MP3-Streaming unterwegs mit der Nextcloud-Music-App – Nextcloud Teil 5

Ursprünglich veröffentlicht: https://www.kuketz-blog.de/mp3-streaming-unterwegs-mit-der-nextcloud-music-app-nextcloud-teil-5/

1. Musikstreaming in Eigenregie Musik ist für viele ein ständiger Begleiter – ob beim Arbeiten, beim Sport, auf Reisen oder einfach zur Entspannung. Die meisten Menschen setzen heute auf kommerzielle Streaming-Dienste wie Spotify, Apple Music oder Deezer, um jederzeit und überall auf Millionen von Titeln zugreifen zu können. Das ist bequem, hat aber seinen Preis: monatliche Abogebühren, Werbung, Bindung an ein Anbieter-Ökosystem und eine umfangreiche Sammlung an Nutzungsdaten, die Rückschlüsse auf persönliche Vorlieben und Hörgewohnheiten erlauben. Wer bereits eine eigene Musiksammlung besitzt, steht vor einer Alternative: Statt sie lokal auf einzelnen Geräten zu verwalten oder auf fremde Plattformen hochzuladen, lässt…

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Das funktioniert so nicht in meinem Hetzner Storage Share.
tempo liefert einen Fehler:
nextcloud music token-based authentication is not supported

DSub liefert den Fehler:
Verbindung fehlgeschlagen, Quelle nicht gefunden, überprüfe Serveradresse

Die KI und github meinen:

Zusammenfassung der Lösung aus dem Issue:
Die Subsonic-API ist in Nextcloud Music standardmäßig deaktiviert und muss manuell in der config.php aktiviert werden.

Quelle: https://github.com/owncloud/music/issues/1218

Ein anderer Issue bei Github deutet eher an, dass es sich um eine Inkompatibilität zwischen Tempo und der neuesten Version der Nextcloud Music App handelt:

your client now tries to use the „token-based“ authentication of the Subsonic API instead of the „password-based“. […] However, the Music app does not support it.

Quelle: https://github.com/owncloud/music/issues/886#issuecomment-910508645

Setzt man in Tempo beim Einrichten der Verbindung das Häkchen bei “Niedrige Sicherheit”, dann funktioniert es bei mir.

Ja, danke das hat bei mir auch geklappt, was “Niedrige Sicherheit” auch bedeuten mag?

Hat jemand die Equalizer-Funktionen gefunden, ich leider noch nicht.

Was ist denn eigentlich besser? Subsonic oder Ampache?

Und noch viel wichtiger für mich: ich würde gerne eine intelligente Playlist nutzen, die sich quasi selbst wartet. Sie soll im Browser undvder Android App identisch reagieren und abrufbar sein. Nur Titel enthalten die 90 Tage nicht gespielt wurden. Die Titel sollen darin nach Album gruppiert und nach Titelnummer sortiert sein. Die Sortierung soll auf allen Geräten gleich bleiben, so das ich immer an der gleichen Stelle weiterhören kann. Ist ein Titel abgespielt, fällt er aus der Liste raus und ein neuer Titel kommt rein.

Die Smart Playlist in Music kann das scheinbar nicht, sieht bei jedem Zugriff anders aus. Außerdem scheint kein Client auf diese zugreifen zu können.

Hat da jemand eine Idee?

In den Einstellungen von Tempo, ganz oben.

Die Einstellungen habe ich schon gefunden, aber es gibt dort alles andere, aber keinen Equalizer.

Bei mir ist das gleich das erste Element… Ich hab meine Version aus F-Droid. Vielleicht liegts daran?

Wenn ich in Tempo in die Einstellungen gehe, wird ganz kurz als erste Einstellung ‘Equalizer’ angezeigt, verschwindet aber sofort (Version 3.9.0 von github).

Ja, tatsächlich für den Bruchteil einer Sekunde, also ein Bug. Oder erwartet Tempo eine externe app?(Version 3.9.0 Github)

Hallo zusammen,

es funktioniert alles soweit gut, bis auf die externen Player-Apps

unter Android mit Tempo bekomme ich folgende Fehlermeldung:

“java.security.cert.CertPathVaildatorException: Trust anchor for certification path not found.”

unter iOS mit Amperfy kommt folgende Fehlermelung:

“Login failed. The certificate for this server is invalid…”

Über Lösungsansätze würde ich mich sehr freuen.

Tempo wurde das letzte Mal vor über 2 Jahren aktualisiert. Ist das nicht bedenklich?

btw die Musiksammlung aus den Screenshots ist durchaus sympathisch!

Ich hab die Nextcloud auch bei Hetzner und habe Subsonic/Tempo nicht zum Laufen bekommen. Ampache funktioniert aber problemlos und die App macht bisher einen guten Eindruck auf mich.

Hallo Palim,

danke für deinen Beitrag. Ich habe das gleiche Problem mit Tempo. Ich vermute, es liegt daran, dass ich meine Nextcloud selbst hoste und deshalb kein vertrauenswürdiges Zertifikat habe.

