Ja, das habe ich mich bei einigen ergriffenen Maßnahmen auch gefragt. Aber man muss auch zugestehen, dass sich die Zeiten geändert haben. In meiner Kindheit kannte jeder jeden in der Nachbarschaft, und der Verkehr war auch nicht so intensiv. Was die Digitalisierung betrifft, werden heute diese Werkzeuge auch in der Schule genutzt – und das ist auch gut so. Dadurch ergeben sich aber ganz neue Herausforderungen, die viele spürbar überfordern. Die Anforderungen ändern sich auch heute viel schneller als damals. Und Kinder werden heute schon mit Microsoft-Produkten “geimpft” statt auf Open Source zu setzen. Gerade diese frühkindliche Konditionierung auf Microsoft sehe ich extrem kritisch. Hier wird die Chance vertan, der Bevölkerung digitale Souveränität zu vermitteln. Vielleicht will man das aber auch gar nicht. Ich glaube allerdings nicht, dass die Verantwortlichen in den Kultusministerien einen solchen Weitblick haben. Sie entscheiden sich pragmatisch für das, was funktioniert, und vielleicht, wer weiß, hat Microsoft gute Schmiermittel im Einsatz.
Bitte nicht vom Thema abweichen und bei weiterem Interesse eines neues aufmachen. Nebenbei bemerkt, ist es sehr schulabhängig. Unsere Kinder sind in ihrer Schullaufbahn, bisher nicht mit Microsoftprodukten (bisher bis 10 Klasse) in Berührung gekommen. Ipad ja.
Zum eigentlichen Thema, ein Dumpphone hat während der Grundschulzeit als Notfallgerät gereicht. Einfach 3 Nummern Eltern, Großeltern, Tante eingespeichert und ansonsten keine weiteren Maßnahmen ergriffen. Die Gefahr von zufälligen Anrufen bei einer bisher nicht verwendeten Mobilnummer halte ich für sehr gering und ist in all den Jahren nie passiert. Benutzt wurde es auch nur ein einziges Mal, bei dem aber auch nichts Schlimmes passiert ist. Smartphone gab es erst zur weiterführenden Schule und auch hier haben wir keine besonderen Maßnahmen ergriffen.
Das wird aber auch sehr individuell kindabhängig sein und mit unseren haben wir Glück. Wir können uns auf Absprachen verlassen und sind uns auch ziemlich sicher bei Problemen oder Unsicherheiten angesprochen zu werden.
Wie schon weiter oben erwähnt, sollte man die Datenschutzeinstellungen und Sperren von Drittanbietern nicht vergessen.
Ich finde es aber auch wichtig, seinen Kindern die Fähigkeit zur Orientierung und das Benutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln und Fahrradfahren beizubringen.
Ja das sind immer die Argumente….
hier bei der Schule nebenan haben sie vor ein paar Monaten versucht ein Kind zu entführen (Sorgerechtssache) da konnten Passanten das verhindern das das Kind ins Auto gezerrt wurde….. Man reagiert nicht darauf das alles gut läuft sondern man will gewappnet sein für das Mal das was schief geht
Siehe Familie Block, was soll da ein Handy helfen, oder wait glaube das hatte irgendwie geholfen. Das war glaube Silent Alarm, da müsste ich die Spiegel Doku nochmal anschmeissen. Kauft euch doch ein Boston Dynamics Roboterhund mit Schiessanlage der das Kind bewacht omg.
Hier wird nicht nach Überwachung gefragt. Der Fragesteller hat ein ganz normales Scenario. Vielleicht beschränken wir uns darauf Lösungen zu überdenken? Ich wollte bei meiner Antwort nur darauf hinaus das eben immer mal was passieren kann
Der Volständigkeit halber. Möchte ich empfehlen, mit dem Kind vertrauenspersonen zu besprechen, an die es sich wenden kann. Es kann auch helfen gelegentlich mit dem das Thema vertrauen anzusprechen, denn ein Kind muss ja auch lernen wie es Personen einschätzen kann. Was ist eine vertrauenswürdige Person und für welche Themen. Ausserdem wie geht man mit Problemen um.
