Ich hatte meinen Gedankengang nicht präzise genug formuliert.
Was ich meinte, ist, dass anstatt ständig nur nach dem kleineren Übel bei Routern, einer Kernkomponente, die jeder besitzt, zu schauen, sollten wir unsere Gedanken vielleicht doch lieber in Richtung einer vernünftigen Lösung richten. Dabei ist, wie gesagt, die passende Hardware mit dem OpenWrt One bereits da, die Software mit OpenWrt ist in vielen Punkten auch schon da.
Natürlich ist der Rest, also das umforken von OpenWrt in einen Mix aus Fritzbox und Speedport der Telekom, auch Arbeit, aber man fängt nicht von Null an, sondern hat schon mehr als die Hälfte, würde ich sagen.
Leider bin ich kein Entwickler, eher im Gegenteil, ich komme ja nicht einmal mit OpenWrt klar. Insofern glaube ich nicht, dass ich bei der Entwicklung etwas beitragen kann.
Aber immerhin, wenn auch nur eine Kleinigkeit, ich versuche zumindest eine solche Lösung anzustoßen, wie man an meinen Beiträgen hier sieht. Jeder tut, was er kann, und ich habe hier nunmal nicht genug Expertise, als dass ich so ein Projekt starten oder daran mitarbeiten kann.
Selbst wenn so ein Projekt nicht sofort startet, sondern jemand diesen Thread hier in zwei Jahren liest und dann Lust darauf bekommt, ein solches Projekt zu starten, dann ist es trotzdem besser als dass wir ewig nur nach dem kleineren Übel bei Routern schauen müssen.
Wichtig für diejenigen, die sich noch ein Board von PC-Engine kaufen wollen (gebraucht oder falls nrg-systems noch welche hat):
Auf den Markt kamen zuerst die ALIX Boards, danach die APU Boards und dann die APU-2 Boards. Ich hatte zuerst ein APU Board und bin dann auf die APU-2 Boards umgestiegen, weil die APU-2 Boards eine bessere Performance für VPN bieten, nicht so warm werden die die APU Boards und statt der Realtek NICs welche von Intel haben, die eine bessere Performance haben.
Doch, denn du könntest z.B. dem OpenWrt Projekt Geld spenden (OpenWrt Webiste - Donations). Das wird zwar nicht direkt für die Umsetzung von Features verwendet, aber für:
All collected money minus the transaction fees and some maintenance fees is controlled by Software Freedom Conservancy in the name of the OpenWrt project and will be used to support the OpenWrt project (e.g. server infrastructure, legal fees to manage the OpenWrt trademark, travel support for meetings, …).
Ein Feature Bounty Programm (ich suche jemanden der für X EUR mir das folgende entwickelt) wie ich es an anderer Stelle mal gesehen habe, hat OpenWrt nicht, du könntest aber mit dem OpenWrt Projekt in Kontakt treten und so etwas vorschlagen.
Das mag jetzt der Zustand sein, ist aber kein Hindernis. Es gibt einige Open Source Projekte, bei denen die Entwickler mit wenig Wissen angefangen haben, sich das notwendige Wissen dann angeeignet haben und dann ihr Projekt umgesetzt haben. Du müsstest nicht direkt in die OpenWrt Software eingreifen, sondern könntest dich mit den config-Dateien beschäftigen und ein Tool erstellen, über das du die config-Dateien einlesen, modifizieren und wieder abspeichern kannst. Und wenn die config-Dateien anderer Router im Klartext vorliegen, dann könnte man diese auch in dem Tool einlesen und z.B. für einen anderen Router wieder exportieren (natürlich nur für die Parameter, die beide Router haben).
Ein weiterer Grund, warum ein Open Source Router, der auch von Laien konfiguriert werden kann, wichtig ist, ist, dass Wlan-Signale als eine unsichtbare Überwachungskamera genutzt werden, oft auch als Wifi-Sensing betitelt.
Da nutzt es dann wenig, wenn Nerd A und Nerd B für sich in ihren stillen Kämmerchen einen Open Source Router haben, der keine unsichtbare Überwachungskamera ist, wenn alle Nachbarn einen solchen Überwachungsrouter haben und deren Wlan-Signale auch deine/dein Wohnung/Haus penetrieren.
Natürlich ist der Router nicht das einzige Gerät, das Wlan oder andere Signale senden und empfangen kann, da es heutzutage eigentliche alle IOT-Geräte können.Als Einstieg zur Thematik und als Beleg, eignet sich dieses Video, aber es gibt dazu natürlich auch noch viel mehr als nur dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=LngDW3t36nc
Und die deutsche Telekom dazu: „Mit Wi-Fi 7 und innovativem Wi-Fi Motion Sensing wird ein neues Ökosystem für verbesserte Haussicherheit und Gesundheitsüberwachung möglich. Durch Nutzung vorhandener Wi-Fi-Signale und fortschrittlicher KI-Technologien ermöglicht der passende Router mit innovativer Software die Erkennung von Bewegungen, zum Beispiel bei Einbrüchen.“ Quelle: https://www.telekom.com/de/konzern/details/wi-fi-sensing-einfach-erklaert-1087176
In Zukunft überwacht die Telekom und andere Internetanbieter also nicht nur euren Internetverkehr, sondern mit dem Router als unsichtbare Überwachungskamera auch eure gesamte Wohnung/Haus und das eurer Nachbarn.
Eine sehr ‚interessante‘ neue Sache, von der ich zwar beiläufig schon mal was gelesen habe, die ich aber noch nicht so richtig verstehe. OK, Auswertung irgendwelcher sich laufend verändernder Echos der Funksignale von WLAN-Geräten, so weit so gut. Sagt mir was. Aber wie funktioniert das nun konkret? Bitte, weiß jemand, wo diesbezügliche Grundlageninformation zu finden ist?