Reverse Honeypot für Bittorrent

Hallo zusammen,
ich hoffe hier ein paar Ideen oder evtl. „Verbündete“ zu erreichen.

Das Thema ist relativ komplex, daher versuche ich es kurz zusammenzufassen.

Es geht um betrügerische Abmahnungen angeblicher Urheberrechtsverletzungen im Bittorrent Netzwerk.

Zur Zeit laufen noch zwei Gerichtsverfahren, allerdings sind auch schon zwei zu unseren Gunsten beendet worden. Leider „duckt“ sich der Gegner immer weg, sobald es darum geht, den technischen Sachverhalt zu klären.
Entweder Klagerücknahme oder bei unsererseits erhobenen negativen Feststellungsklage lässt man einfach ein Versäumnisurteil über sich ergehen, so dass noch kein Richter wirklich entscheiden musste.

„Ermittelt“ wurden die IP-Adressen der vermeintlichen Urheberrechtsverletzer angeblich mit dem Programm TorrLogger in der Version 1.0.0.0 - „selbst entwickelt“ und geschrieben in C#. Hierzu gibt es sogar ein Sachverständigengutachten. Link per PN.

Jetzt kommt der Knaller: Nachdem ich den Quelltext kompiliert und das Programm getestet hatte, kamen ca. 30 Tage später gleich zwei weitere Abmahnungen ins Haus.

Auch diese, völlig aus der Luft gegriffen. Bis auf die IP-Adressen stimmte nichts.

Ich vermute, dass in Wirklichkeit ein Torrent-Tracker die IPs „einsammelt“ und daraus pauschal Urheberrechtsverletzungen konstruiert werden.

Leider kann ich schlecht nachweisen, dass ich etwas nicht getan habe.

Daher nun zur eigentlichen Frage bzw. meiner Idee:

Einen Reverse Honeypot a la T-Pot aufstellen, bei dem ein Bittorrent-Client vorgibt bestimmte Dateien anzufragen und ggf. zum Teil auch bruchstückhaft herunter- aber keinesfalls hochläd. Diese Kurzzeit-Verbindungen werden protokolliert, und dienen später als Nachweis.

Falls hier jemand aus dem Telekom Security Team mitliest, würde ich mich über eine Nachricht freuen, denn eine datenschutzrechtliche Auskunft habe ich bis heute nicht erhalten, aber das ist ein anderes Thema.