macOS: Reinstall bringt bei aktuellen Systemen kaum Mehrwert

Hi

Stimmt diese KI (Lumo+) Aussage für macOS?

Wer Updates regelmässig fährt, hat von einer Reinstall kaum Mehrwert – das ist eher ein Windows-95-Ritual

Ich habe gefragt ob Lumo+ 100% sicher ist

Regelmässige präventive Reinstall als Ritual: nutzlos, keine Researcher-Empfehlung – hier bleibe ich dabei.

Aus Security und Privacy Gründen, will ich regelmässig eine Neuinstallation machen.

Danke!

Es kommt immer auf den Einzelfall und den Kontext der Frage an.
Lumo hat hier eine der möglichen und wahrscheinlichen Wortkombinationen geliefert. Betrachtet man die Antwort, enthielten die Trainingsdaten möglicherweise auch Artikel der Computer-Bild, Chip, usw. oder diese wurden hoch gewichtet :slight_smile:

Schaut man sich eine typische MacOS-Installation nach einiger Zeit an, so erkennt man an dem in zahlreichen z.T. versteckten Unterverzeichnissen gelagerten Müll schnell, dass diese Aussage nicht den ganzen Sachverhalt abdeckt.

Eine Neuinstallation bietet alleine schon aufgrund des verfügbaren Speicherplatz einen unter Umständen auch deutlichen Mehrwert.

Diese Aussage ist schlichtweg falsch.
Seit Jahren bin ich auch im Mac TechNews-Forum aktiv und möchte zu der Frage, ob ein ‚Clean Install‘ sinnvoll ist, zu einem Thread in diesem Forum verlinken - der geschätzte Marcel Bresink bringt es auf den Punkt.

Ich arbeite auch seit 30 Jahren mit Mac, habe so ein Install auch nie gemacht. Nutze auch noch für produktive Arbeiten IMac aus 2010, 2014+ 2015.

Den aus 2015 mit Open Core Patcher auf 12.7.4 gebracht. Mehr macht wohl keinen Sinn.

Ja, durchaus!

Allerdings:

Das Löschen von Benutzerdaten ist davon getrennt zu sehen und schadet meist mehr als es nutzt. Es besteht auch immer die Gefahr, dass sich ältere Software nicht mehr neu installieren lässt. Ob Dinge falsch oder langsamer laufen, lässt sich in der Regel auch durch vorübergehendes Anlegen eines neuen Benutzer-Accounts prüfen.

Dass „Reste“ irgendetwas langsamer machen könnten, ist ebenso ein Mythos. Es mag natürliche Sonderfälle geben, wo kaputte Software unnötige oder unerwünschte Dinge im Hintergrund ablaufen lässt, aber das kann man auch ohne die Gefahren eines angeblichen „Aufräumens“ reparieren.

(ebendort)

Das könnte man durchaus in Betracht ziehen. I.d.R. wird ein System durch solche Reste nicht(!) langsamer (außer es laufen wirklich noch Dienste — das war mir vor Ewigkeiten mal mit einem Dienstprogramm von Google vorgekommen (das System war nicht „langsamer“, aber der Dienst lief, obwohl er mittlerweile überflüssig war), nachdem ich die eigentliche Google Anwendung (Google Earth?… ich weiß es nicht mehr) schon längst deinstalliert hatte. Das kann also tatsächlich sein. Ansonsten geht es halt darum, ob man es „sauber“ haben möchte (also den User-Apps Bereich).

Und was ich auch noch ganz naiv erwähnen möchte: wenn man das System ab und zu mal komplett neu installiert, kann man sich eventuell „gezwungen“ sehen, mal alle System-Settings komplett zu checken (und eventuell anzupassen). Da kann sich durchaus was ändern (sonst fallen im Laufe der Zeit mal welche weg oder kommen welche dazu… oder werden neu „sortiert“ — und man bekommt es kaum mit). Diesen Punkt sehe ich persönlich noch als tatsächlich wesentlich an: man beschäftigt sich dann halt mal wieder intensiv mit den Gegebenheiten des Systems.

Wie in dem verlinkten Beitrag beschrieben, kann das Löschen von Benutzerdaten bestehende Probleme beheben.
So kann ich von einer Merkwürdigkeit berichten, dass im Finder (Dateimanager) des Mac das iPad nicht mehr erkannt wurde.
Der Fehler war trotz umfangreicher Recherche und viel Zeitaufwand nicht zu beheben.
Bevor ich jedoch ein Clean Install durchführte, bekam ich im Forum den Tipp, einen neuen Benutzer anzulegen und zu prüfen, ob der Fehler weiterhin besteht.
Das neue Benutzerprofil war fehlerfrei - ein aufwendiges Clean Install konnte ich mir ersparen.
Nach einiger Zeit habe ich den alten Benutzer gelöscht und gut.

Daraus habe ich die Erfahrung gezogen, bei einem Problem mit macOS -
… zunächst versuchen das Problem zu fixen
… bei Nichterfolg neuen Benutzer anlegen
… bei Nichterfolg Neuinstallation

Ich mache eigentlich immer dann eine Neuinstallation, wenn ich auf neue Hardware wechsle. Nicht primär aus Security- oder Privacy-Gründen, sondern einfach, um mal wieder alte Zöpfe abzuschneiden und Ordnung ins System zu bringen. Tools, die ich längst nicht mehr brauche, endgültig loszuwerden, hat natürlich auch einen gewissen Sicherheitsaspekt. Weniger installierte Software bedeutet schließlich auch weniger potenzielle Angriffsfläche. Gerade alte Hintergrunddienste, Systemerweiterungen oder unnötige Berechtigungen verschwinden bei der Gelegenheit gleich mit.

