ich möchte seit Längerem meinen HomePod aus Datenschutzgründen durch klassisches HiFi-Equipment ersetzen. Mein Setup besteht aktuell aus einem HomePod in Kombination mit einer Apple TV Box und LibreELEC Raspi.
Der Vorteil klassischer HiFi-Geräte ist offensichtlich: Verstärker, Receiver und Stereo-Lautsprecher sind nicht vernetzt und senden keinerlei Daten an den Hersteller. Leider gibt’s zwei Probleme:
Kosten: Gute HiFi-Geräte sind im Vergleich zum HomePod deutlich teurer.
Stromverbrauch: Anstatt eines einzelnen Geräts braucht man mehrere Komponenten (Verstärker, Lautsprecher, ggf. Quelle), die jeweils einen eigenen Stromanschluss benötigen.
Hat jemand von euch eine datenschutzfreundliche Alternative gefunden, die bezahlbar bleibt und nicht gleich fünf Steckdosen belegt? Freue mich über Empfehlungen!
Gut Hifi-Geräte kannst du mit etwas Glück günstig auf Kleinanzeigen erhalten. Kommt etwas auf die Gegend an wo du dich befindest. Oder bei Haushaltsauflösungen.
Deutlich gesagt: Chancen in „Wohlstandsregionen“ sind natürlich besser als in „Armutsregionen“.
Das hängt halt auch von deinem Anspruch ab. Guten Klang gibt es schon für 2.000 Euro. Die letzten 15% Klangqualität steigen im Preis dann exponentiell an.
Der Hi-Fi-Händler meines Vertrauens hat vor einigen Jahren selbst eine Anlage für 2.000 Euro zusammengestellt, die in Fachkreisen hochgelobt wurde. Die habe ich aber auf seiner Seite nicht mehr gefunden. Vielleicht findest du aber auch sonst etwas, das dich interessiert. Ich kann Krieger Max fachlich sowie menschlich uneingeschränkt empfehlen.
Passivlautsprecher (das sind die meisten), die an einen Verstärker angeschlossen werden, brauchen keinen Stromanschluss. Aktivlautsprecher haben einen eingebauten Verstärker, brauchen einen Stromabschluss und werden an einen Vorverstärker angeschlossen.
Nun ja, einen gebrauchten Thorens TD 320 gibt es beispielsweise für rund 500 Euro. Noch eine gute Nadel für 500 Euro dazu und man hat einen wirklich sehr guten Plattenspieler. Allerdings sollte man schon beim Verstärker darauf achten, dass ein MM/MC-Eingang vorhanden ist, da ansonsten noch ein Phono-Vorverstärker benötigt wird. Das trifft jedoch praktisch auf alle Plattenspieler zu.
Das hat meine an einem generalüberholten TD 320 gekostet. Es ginge aber natürlich auch deutlich günstiger.
Hm, ich habe gerade nachgeschaut, was ich für meinen bezahlt habe. Der ist in den letzten Jahren nur um 50 Euro teurer geworden. Es scheint also nicht grundsätzlich so zu sein. Ich muss aber zugeben, dass mich das jetzt schon ein wenig wundert. Ich hätte tatsächlich mit deutlich mehr gerechnet.
Mit einem Bluetooth-Sound-Adapter mit analogem Ausgang zum Anschluß an den AUX-Eingang des Verstärkers. Z.B. TP-Link für 30-40 Euro oder eben bessere mit dann auch besseren Klangeigenschaften (sprich bessere BT-Soundcodierung, mehr mögliche Sampleraten,…)
Am Handy kannst du dann per BT mit dem Soundadapter verbinden und mit dem Player deiner Wahl Musik über die Stereoanlage hören.
Als einen weiteren Vorteil, wenn man Platte, CD oder Kassette nimmt, dass man Musik bewusster hört und nicht einfach vor sich hindudeln lässt. Der Tonträger ist zu Ende gehört, ein neuer will auf- oder eingelegt werden, etc. und man muss auch mal wieder daran denken, was man hören will. Und die Reihenfolge der Songs auf einer Platte folgen - nicht nur bei klassischer Musik - teilweise einer Geschichte wie z.B. bei Pink Floyd - The Wall und es ist ein Mehrgewinn sich solche Werke komplett anzuhören und nicht wie bei "Die besten Hits der … " immer wieder das gleiche Lied einer Platte zu hören. Und dann sind da noch die Infos - insbesondere bei Platten und CDs in den Hüllen - mit Songtexten, Fotos, etc. … Komme gerade wieder ins Schwärmen über die Zeiten, als Musik mehr als eine Playlist auf Spotify war.
Wenn man sich unsicher ist, dann nimmt man einen Experten des Vertrauens mit.
Amps (Verstärkern) halten auch nicht ewig, insbesondere die Potis und Kondensatoren geben mal gerne den Geist auf. Das kann ein Fachmann oder wenn man weiß was man tut auch man selbst reparieren.
Tunerbausteine werden irgendwannmal wegen digitalem Rundfunk nicht mehr funktionieren. Da im Radio aber auch viel Mist kommt ist das jetzt für mich nicht der Verlust.
Einen MM (Moving Magnet) Eingang für die klassischen Nadeln hat jeder Verstärker. Die Frage war immer, ob der Verstärker auch MC (Moving Coil) kann. Letztere waren meist eine Empfehlung in den bekannten Hifi Zeitschriften, weil die Nadel eine geringere Masse und damit einen besseren Klang haben sollte.
Wenn du niemanden findest, der die Kombination hat dann solltest zu schauen, ob du die Probehören kannst.
Und: Bei Verstärkern darauf achten, dass die Impedanz passt.
Ich nutze einfach einen dieser schönen und gebraucht günstigen 70er-Jahre-Verstärker mit schönen Holzboxen. Daran hängt lediglich ein Raspi mit HifiBerry-DAC und IR-Fernbedienung. Darauf läuft mpd bzw. MyMpd. Mehr brauche ich nicht. Aber da gibt es sicherlich noch weitere tolle Software für Musikliebhaber.
Den Raspberry kann man dann auch noch als Bluetooth-Empfänger nutzen, falls zwischendurch noch andere Geräte (Handy) Töne über die Boxen abspielen sollen.
Das ist eine berechtigte Frage! — Ich für meinen Teil habe meinen eigenen Kommentar gepostet, nachdem z.B. Preise für Plattenspieler-Nadeln diskutiert wurden…
…
Überspitzt hätte ich auch schreiben können: Kauf irgendeine HiFi-Anlage/Media-Player — mit oder ohne Internet… — und falls Internet, dann nutze ebendieses nicht! — und schließe (gute) Kopfhörer an: fertig.
So lange nicht klar ist, was das Quellmedium ist, kann viel gerätselt werden.
(Und Kopfhörer sparen Platz und vernachlässigen das (große!) Problem der Raum-Akustik — haben natürlich wiederum andere Probleme.)