgendwann wird dein Dienst genutzt, um anderen Menschen ernsthaft Schaden zuzufügen.

Dann spiele lieber auf einer VM auf deinem PC (z.B. via VirtualBox) mit Docker herum und lerne. Oder setze es auf einem alten Mini-PC, Raspberry, NAS bei dir zuhause im Heimnetz auf - ohne dass es aus dem Internet erreichbar ist.

Es gibt bei Ubuntu (bzw. Debian) auch Unattended-Upgrades. Ein Neustart ist btw nur notwendig, wenn ein reboot-required Flag in /var/run gesetzt ist, was im Schnitt alle zwei bis drei Monate der Fall ist (zB bei Kernel Updates):

https://kb.prontosystems.de/knowledge-base/unattended-upgrades/

Hab ne interessante Variante gefunden um einen Dienst der zu Hause im Homelab läuft von außen erreichbar zu machen: Homelab Anwendung extern erreichbar machen mit Uberspace - Jkoan.de

Uberspace ist eh vorhanden. Im Notfall SSH aus und der Dienst ist offline.

  • Amazon ECS (Elastic Container Service)
  • AWS App Runner

kann aber bei Fehlkonfiguration sehr schnell teuer werden.

Vor 15 Jahren hatte ich mein Offsite backup verschlüsselt auf AWS S3 gespeichert. Er buchte mir damals jeden Monat 1.5 $ ab. Ich musste mich aber intensiv mit Storage classes auseinandersetzen.

Kümmern musst du dich eh, egal wo deine Container laufen. Was spricht gegen sehfhosting und Zugriff per VPN? Wenn dir das zu unheimlich ist, dann richte halt eine Router-Kaskade ein und hänge den Rechner mit den Containern an den ersten Router (mit VPN) und dein Intranet an den zweiten.