Leider habe ich bei Tempo keine Einstellung gefunden, sich dennoch mit meiner NC zu verbinden.
Ich habe noch den zweiten von Mike K. erwähnten Player, Ultrasonic, ausprobiert. Dieser funktioniert, da man hier beim Hinzufügen einer Medienbibliothek auswählen kann, auch nicht vertrauenswürdige Zertifikate zu akzeptieren.

Mit Ultrasonic tue ich mich aber noch etwas schwer, bzw. finde die Oberfläche etwas unhandlich. So fehlt mir z.B. eine Liste mit Buchstaben auf der Seite, die einen Schnellzugriff auf Ordner ermöglicht. Meine Sammlung ist ziemlich umfangreich - jedesmal Scrollen oder Suchen ist schon umständlich. Außerdem glaube ich, dass ich das mit den Wiedergabelisten noch nicht ganz verstanden habe. Da muss ich mich noch näher mit beschäftigen.
Tempo würde ich daher gerne ausprobieren.

Grunsätzlich ist es schon sehr cool, Musik von der eigenen NC zu streamen. Danke Mike für die Anregung und die Anleitung!

Von Tempo gibts einen aktuellen Fork auf F-Droid (bzw. bei Izzy). https://apt.izzysoft.de/packages/com.eddyizm.degoogled.tempus

Ich nutze aktuell aber Symfonium (kostenpflichtig) aus dem Playstore. Hat einfach mehr Funktionen. Insbesondere die Autoplaylist ist super gelöst. https://play.google.com/store/apps/details?id=app.symfonik.music.player

Ich zahl gern vernünftige Preise für Software. Ein Entwickler soll ja auch motiviert werden, ziehe aber dennoch OpenSource vor. In diesem Fall ist es leider kein OpenSource aber die Funktionen sind super.

Danke für die Tipps. Ich werde beide Apps mal testen.

Tempus bekomme ich noch nicht so richtig konfiguriert. Wenn ich mit dem Nextcloud-Server verbinden will, sagt die App immer ‘timeout’.

Symfonium sieht ganz gut aus. Man muss nur einige Tracker in RethinkDNS aussperren (freigeben musste ich - natürlich - meinen Nextcloud-Server und ‘genimee.com’). Und nach der Testphase stellt sich noch die Frage der Bezahlung ohne GooglePlay-Dienste. Aber ich glaube, dafür gibt es ein Workaround in der App-Hilfe. Mal sehen…

Ich bin auch gerne bereit, für eine gute App ein paar Euro zu bezahlen aber halt nicht über den Google Playstore. Da finde ich es gut, wenn eine Alternative angeboten wird.

Nachtrag: HIER wird beschrieben wie man Symfonium ohne Google Play erwerben kann.

Extern zahlen ist super. Hätte ich vorher wissen müssen. Zu den Trackern von Symfonium: Ich seh nur Google CrashLytics und Firebase Analytics. Laut Wireshark wird da nix übertragen, wenn man die entsprechende Option in den Einstellungen deaktiviert. Beide sind aber sowieso i, PiHole gesperrt. Selbiger ist bei mir auch als Privates DNS eingestellt, so das auch außerhalb vom WLAN die Dienste nicht erreichbar sind. Das passt soweit ganz gut. Was ich ganz vergessen hatte, die App funktioniert super mit Android Auto und/oder Bluetooth im Auto. Tempus kann leider kein Android Auto in der Standard Version, da man dafür die Play Services braucht. Es gibt aber auch ne Version auf GitHub mit Android Auto.

Bei Tempus für den Connect zu Nextcloud würde ich empfehlen in der Music App ein entsprechendes AppPasswort zu erstellen. Das gilt ausschließlich für die Music App. Mit dem normalen AppPasswort von Nextcloud hat es nicht bei mir auch nicht funktioniert. Als Server URL nutzt man in der Regel https://yournextcloud.domain.de/apps/music/subsonic und setzt den Haken bei “Niedrige Sicherheit“. Lokale URL kann frei gelassen werden. Klappt hier recht gut.

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Das war mir soweit klar bis auf ‘Niedrige Sicherheit’ und ‘Lokale URL’. Jetzt funktioniert es. Danke dafür!

Schade, wie bei Tempo beklagt sich auch Tempus über das fehlende/unsichere Zertifikat.

Symfonium klingt gut und ein einmaliger Preis von unter 10 Euro ist natürlich völlig ok. Auch ich bezahle gerne für gute Software.

Was ich in dem Thread zu Symfonium gesehen habe, hat mich etwas abgeschreckt. Ich muss zuerst einen Account bei einer Plattform erstellen, dann Nachrichten mit einer ID an einen Nickname schicken ohne genau zu sagen, worum es geht. Wahrscheinlich klappt es so, aber für mich persönlich ist das nicht der richtige Weg.

Ich habe mich vor einem Jahr von einem proprietären Google-Android Betriebssystem verabschiedet und bin bislang sehr happy damit. Apps beziehe ich i.a.R. über Fdroid. Für Fairmail und Netguard z.B. habe ich gerne direkt an den Entwickler bezahlt. In dem Fall ist alles sehr transparent, man kann direkt mit dem Entwickler per E-Mail in Kontakt treten.