Ich hab's getan - von Windows zu Linux

Ich finde es ehrlich gesagt nicht schlimm wenn man aus Gründen Windows nutzt. Für mich ist es einfach ein Versuch jetzt. Ich werde eventuell auch nochmal einen Mac testen (zum 2. mal)

Tja ja…

Umso restriktiver die Policy, desto weniger bleibt halt am Ende übrig!

Es mag Gründe dagegen geben:

  • Microsoft (Ökosystem i.A., OS i.B.)
  • Apple (Ökosystem i.A., OS i.B.)
  • Google (Ökosystem i.A., OS i.B.)
  • Linux (ohne besondere Auswahl der Distribution oder weitere Maßnahmen der Härtung)
  • Microsoft (Anwendungssoftware)
  • Adobe (Anwendungssoftware)
  • z.B. die Android App Obtainium

Kurzes Feedback. Bislang vermisse ich Windows nicht und auch Linux Mint tut seinen Dienst. Ich muss dazu allerdings sagen das ich sehr wenig mit dem Laptop arbeite und auch noch ein Macbook, Ipad, iphone nutze. Privat dann eher GrapheneOS und Linux. Aber immerhin, Windows gibt es nicht mehr und ich vermisse es nicht. Die Feinheiten muss ich natürlich noch nach und nach erledigen und anfänlich hatte ich das ein oder andere Problem da ich vergessen hatt mich um Festpattenverschlüsselung, secure boot und co zu kümmern. Aber nach einer schnellen Neuinstallation gleich in den ersten Tagen lief alles super und das tut es auch immer noch. Ich würde sagen das experiment ist gelungen und ich kann es weiterempfehlen.

Nicht zu empfehlen für Umsteiger und oder Anfänger,
wenn man nicht einen Linux Menschen an der Hand hat, der mal eben das Problem in 4 Stunden lösen kann. Mehrmals erlebt, dass ein Forum manchmal nicht ausreicht, die Antworten zu lange dauern, man ggf. gar nicht ins Netz kommt.

Als Beginner habe ich mal eben eine Partition löschen können im laufenden Betrieb, das hat einiges zerschossen. Das andere Mal schnell mal ein Backup machen, aber die Platte war zu klein, ich komm da immer noch nicht rein.

Daher auf dem Desktop langsam umsteigen. Du braucht mindestens 3 Datenträger.
1x Linux, 1x Windows oder Linux, 1x Backup.
4-8 Wochen Zeit zum Umsteigen.

Ich habe 2 OS’ als Sicherheit darunter ein Windows 10 und 2-3 Backups, bin jetzt 1,5 Jahre auf Linux.

Ich finde das kommt immer ganz auf den Anfänger/Umsteiger an. Für manche Menschen ist ein harter Schnitt der bessere Weg, während andere sich lieber langsam umgewöhnen wollen.

Wenn man schnell etwas haben will, das direkt funktioniert, dann würde ich grundsätzlich empfehlen, die Standardeinstellungen zu nutzen und nicht an Dingen wie der Festplattenbelegung, Bootloader, usw. etwas zu ändern.

Das erste was ich damals gemacht hatte, war mir die Dokumentation querzulesen, um einen Überblick über die Möglichkeiten und Optionen zu bekommen. Dann habe ich alles auf Standardeinstellungen gelassen und es erst mal ne Zeit lang so benutzt und mich daran gewöhnt.

Wichtige Daten sollte man unabhängig vom Betriebssystem zusätzlich sichern wie auf einer externen Festplatte oder ähnlichem (zumindest habe ich es damals so gemacht :sweat_smile:).

Wenn das für dich gut so funktioniert hat, dann ist es deine passende Strategie gewesen.

Ich hätte das so vermutlich nicht machen können, weil ich mich kenne. Ich wäre häufiger, wenn mal was nicht so funktioniert oder nicht schnell genug geht, wieder zu Windows zurückgegangen, da der Schweinehund bei mir dann vermutlich gesiegt hätte.

Für mich persönlich war ein harter Schnitt die bessere Option.

Aber so unterschiedlich sind Menschen eben. Schlussendlich bleibt nichts anderes übrig, als das jeder Anfänger/Umsteiger durch Versuch/Fehler selbst eine für sich passende Umstiegsstrategie findet.

Ich habe immer eine Alternative zur Absicherung. So etwas ist immer sehr wichtig. Ich bin nur bei Linux Neueinsteiger mit anderen Betriebssystemen bin ich relativ fit würde ich jetzt mal behaupten :slight_smile: von daher war es eher geringes Risiko. Mein schlimmster Feind ist eher das „endlich machen und nicht nur reden“

Ich nutze nun halt nur kein Windows mehr und das ist auch gut so. Windows war für mich irgendwann einfach das was ich nie haben wollte… Da war es einfach mal an der Zeit zu handeln

Ich bin auch auf dem Weg hin zu Linux und suche bisher noch „meine“ Distri. Angefangen bei Mint über MX Linux hin zu Fedora Kinoite bin ich gerad ebei openSUSE gelandet. Fest steht, dass mir der KDE Desktop bisher am meisten zusagt und ich eine rolling Distri haben möchte.

Mal sehen wo mich es am Ende hinträgt.

Ich habe auch so ziemlich alles durchprobiert und bin am Ende bei Debian-basierten Systemen hängen geblieben – also Debian, Ubuntu, Mint und alles, was APT nutzt. Für Spezialfälle auch mal Kali, wobei das eher ein Werkzeug als ein klassisches Desktop-System ist.