Es lässt sich glaube ich nicht vermeiden, dass sich das Kind - auch wenn es einem beim problem wiedersinnig erscheint - sich schämt ein Problem den eigenen Eltern gegenüber zu benennen.
(Da hilft dann auch kein Handy)
Da kann es helfen, wenn es alternative personen (mehr als eine) hat, die auch die Eltern als Vertrauenswürdig betrachten.
Vorweg: wirklich vielen Dank für alle gut gemeinten Beteiligungen.
Obwohl der Tenor hier zwar grundsätzlich richtig ist, möchte ich dennoch kurz etwas einbremsen.
Meine Ausgangsfrage war rein technischer Natur.
Als Learning für mich, nehme ich mit, mich dahingehende zukünftig genauer auszudrücken.
Da ich weiß, dass sobald es um Kinder geht, eine Diskussion auch emotional aufgeladener ist, habe ich dies von Beginn an versucht einzuschränken.
Von meiner Seite aus wurde weder nach Erziehungstipps, noch um weitere Tipps im Schulalltag gebeten. In dieser Hinsicht besteht hier von meiner Seite aus kein Bedarf. Darf aber gerne in einem anderen Thread behandelt werden.
Nur als Hinweis: selbst zum Thema elektronischer Geräte allgemein habe ich mich mit Kinderpsychologie beschäftigt, wobei sich die Auswirkungen hier allerdings eher auf Smartphones beziehen, welche nach Empfehlungen erst ab einem Alter von 12 infrage kommen. Das war aber hier jedoch nie gefragt. Ich weiß daher um die Effekte, daher sollte eine Lösung her, welche sich möglichst ausschließlich auf die eingangs genannte Kommunikation beschränkt.
Mittlerweile bereue ich fast diese Frage hier gestellt zu haben.
Meine Empfehlung zu diesem Thema hat sich seit Beginn dieses Austauschs nicht geändert. Es bleibt bei dem Nokia 105 4G.
4G da ab dem 30. Juni 2028 2G schrittweise abgeschaltet wird und bis zu einem Smartphone des Kindes noch mindestens 6 Jahre liegen. (zumindest laut Empfehlungen soll das frühestens ab 12 geschehen).
Wo oder was die Schule ist und wie und wann das Gerät benutzt wird stand nie zur Debatte.
Die Entscheidung ist nun Folgende:
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Das besagte Gerät mit FDN beschränkten Nummern.
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Beim Anbieter ist eine ACR sperre nach § 15 Abs. 1 Satz 2 TDDDG beantragt. (Danke an @Kladderadatsch für den Hinweis)
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Dem Netzanbieter Tracking wurde widersprochen.
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Der “Verarbeitung von Daten mit gesetzlicher Erlaubnis” wurde widersprochen.
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Der Einwilligungen für werbliche Zwecke wurde widersprochen.
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Das Internet wurde sowohl auf dem Gerät als auch beim Anbieter gesperrt.
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Drittanbietersperre und Sonderrufnummer sind gesperrt.
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Auf den Schnellwahltasten sind Nummern eingespeichert. Diese können anrufen und angerufen werden.
Gründe:
- Ein Gerät wird benötigt.
- Fußfessel (Uhr) am Handgelenk kommt nicht infrage
- Gute Akkulaufzeit
- keine Kamera
- Kein Gerät zum Spielen, auch kein indirekter Ablenkungsfaktor durch Neugier.
- Es fallen nahezu keine Daten an.
Zumindest weiß ich nicht, wie man das datenminimalistischer und kinderfreundlicher umsetzen kann, sofern eben Bedarf an einem Gerät besteht.
Danke nochmals für alle Beteiligungen.
Vielleicht noch der Vollständigkeit halber für zukunftige Besucher, die ihrem Kind ein Android-Smartphone bereitstellen, auch wenn es in dem konkrete Szenario mit dem Nokia 105 4G nicht verwendet werden kann: Es gibt die App SpamBlocker in F-Droid mit der sich Regeln zum Ablehenen und Zulassen von Anrufen festlegen lassen. Laut Bericht von heise (Paywall) lassen sich damit z.B. auch Einschränkungen auf Basis von regulären Ausdrücken erstellen und es können beispielsweise nur Anrufe mit einer bestimmten Ortsvorwahl zugelassen werden.