Am einfachsten nutzt du den WebDAV-Zugang auf deiner Nextcloud-Instanz. Das kannst du dann sowohl unter Linux als auch mit Keepass2Android einbinden, sodass beide auf dieselbe Datei zugreifen.
Schreibend von mehreren Geräten und der Cloud auf die selbe Datei zuzugreifen hört sich nach einem guten Weg an um Daten zu verlieren. Hat Keepass2Android Mitigations um Datenverlust zu verhindern? Wie sieht es mit dem Gegenstück KeepassXC aus?
Wenn ich mich recht erinnere, erkennt Keepass2Android externe Änderungen und bietet an, diese zusammenzuführen. Sollte man aber nicht machen, während KeepassXC gleichzeitig geöffnet ist.
Allerdings nutze ich diese Lösung schon länger nicht mehr, da das Teilen von einzelnen Passwörtern quasi unmöglich ist, und bin auf Bitwarden umgestiegen.
Das ist doch aber genau der Punkt. Alle Programme die auf die selbe Datei zugreifen müssen dafür ausgelegt sein Änderungen zu erkennen und diese zu lösen ohne dass Daten verloren gehen. Ansonsten sollte man das tunlichst vermeiden, wenn einem seine Passwörter etwas Wert sind. KeePassDX kann es beispielsweise nicht.
Ja, da gebe ich dir vollkommen recht. Die meisten Keepass-Produkte legen den Fokus nicht auf Synchronisierbarkeit und gerade KeepassXC weiß in dem oben beschriebenen Szenario gar nicht, ob es sich um eine lokale Datei oder einen WebDAV-Mount handelt.
Kann jemand diese Frage außer für XC auch für Keepassium oder Strongbox für iOS beantworten? Habe meine KDBX-Datei früher immer als „read-only“ über WebDAV mit Owncloud verbunden. Seit einiger Zeit im Read-/Write-Betrieb und noch nie mit Versionskonflikten oder Datenverlust. Kann allerdings sein, dass ich das von @Stephan beschriebene Szenario noch nicht hatte (Schreiboperation mit iPhone oder iPad, während gleichzeitig auf dem Desktop XC geöffnet ist).
Gut immerhin, dass ich regelmäßig versionierte Offline-Backups mit Duplicati ziehe. Aber irgendwann frisst sich auch da im Fall der Fälle ein korrupter Datenstand rein…
Ich suche eine vergleichbare Lösung ohne Nextcloud und würde es wie folgt umsetzen. Spricht etwas dagegen?
Meine KeePass-Datenbank soll zuverlässig auf Ubuntu und meinem GrapheneOS-Pixel verfügbar sein, auch offline – ohne Konfliktrisiko durch Änderungen auf beiden Geräten. Syncthing übernimmt eine echte, lokal spiegelnde Direktsynchronisation zwischen den beiden Geräten, genau wie es KeePassXC offiziell für die Cloud-Synchronisation empfiehlt.
Erweiterung: Cryptomator entschlüsselt den Tresor lokal auf jedem Gerät (KeePassXC auf Ubuntu, KeePassDX auf GrapheneOS via Cryptomator Android), sodass KeePass.kdbx nie unverschlüsselt über das Netzwerk läuft. Oder ist dies eher übertrieben und erhöht unverhältnismäßig die Komplexität?
Die Datei ist bereits verschlüsselt. Warum willst du sie noch einmal verschlüsseln?
Wenn du die Sicherheit erhöhen willst, leg besser eine Schlüsseldatei an, die du nicht über die Cloud synchronisierst, und die dann zusätzlich zum Passwort benötigt wird.
Also zur Zusammenfassung, manche sagen, die Synchronisation ist ein Problem zwischen Desktop und Android. Andere würden es vorschlagen via WebDAV. Wer hat denn Erfahrungen, dass die Synchronisation mit WebDAV gut läuft? Was haltet ihr von Bitwarden als Alternative?
Bisher benutze ich Proton Pass, möchte aber aus politischen Motiven mich von Proton langsam weg verlagern.
Als ich vor einiger Zeit eine Alternative zu Keepass gesucht habe, testete ich Bitwarden, 1Password und Proton Pass: Account erstellt, Passwörter importiert, Apps installiert, Browser-Extension eingerichtet.
Ich nutze seit Jahren KeePassXC mit Syncthing(-Fork) unter Linux (natürlich auch für Windows und macOS verfügbar) und Android und greife lesend und schreibend von beiden problemlos zu. Sync direkt verschlüsselt von Gerät zu Gerät. Ich synchronisiere noch andere Dinge mit Syncthing, stabilste Sync-Lösung, die ich je eingesetzt habe. Ich habe noch eine „Master-Instanz“ auf meinem NAS laufen, so ist immer alles gesichert. Syncthing selbst bietet auch Versions-Historie mit verschiedenen Strategien.
Es gibt bestimmt einige Nutzer die nie Probleme damit hatten. Da allerdings ein realistisches Szenario besteht, bei dem es zu Problemen kommen kann und man das oft erst zu spät merkt, würde ich lieber auf einen Passwortmanager setzen, der für Synchronisation ausgelegt ist, wie Bitwarden.
Ich nutze KeepassXC unter Windows und iOS mit einer Nextcloud von Hetzner. Früher war der Sync sehr fehleranfällig und hat oft nicht funktioniert. Inzwischen erkennt die iOS-App aber Änderungen vom PC und fragt, ob die Datenbank neu geladen werden soll. Als zweiten Faktor nutze ich eine Schlüsseldatei, die ich auf das jeweilige Endgerät exportiere.
Full ACK.
Früher™ habe ich immer Probleme mit der Konsistenz des Keepass Tresors (PW-Datenbank) gehabt. Vor vielen Jahren bin ich dann auf BW umgestiegen, und sogar auf ein bezahltes Konto aufgestockt. 100% zufrieden.
Übrigens: Der BW-Client und Vaultwarden (zum selber hosten) sind nicht nur FOSS, sondern BW unterzieht sich auch regelmäßigen (afaik jährlichen) unabhängigen Audits.
Leider gibt es für KeePassXC keine offizielle App, sondern nur Third-Party-Lösungen. Das von dir geschilderte Verhalten trifft aber auf Keepassium zu. Auf Strongbox vermutlich auch, der zweite Platzhirsch auf diesem Feld (gibt noch ein paar Drittanbieter mehr, die sich da tummeln).
Noch ein paar Erfahrungen:
Falls du nicht alle Einträge aus deinem Safe auf deinem Telefon herumtragen willst, sondern nur die, die du auch brauchst: KeeShare ermöglicht, in KeePassXC einen Teil in eine Datei exportieren, die dann mit dem Telefon Synchronisiert werden kann.
die Bitwarden-Unterstützung von Android erschien mir deutlich besser (ging auch für Apps besser, Felder richtig erkannt), als die von KeePass-Clients.