Elektronisches Rezept - und alle hören mit

Die Verordnung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist nun nur noch in Ausnahmefällen auf Papierrezepten zulässig.

Quelle: TK: Welche Rezepte gibt es?

  • Jedesmal in der Praxis diskutieren, dass man eine Ausnahme haben will und nur das klassiche rosa Papierrezept akzeptiert?

  • Die behandelnden Ärzte werden mit Sicherheit einen Medikationsplan erstellen; der ist online auch in anderen Praxen abrufbar.

  • Verschriebene Medikamente holt man (außer im Ausnahmefall) mit der Krankenkassenkarte in der Apotheke ab.

Meine Sicht der Dinge: Nach meinem Verständnis sind die Daten sowieso online in einer Datenbank gespeichert, unabhängig davon, ob ich die E-Rezept-App nutze oder nicht (die Nutzung ist frewillig). Dann kann ich doch eigentlich auch die App nutzen, um die Rezept-Bestellung kontrollieren zu können? [natürlich nur, sofern keine Verbindunegn zu Trackern wie Google Firebase zwingend erforderlich sind]

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Wow! :hushed_face: Dort steht:

tk.de: „Seit dem 01.01.2024 werden verschreibungspflichtige Arzneimittel als E-Rezept verordnet und nur in Ausnahmefällen wie z. B. bei Betäubungsmittel-Verordnungen als Papierrezept.“

Davon habe ich nichts mitbekommen und 2024 weiterhin Papierrezept für verschreibungspflichtige Arzneimittel Betäubungsmittel-Verordnungen bekommen. Weil ich Privatversichert bin? :thinking:

tk.de: „Wenn Sie sich auf Versichertenkarte behandeln lassen, verordnet Ihnen die Ärztin oder der Arzt verschreibungspflichtige Medikamente als E-Rezept.“

Ich nutze die „Versichertenkarte“ nich, liegt es daran?
Und als Selbstzahler, hole ich die Medizinkosten nicht von der KrankenK zurück. Da gibt es also auch keine Berührungspunkte mit Rezepten.

tk.de: „Die Verordnung von verschreibungspflichtigen Arzneimitteln ist nun nur noch in Ausnahmefällen auf Papierrezepten zulässig.“

Was ist gemeint? Wieder wie oben „Ausnahmefällen wie z. B. bei Betäubungsmittel-Verordnungen“?

Wow, :astonished_face: dass es soo schlimm ist ist mir entgangen!

Nachtrag:

Nein, bei mir wird nichts in der Cloud gespeichert… Oder doch bald wegen OneDrive Windows etc.?

Ich ging mal soweit, dass wir wegen Bluttest, für die Einsendung ins Labor, einen anderen Namen angegeben haben… und der Arzt mach die Anamnese noch auf Papier…

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Zumindest bzgl ePA sind Privatversicherte privilegiert. Deren Daten werden mittels ePA auch nicht der “Forschung” überantwortet.

U.a. Tochterfirmen der US-Datenkraken mutieren plötzlich zu “Forschungsunternehmen”, hörte ich.

Zufällig die meisten Entscheider, also die bestimmt haben, dass “AOK-Schweine” (Meme für Gesetzlich Versicherte) sich gefälligst der ePA zu bedienen haben, sonst widersprechen müssen, Privatversicherte.
Wieviel dieses “Widersprechen-müssen” finanziell bewirkt, können wir daran feststellen, dass Google angeblich jährlich 20 Milliarden dafür bekommt, dass die Google-Suche auf Apple-Geräten vorinstalliert wird, d.h. . wenn sogar die ach-so-tolle Suchmaschine Google nicht FREIWILLIG in ausreichendem Maße von den Apple-Nutzern gewählt/installiert wird, sondern vorinstallliert werden muss, dann wissen wir, wieviele sich FREIWILLIG die ePA wählen würden.

(Für chronisch Kranke etc. kann die Risikoabwägung durchaus zugunsten der ePA ausgehen, nicht aber für Otto Normalo.)

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Du meinst vermutlich dass Privatversicherte einwilligen dürfen statt widersprechen müssen?
Ansonsten ist mir kein Unterschied bekannt, also wenn ePA dann auch Forschung.

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Bietet überhaupt jede private Krankenversicherung eine ePA an?

Meine (noch) nicht. Ist aber evtl. für die Zukunft geplant.

Ok.

Mal sehen ob es dann Opt Out oder Opt In wird.

Bin gespannt wieviele Datenlecks es in den ersten 12 Monaten geben wird.

Der CCC sollte ja eine Auge darauf haben.

Habe gerade gesehen, dass meine Versicherung seit dem 11.08.2025 die ePA anbietet.
Opt In. Es braucht eine (lebenslang gültige) Krankenversichertennummer (KVNR). Diese muß erst beantragt werden. Entweder in der PKV-App oder schriftlich über ein Antragsformular. Die KVNR hat nicht mit der eigenen Versicherungsnummer zu tun.

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ich hätte es haben können, hab aber erstmal nach dem Sicherheitskonzept gefragt und das nicht bekommen… inzwischen weiß ich durch die Videos beim CCC u.ä., dass die ePA voll an Löchern ist.

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Ja.
Hier noch der Beleg dafür, dass Apple wohl an die 20 Mrd jährlich an Apple zahlt, um ein “OptOut” bzgl. Google-Suche installieren zu lassen:

https://www.heise.de/news/Fuer-Suche-in-Safari-Google-zahlte-Apple-2022-wohl-20-Milliarden-US-Dollar-9705490.html

(Kann man deshalb eigentlich sagen: Apple verkauft die (Such-)Daten seiner Nutzer an Google? Denn natürlich ist die Google-Suche für Google das wohl beste Instrument zum Tracking.)

Und ich meine, dass es bzgl Übermittlung an Unternehmen der “Forschung” kein OptOut für Gesetzlich Versicherte gibt, sondern nur für Privatversicherte.

Doch, man kann der Nutzung der eigenen Daten durch die Forschung widersprechen.

Zuletzt gings ja mehr um die ePA als um das elektronische Rezept. Für den Thread dazu geht’s hier lang. (auch zu dem, was man noch so widersprechen kann, gibt’s da einiges)

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Ok, sorry, und danke für die Klarstellung/den Widerspruch!