Gründe für Fristverlängerung zu Anfrage nach Art. 15 DSGVO

Hallo,

bei meinen Anfragen nach Art. 15 DSGVO habe ich wiederholt Texte wie diesen erhalten, mit dem die übliche Antwortfrist ausgehebelt werden soll:

"Wir bemühen uns Ihre Anfrage schnellstmöglich zu bearbeiten. Leider kann es unter Berücksichtigung der Komplexität und vor allem aufgrund der Anzahl von Anfragen die momentan erhält,
dazu kommen, dass sich die Bearbeitung etwas verzögern wird. Leider können wir die gesetzliche Frist von 1 Monat nicht einhalten.

Daher teilen wir Ihnen gern. Art. 12 Abs. 3 S. 2 DSGVO mit, dass die Bearbeitung Ihrer Anfrage bis zu 3 Monate in Anspruch nehmen kann (beginnend ab Eingang Ihrer Anfrage)."

Was bei dem hier vorliegenden Vertragsverhältnis der vergangenen 2 Jahre Komplex oder aufwändig sein soll erschließt sich mir nicht. Ich gehe davon aus, dass dem Telekommunikationsanbieter alle Vorgänge in elektronischer Form vorliegen.

Gibt es Fundstellen, aus denen sich zulässige Fristverlängerungen zur Auskunftserteilung im Zusammenhang mit Art 15 DSGVO ablesen lassen ?

Vielen Dank für’s Lesen und helfende Hinweise,
Sven

Du übersiehst eine wichtige Sache.
Art. 12 Abs. 3 DSGVO sagt:

Der Verantwortliche stellt der betroffenen Person Informationen über die auf Antrag gemäß den Artikeln 15 bis 22 ergriffenen Maßnahmen unverzüglich, in jedem Fall aber innerhalb eines Monats nach Eingang des Antrags zur Verfügung.

Es muss nur über die ergriffenen Maßnahmen innerhalb dieser Frist Bescheid gegeben werden. So auch Gola:

Sofern die betroffene Person ein Katalogrecht nach den Art. 15–22 geltend macht, sieht Art. 12 Abs. 3 S. 1 Alt. 1 zunächst die unverzügliche Statusmeldung vor.
(Gola/Heckmann/Franck, 3. Aufl. 2022, DS-GVO Art. 12 Rn. 25)

Das hatte ich noch nie, entweder gar nicht reagiert,verweigert oder Auskunft erhalten.
Aber das Recht haben die, aufgeschoben ist nicht aufgehoben, Termin im Kalender machen und dann warten. Melden würde ich mich solange nicht mehr.