Google Kontrolle mit GrapheneOS umgehen?

Hallo,

Google will ja demächst neue Maßnahmen einführen. Ich möchte aber nicht, dass man auf meinem Gerät ungefragt etwas installieren, überprüfen oder löschen kann. Da GrapheneOS in dieser Hinsicht so gelobt wird, wollte ich mir ein Pixel holen. Aber kann man diese Maßnahmen wirklich umgehen, indem man auf googlebasierter Hardware einfach GrapheneOS oder eine andere ROM installiert oder hat Google trotzdem noch Möglichkeiten Änderungen vorzunehmen?

Welche Maßnahmen?

Du meinst wahrscheinlich die neue Entwickler-Verifizierung.

Ja, die kannst du mit GrapheneOS umgehen, das ist davon nicht betroffen.

Das ist ja das schöne an GrapheneOS, niemand kann ungefragt (bei den anderen Phones eigentlich auch nicht) etwas installieren (außer die Geheimdienste…). Aber GrapheneOS bietet sehr hohe Sicherheitsstandards, in der Basis Version die höchsten die man als Privatperson bekommen kann.

Falls man sich an Google stört, es kommt demnächst ein Motorola mit GrapheneOS auf den Markt.

Das einzige was ggf. geringe Datenmengen abgreifen könnte, wäre ein hiddenOS.
Hier werden vielleicht einige deiner Fragen beantworten: https://web.archive.org/web/20250422150515/https://www.privacy-handbuch.de/handbuch_70g.htm

„demnächst“ ist ja relativ :wink: gibts dazu schon etwas Neues? Habe aktuell nix gesehen…

Welche Basis-Version? Es gibt nur eine Version.

Wenn es das wirklich gäbe, wäre das in den Netzwerkverbindungen aufgefallen. GrapheneOS dokumentiert die Standardverbindungen eines GrapheneOS-Geräts.

Wusste gar nicht, dass Geheimdienste bei GrapheneOS einfach so etwas installieren können /s. Wo hast du denn das aufgeschnappt?

Danke für die Fragen:

Stimmt, es gibt nur eine, damit gemeint war die Version, die bei Erstinstallation zu sehen ist, jede weitere App stellt ein zunehmendes Risiko dar. (oder gibt es eine Zertifizierung?)

Hatte extra vorbehaltlich formuliert…man beachte könnte!

Bei GOS auf X, im AFU Modus, ggf. entsperrt bei Grenzkontrolle (Diskussion Duress PIN) könnte ein Dienst, wenn das Phone per USB angeschlossen wird (Quelle auf X - GOS) etwas aufspielen.

Sind die Informationen flasch, bitt korrigieren.

2027

Natürlich kann/könnte auf ein entsperrtes GOS etwas installiert werden (lokal). Über Internet eher weniger.

Ich hatte es jetzt so verstanden, dass es einmal entsperrt und wieder gesperrt wurde (AFU). Oder wie meintest du das, @Flow ?

Davor sollten ja die USB-Einstellungen einen gewissen Schutz bieten können, hoffe ich doch.

Wie ist es über Mobilfunk? War da nicht mal was?

Im Ausgangspost ging es nur um Google, mit der GOS Installation ohne die Nutzung weiterer Apps ist man max. degoogled unterwegs.

In der Diskussion auf X bezüglich der US Grenzkontrolle wo jemand mit Hilfe der Duress PIN sein Handy löschte, meinte GOS, dass wenn man sein Handy auf Anweisung der Beamten entsperrt, diese das Gerät dann an Ermangelung von Fachkompetenz im entsperrten Zustand an einen PC anschließen, mit einer Software auf das Gerät zugreifen um es zu durchsuchen. genau da liegt die Gefahr.

Ach so ja: entsperrt währe dann wirklich entsperrt.

In BFU oder auch AFU (mit usb-c deaktiviert/nur laden) kommen sie wahrscheinlich gar nicht rein.

Das weiß ich nicht, aber die Grenzkontrolle macht wohl keine Telefone über das Mobilfunknetz auf. Die lassen uns im Zweifel einfach nicht ins Land.

Richtig → mit Pin entsperrt → Game Over da hilft nichts.

Klar, dann ist man verloren. So einem Gerät würde ich nicht mehr trauen.

Das war ja die Frage: Ja es funktioniert Graphene ohne Playservices, da kann Google nichts verstellen oder blokieren, nutze ich selbst so.

Nein, dass war eher allgemein gemeint (als theoretisches Einfallstor für Schadsoftware).

Die Frage wäre: würdet ihr so einem Gerät wieder trauen, nachdem es neu mit GOS geflasht wurde?

Gute Frage!

  • Graphene Pixel: Ja
  • Laptop: Nein

Hoffentlich bleibt mir so was erspart.

Der aktuelle Fall von Juan Bronco zeigt doch gut, wird ein Pixel mit GOS per Kabel an einen PC angeschlossen, zudem entsperrt, kann man es infizieren. Bronco sah es durch Zufall, weil offenbar jemand einen Fehler machte.

Das zeigt der Fall eben noch nicht. Bisher ist nur klar, dass veränderte Kontakte zum Smartphone synchronisiert wurden. Eine Infektion ist das noch nicht.

Die forensiche Untersuchung in dem Fall steht noch aus. Bronco hat es aber so auf X geschrieben - Laien dürfen das :wink:

Mit einem entsperrten Phone kann man alles machen. Das ist jetzt kein Kunststück

Nachdem es Dir in Deinem extra dafür eröffneten Thread nicht gelungen ist, diese Falschbehauptung aufrecht zu erhalten, denkst Du, Du kannst es hier versuchen?

Hat er eben nicht! Auch das habe ich Dir schon in Deinem Thread detailliert dargelegt: In seinem ersten Post hatte er vermutet, dass der Mossad sich mit seinem Handy „amüsiert“ hätte. Schon ca. 4 Stunden später hat er sich korrigiert, dass die „Infektion“ auf seinem Computer geschah, dabei mutmaßlich versehentlich auf diesen Kontaktdaten hoch geladen wurden statt extrahiert und diese später offenbar ganz regulär mit seinem Handy synchronisiert wurden. Daher:

Genau. Ob bei einer Übertragung von reinen Kontaktdaten überhaupt eine Infektion oder Kompromittierung in irgendeiner Weise möglich wäre, halte ich für fraglich. Und selbst wenn -oder dabei noch irgend etwas anderes passiert sein sollte, gibt es in dem Fall bislang keinerlei Hinweis darauf.

Mal sehen, ob da noch was kommt. Wie erwähnt, hat Bronco bereits korrigiert, dass nicht sein Handy, sondern sein Computer kompromittiert wurde.

Dass Du in Deinem ursprünglichen Thread nicht weiter darauf eingehst, sondern offenbar versuchst Deine falschen Claims in anderen zu wiederholen, macht sie nicht wahrer und wird es auch nicht; es spricht eher Bände!