Ein echtes Rolling Release gibt es in der Debian-Welt allerdings nicht. Man kann sich das mit Debian Testing oder Unstable (Sid) zwar annähern, bekommt damit auch recht aktuelle Pakete, aber das ist eher ein Kompromiss als ein „echtes“ Rolling-Modell.

Bei Rolling-Releases kommt noch dazu, dass größere Versionssprünge (Major-Release-Updates) automatisch mitgehen. Im produktiven Umfeld kann das schnell Probleme machen – PHP ist da ein klassisches Beispiel, wenn plötzlich eine neue Major-Version kommt und Dinge nicht mehr laufen.

Das sind allerdings eher Themen aus dem Serverbereich. Für einen Desktop ist das in der Regel weniger kritisch, solange man sein System im Blick behält.

Wenn mit echtes eines direkt von Debian gemeint ist, so gibt es das nur in Form vom erwähnten Sid. Das ist für Einsteiger aber nicht unbedingt zu empfehlen. Je nachdem welche Software man installiert und benötigt, kann es da häufiger zu Problemen mit den Dependencies kommen.

Wenn es um eine unabhängige Distro auf Debian-Basis geht, so gibt es seit Jahren Siduction.
Das ist eine richtige Rolling-Release-Distribution bei der die obengenannten Probleme mt Sid nicht oder nur sehr selten auftreten.
Das habe ich mal 3 Jahre auf einem Notebook verwendet, lief in der Zeit sehr gut.
Siduction-Webseite: https://siduction.org/de/

Siduction nimmt einem zwar viel Arbeit ab und macht Sid alltagstauglicher, die eigentliche Rolling-Basis bleibt jedoch Debian Unstable mit allen Vor- und Nachteilen. Debian Sid selbst ist imho nicht primär als Rolling-System für Endnutzer gedacht.

Ein „echtes” Rolling-System wie beispielsweise Arch sorgt dafür, dass das System als Ganzes kontinuierlich lauffähig bleibt. Sid hingegen nimmt zwischenzeitliche Inkonsistenzen in Kauf, da es primär als Baukasten für das nächste Debian konzipiert ist.

Siduction versucht zwar scheinbar, diese Lücke zu schließen, aber eben ohne die Basis wirklich zu verändern. Wenn in Debian Sid gerade eine größere Transition läuft, betrifft das Siduction vermutlich genauso. Wenn Pakete mal kurzfristig inkompatibel sind, kann das auch in Siduction passieren.

Ich habe Siduction selbst noch nicht getestet, aber von Kollegen habe ich gehört, dass es für seinen Zweck sinnvolle Defaults verwendet und Debian Unstable alltagstauglich macht, indem es die Basis mit Konfiguration, Tools und Nutzerführung so aufbereitet, dass man es komfortabel nutzen kann. Die Paketbasis von Siduction bleibt aber unverändert Debian Unstable.

Die Grundaussage bzgl Debian ist sicherlich zutreffend, allerdings habe ich wie erwähnt 3 Jahre kein Problem gehabt und ich verwende als Entwickler zusätzlich viele Pakete aus mir bekannten Drittquellen. Das erhöht das Risiko von Inkompatibilitäten enorm und es gab dennoch keine Probleme. Möglich, dass es 1-2x Fehlermeldungen wegen Abhängigkeiten beim Update gab.
Das OS hat aber ohne jegliche Fehler weiter funktioniert und kurz Zeit später lief das Update mit neueren Paketen wieder durch.

Arch möchte nach meiner Erfahrtung zwar dafür sorgen, das das System kontinuierlich lauffähig bleibt. Aus eigener Erfahrung und der meiner Kollegen funktioert das in der Praxis gerne mal nicht. Von diesem System und Derivaten wie Manjaro u.ä. würde ich vor allem als Einsteiger größtmöglichen Abstand halten.

Wie aber oben bereits von anderen erwähnt: Wichtig ist der Verzicht auf das Windows-OS.

Arch läuft erstaunlich gut und ist ziemlich stabil. Hatte über die letzten Jahre nichts, wodurch das System unbootbar wurde, was an Arch lag. Archs Stabilität und Flexibilität zeigt sich vor allem dann, wenn man viel am System verändert. Ich habe den Eindruck, dass das von den Entwicklern und dem Arch-Wiki mehr berücksichtigt wird, als auf anderen Systemen.

Nur um mal ein Beispiel für Archs Flexibilität zu nennen: Fedora und Arch haben ungefähr die gleiche Nutzerzahl. Fedora wird außerdem von RHEL unterstützt. Trotzdem schafft es Arch 6 offizielle Linux-Kernel zu maintainen, Kernels aus dem AUR oder von Downstream-Distros, die man auch verwenden könnte, noch gar nicht hinzugerechnet, während Fedora es nur schafft einen Kernel offiziell zu unterstützen.

Da kann ich allein schon aus Mangel an Erfahrung nicht wirklich widersprechen. Ich habe von meinen Kollegen auch nichts Schlechtes darüber gehört. Ich habe die Finger bislang eigentlich nur deswegen von Sid gelassen, weil es für meinen Einsatzzweck nicht das passende Release ist. Daher habe ich mir über Siduction nie wirklich Gedanken gemacht.

Definitiv. Arch ist super, aber nur, wenn man vorher schon weiß, warum gerade nichts mehr funktioniert. Es überlässt einem die Kontrolle, aber auch die Verantwortung. Wenn etwas schiefgeht, wird erwartet, dass du das Problem selbst löst. Ich nutze es auch nur aus akademischem Interesse, wenn ich mal Lust habe, den ganzen Voodoo so mancher Assistenten zu entzaubern. Wer zu Fuß geht, sieht zwar viel, kommt aber auch nicht wirklich zügig vorwärts.