Allerdings muss ich dazusagen, dass meine Systeme im Laufe ihres Lebens auch einiges mitmachen müssen. Ich hatte schon dermaßen verbastelte Rechner, dass mich das am Ende mehrere Hundert Euro zusätzlich im Jahr an Strom gekostet hat. Beispielsweise alte Mac Pros, die nach irgendeinem Experiment (oder Fehlversuch) nicht mehr ordentlich in den Ruhezustand gegangen sind und stattdessen 24/7 durchliefen.

Das habe ich irgendwann durch Virtualisierung ganz gut in den Griff bekommen, weil ich meine Basteleien seitdem weitgehend vom Hauptsystem fernhalte. Das Ritual der Neuinstallation beim Hardwarewechsel habe ich trotzdem beibehalten. Mir hat es bislang nicht geschadet…

Als das MBP11,1 aus dem Support geflogen ist, hatte ich zunächst auch mit OCLP rumgespielt - das Ergebnis war jedoch wenig zufriedenstellend. Die Kiste lief wie ein Sack Nüsse.
Aktuell ist Debian 13 mit KDE Plasma Desktop installiert und es läuft relativ gut.
Einzig das Wärmemanagement ist nicht optimal.

Hi Jason,

die Aussage stimmt für macOS vollkommen. Ein regelmäßiger Clean Install bringt dir heute bezüglich Security oder Performance so gut wie gar nix mehr. Das war früher bei alten Windows-Versionen al ein Thema, ist bei Mac OS aber reine Zeitverschwendung.

Warum das so ist:

Das System ist schreibgeschützt: Seit macOS Big Sur liegt das Betriebssystem auf einer komplett isolierten, signierten Partition (SSV). Weder du noch irgendeine Malware kann da im laufenden Betrieb was am Systemkern verändern.

Sandbox: Die Apps laufen isoliert voneinander. Solange du deine updates regelmäßig machst, bist du sicherheitstechnisch voll abgesichert.

Kein Verstopfen: macOS bremst sich nicht selber aus. Wenn überhaupt, sammeln sich irgendwann Datenleichen in der Library an… aber die belegen höchstens Speicherplatz und machen das System nicht unsicher.

Sinn macht ne Neuinstallation eigentlich nur noch in 3 Fällen:

1. Du hattest wirklich eine fiese Malware drauf und willst absolut 100% sicher sein.

2. Du willst radikal deinen ganzen alten Datenmüll auf einen Schlag loswerden.

3. Du verkaufst den Mac.

Für alles andere reicht es, das System über die normalen Updates aktuell zu halten. Man spart sich den Aufwand heutzutage echt.

Mein IMac läuft damit, mir reicht es. Habe auch noch die alte Festplatte, inzwischen kann man diese Macs gebraucht schon ab ca. € 100,00 kaufen.

Für Banking nutze ich GOS, also nicht viel zu erbeuten bei mir…

Klingt nach Fusion Drive - ich kenne das, während der Rechner hochfährt kannst du Kaffee machen …

Das Signed System Volume schützt zwar die Integrität des Betriebssystems, aber eben nicht die gesamte Installation. Das beschreibbare Datenvolume bleibt davon unberührt, und Schadsoftware muss den Systemkern überhaupt nicht verändern, um Schaden anzurichten oder sich dauerhaft einzunisten. Beispielsweise kann sich ein Schadprogramm über einen LaunchAgent im Benutzerverzeichnis einrichten und bei jeder Anmeldung automatisch starten, ohne jemals das versiegelte Systemvolume anzufassen. Die Integritätsprüfung des SSV bleibt dabei vollkommen unauffällig, obwohl das System kompromittiert ist. Auch ein Installer, dem man Administratorrechte gewährt, kann Schadsoftware mit weitreichenden Berechtigungen installieren, ohne dass dafür das versiegelte Systemvolume verändert werden muss.

Auch die Sandbox ist kein genereller Schutzmechanismus, der sämtliche Anwendungen vollständig voneinander isoliert. Gerade außerhalb des App Stores können Anwendungen ohne App Sandbox laufen. Hinzu kommen Hintergrunddienste, privilegierte Hilfsprogramme und einmal erteilte Berechtigungen, die durch regelmäßige Systemupdates nicht einfach verschwinden.

Eine alte Konfigurationsdatei ist natürlich zunächst einmal harmlos. Ein vergessener LaunchDaemon, eine Systemerweiterung oder ein nicht mehr benötigter Hintergrunddienst kann dagegen durchaus zusätzliche Angriffsfläche bieten. Weniger installierte Software und weniger aktive Komponenten bedeuten grundsätzlich auch weniger potenzielle Schwachstellen.

(Textauszeichnung (fett) durch mich)

Das sollte man eigentlich mal allgemein (FAQ…) festhalten!

Wenn ich da manchmal IT-Systeme (gleich ob Desktop/Notebook oder Smartphone/Tablet) so sehe…

Vom Prinzip her: Allow-List statt Deny-List!