Ich habe mitbekommen dass an einer Schule bzw in einer Klasse ein Google Doc genutzt wird in dem alle Adressen, Telefonnummern und Emailadressen stehen und dass ein Klassenlehrer alle Fotos und Videos von Klassenausflügen in seine Google Cloud hochlädt (auch um sie mit den Eltern zu teilen).
Jetzt würde ich zum einen gerne nett darauf hinweisen welche „Gefahren“ das birgt und Alternativen anbieten.
Aus diesem Grund die Frage: Gibt es eine gute Seite bzw Informationen dazu welche Gefahren von Google ausgehen!? Werden zB die Fotos von Google genutzt um ihre KI zu trainieren? Hat Google Zugriff auf die privaten Kontaktdaten in dem Google Doc?
Als Alternative zur Google Cloud würde ich filen.io vorschlagen um die Kinderfotos mit den Eltern zu teilen.
Beim Google Doc mit den Kontaktdaten schwebt mir aktuell EtherCalc, Framacalc oder CryptPad vor. Hat da jemand Erfahrungen oder noch andere Vorschläge?
Die Aussage „Google liest deine Dokumente“ ist den Leuten vollkommen egal. Da geht es um Bequemlichkeit.
Da muss man schon mit der DSGVO / Jura-Keule kommen: Recht am eigenen Bild (der Kinder), Schulen brauchen eine Einwilligung zur Verarbeitung personenbezogener Daten, …
Erst wenn’s teuer oder aufwendig wird, haben die Leute im allgemeinen ein Einsehen…
Für das Gymnasium meines Sohnes wurde ein „Informationsmanager“ gesucht. Dafür habe ich mit Listmonk einen DSGVO-konformen Newsletter/Mailverteiler eingerichtet.
Über den Verteiler gehen dann auch Bilder wie die der Klassenfahrt (Nextcloud Freigabe für einen Monat).
Wenn du also willst, das was passiert → Biete an, es für die Schule zu hosten…
Aus dem Ursprungspost wird nicht klar ob das Google Doc von der Schule, dem Lehrer oder von Eltern untereinander kommt. Und wie die Daten da hineingekommen sind: Haben sich die Leute selbst eingetragen? Oder hat es jemand (wer?) gemacht?
Der Klassenlehrer der seinen privaten Google Account für dienstliche Zwecke nutzt, ist eindeutiger. Besonders wenn er das dann auch noch teilt.
Bitte biete nicht an es selbst zu hosten für die Schule. Das wird dann rechtlich schnell ganz dünnes Eis. Ihr bräuchtet eine AVV usw. Wenn andere Leute schlecht drauf sind (aus unserer Sicht, so wie wir hier schlecht drauf sind aus Sicht von anderen ), drücken die dir darüber einen rein. Und auch für wie lange willst du das machen?
Die Kontaktdatenliste bei Google wurde von einem Elternteil erstellt und auch alles eingetragen. Natürlich wurde niemand gefragt ob er/sie damit ein Problem hat, ist doch „total praktisch“…
Es geht also wirklich nur um die eine Klasse und nicht um die ganze Schule!
Ja, da ist mein Kommentar leider nicht eindeutig:
Ich meinte, „für schulische Belange“ für die Klasse zu hosten. Mit Double-Opt-In ist man da auf der sicheren Seite.
Aber interessant, dass es da immer noch Lehrer gibt, die sowas machen. In meiner Stadt sind alle weiterführenden Schulen bei Microsoft Teams. Ich hasse Microsoft, aber sie bieten zumindest eine zuverlässige Lösung für alle, die keine eigene IT-Abteilung aufbauen wollen.
Und dann beide Punkte getrennt versuchen zu lösen und deinen Verhandlungsspielraum reflektieren. Du muss damit rechnen das deine Vorschläge keine Unterstützung finden. Was passiert dann? Wäre es für dich eine Option auf Fotos zu verzichten und von dieser Liste zu verschwinden?
Für die Fotos hast du sicherlich eine Einverständniserklärung unterschrieben. Was steht denn da drin? Wenn nicht ist der Lehrer hier auf ganz dünnem Eis.
