Vor wenigen Tagen erhielt jemand in der Verwandtschaft von Doctolib eine Mail mit in wesentlichen Auszügen folgendem Inhalt:
no-reply@doctolib.de:
[https://www.doctolib.fr/email_layout/logo-white.png][https://www.doctolib.de]
**Account verifizieren und sichern**
Kopieren Sie bitte diesen Code in das Textfeld bei Doctolib, um Ihren Account zu verifizieren. Dadurch werden all Ihre Daten mittels End-to-end Encryption geschützt.
Sie verstärken die Sicherheit Ihres Accounts
Nur Sie können Ihre Daten abrufen. Doctolib kann sie nicht einsehen.
Diese E-Mail wird Ihnen durch Doctolib im Auftrag und im Namen Ihrer Gesundheitsfachkraft zugesandt, da Ihre Gesundheitsfachkraft die Dienste von Doctolib nutzt, um ihre Termine zu verwalten.Doctolib handelt als Auftragsverarbeiter und Ihre Gesundheitsfachkraft als verantwortliche Stelle.
Um Ihre Rechte in Bezug auf Ihre persönlichen Daten auszuüben, können Sie sich direkt an Ihre sendende Gesundheitsfachkraft wenden.
Die „Fachkraft“ der Hausarztpraxis beteuert, dass sie „keine Daten an Doctolib senden“, sondern diesen „nur für die Terminregelung verwenden“. Hm, offensichtlicher Unsinn! Wer glaubt, dass dabei nicht doch eine Menge Daten versandt wurden?
Und ein Konto ist ja lt. Doctolib angeblich angelegt worden – aber nicht von dem Verwandten.
Die „Fachkraft“ will das nochmal nachprüfen… Na, denn…
Ich habe auf Bitte der Verwandtschaft über das Portal https://www.datenanfragen.de/ eine Anfrage mit Bitte um Zusendung aller gespeicherten Daten gestartet.
Innerhalb von 24 Std. traf eine verschlüsselte Zip-Datei sowie in einer 2. Mail das zugehörige Passwort zur Entschlüsselung ein. Auch so ein ding - One Way Security!
Die Datei hat das Format export-data-gdpr-xxxxx-xxxxxxxTxxx.zip.
Mangels eigener Kenntnis wurde ich um Entpackung bzw. Entschlüsselung der Zip-Datei gebeten.
Alle meine Versuche unter Linux die Datei zu entpacken scheiterten.Ark mit GUI stürzt gleich ab.
Auf der Commandline meldeten unzip und andere Entpackprogramme wie 7z:
End-of-central-directory signature not found. Either this file is not a zipfile, or it constitutes one disk of a multi-part archive. In the latter case the central directory and zipfile comment will be found on the last disk(s) of this archive.
unzip: cannot find zipfile directory in one of
export-data-gdpr-xxxxx-xxxxxxxTxxx.zip or
export-data-gdpr-xxxxx-xxxxxxxTxxx.zip.zip, and cannot find export-data-gdpr-xxxxx-xxxxxxxTxxx.zip.ZIP, period
Jedenfalls gelingt ein Entpacken hier nicht.Teilweise wird auch angezeigt, dass es sich nicht um ein Ziparchiv handele.
Ehe wir uns erneut an Docotlib wenden und um eine berichtigte Zipdatei bitten möchte ich nachfragen,ob jemand hier im Forum Vergleichbares mit Doctolib erlebt hat?
Oder habe ich eine Option zum Entpacken übersehen?
Äußerst spannend, was da „nur für die Terminvergabe“ so alles übermittelt wurde.. Und dann gleich ein Konto angelegt – ohne Rücksprache, dass dann auch noch abgesichert werden sollte…
Ach und die Versicherung von Doctolib in den Mails, dass niemand von ihrem Personal Zugriff auf die Daten habe zumal diese „pseudonymisiert“ seien.
Ja, wer hat dann die Daten in der angeblichen Zip-Datei zusammengestellt?
Alles Analphabeten - daher unproblematisch?