Dass es allen anderen egal ist und man aus Bequemlichkeit nichts ändern will, damit rechne ich. Trotzdem würde ich gerne eine Alternative anbieten und gut begründen wo die Nachteile bei Google liegen…
Mein Grund käme - bei nicht vorhandener Einsicht - vom Anwalt. Kinder sind besonders schützenswert. Siehe auch Medienrecht. Wieso liest eigentlich keiner die Datenschutzerklärung von Google? Da stehen sämtliche Gründe schwarz auf weiß. Naja, liest ja auch keiner das Parteiprogramm der AfD…
Alternativen gibt es mehrere, wenn man sich denn überhaupt die Mühe macht, zu suchen:
Dann frag die Eltern ob die dich rausnehmen.
Harte Landung: Die anderen Eltern wird es einfach nicht jucken, dass die Daten sind. Ist vermutlich eh schon in WhatsApp rumgegangen alles.
Für die Photos: Den Lehrer nett(!) anschreiben ob er nicht lieber einen deutschen Anbieter nehmen möchte. Aktuell zieht eine gewisse US-Kritik in bestimmten Milieus ganz gut und besser als das nackte Datenschutzargument.
Geht gar nicht. Wie kommen manche Eltern darauf? Bei uns gibt es auch einen WhatsApp kanal aber da werden nur Bilder von Hausaufgaben gepostet (also was ist zu machen, welche Seite usw falls ein Kind krank war) keine Bilder der Kinder keine vollen Namen usw. Würde es anders laufen wäre ich sofort dabei den Mist verbieten zu lassen. Was die Eltern auch nicht schnallen ist Fotos machen… Die dürfen nicht weitergegeben werden aber aber auf Nachfrage hat niemand die Google Cloud abgeschaltet. Die gemachten Bilder der Kinder gehen also nach Shot direkt in die Google Cloud… Die raffen das einfach nicht da kann man sich auf den Kopf stellen. Selbst die sogenannten Mitarbeiter in irgendeiner IT verstehen es nicht … Das ist Kampf gegen Windmühlen
Es reicht leider aus wenn auf Veranstaltungen den Eltern erklärt wird das sie die Fotos nicht veröffentlichen dürfen. Dies wird zu Beginn des Schuljahres unterschrieben von den Eltern.
Und hier beginnt ja die Problematik. Die meisten halten sich ja in der Theorie daran und haben nicht die Absicht die Bilder irgendwo zu veröffentlichen. Sie vergessen aber das sie die gemachten Fotos meist automatisch in die Cloud lädst.
Bei Fotos, die die Eltern auf Veranstaltungen machen, wäre das so.
Fotos, die die Schule machen will, bedürfen einer Erlaubnis von den Eltern des zu fotografierenden Kindes. Und wenn die Eltern dann auf den Zettel schreiben
"Fotos von meinem Kind dürfen aufgenommen werden, vorausgesetzt sie werden
nicht in einer Cloud gespeichert (auch nicht als automatischer Upload oder Sicherung vom Handy)
nicht digital veröffentlicht, bestenfalls in Print oder per Aushang
keinen anderen Eltern ohne Rücksprache zugänglich gemacht
uns Ende-zu-Ende verschlüsselt verfügbar gemacht (Optionen mündlich)"
Wegen genau solcher Leute und ähnlicher Problematik habe ich eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen.
P.S.: die Bildungseinrichtung hier hat eine klare Haltung dazu. Da werden schon gar keine Fotos von den Kids mehr aufgehängt, was eigentlich schade ist. Das Problem sind wohl eher die anderen Eltern, gegen die man sich zur Wehr setzen muss, derer bzw. deren Fehlverhalten man allerdings allenfalls schwierig habhaft wird.
Eigentlich hatte ich vor die Adressliste mit Cryptpad (+Adminforge) zu machen, jetzt aber gesehen dass diese OnlyOffice nutzen. Das steht ja in der Kritik weil aus/in russischer Hand…
Will keine politische Disskussion anheizen hier, könnte aber dann eventuell unter den Eltern ein Thema Werden nach dem Motto „dann doch lieber Google als die Russen“ o.ä.
Gibt es eine empfehlenswerte Alternative?