Ich bin gerade dabei, mein Multi Browser-Konzept neu zu ordnen.
Ich verwende Tor, Mullvad, Librewolf, Firefox, Brave und bin auf Linux unterwegs.
Nun gibt es Datenschutz gehärtete und Sicherheits gehärtete Browser.
Für Datenschutz: Tor, Mullvad, Librewolf, Brave…jeweils richtig eingestellt.
Für Sicherheit: Trivalent (leider nur für Fedora).
Ich suche nun einen Browser, welcher speziell auf Sicherheit getrimmt ist und ausschließlich für Banken, Broker, Exchanges, DeFi usw. genutzt werden soll.
Also Schutz vor externer Datenextraktion durch Exploits.
In der Auswahl wären bis dato Librewolf, Firefox oder Brave.
Leider kann ich nicht zuordnen, welcher von denen oder welcher andere hier besonders auf Sicherheit getrimmt ist, da die mir zugänglichen Daten eigentlich immer in Richtung Datenschutz gehen.
Mir geht es dabei weniger darum, daß „etwas“ aus dem Browser raus will, als daß „etwas“ Daten aus dem Browser extrahieren will.
Ich vermute, daß ein Sicherheits orientierter Browser hier strikter geschützt ist.
Bei Chromium hätte ich Vorbehalte, da er im Datenschutz eher in der zweiten/dritten Reihe steht.
Ich möchte schon einen „Sicherheits-Browser“, der Datenschutz sollte aber nicht vollkommen ausser acht gelassen werden, deshalb nutze ich Chromium, außer Brave nicht.
Das ist bei Google Chrome der Fall. Chromium unter Debian telefoniert nicht bzw. kaum nach Hause.Du öffnest ja dann auch nur deine Banken und die kennen dich ja schon.
Sehe ich teils anders.
Klar ist Chromium halbwegs entgoogelt, aber beim Datenschutz geht es weit besser, also warum sollte man das nutzen wenn es weit bessere Alternativen gibt?
Ausnahme: Brave.
Und ja, ich eröffne darin ggf. nur Banken, Broker, Exchanges…
Aber die sollten natürlich u. a. auch untereinander nichts vom anderen erfahren.
We don’t have any plans to [package for Debian-based distributions]
Das Repository und die Pakete sind speziell für RPM/DNF-basierte Systeme konstruiert.
Aber es gibt wohl für Arch das AUR-Paket trivalent-bin.
Die SELinux-Policy, die Trivalent auf Fedora umschließt, ist spezifisch für Fedoras SELinux-Implementierung gebaut.
Auf Arch (das standardmäßig kein SELinux nutzt, sondern AppArmor oder gar nichts) fällt diese komplette Isolationsschicht weg.
Weiß nicht, ob dann noch bei Trivalent in diesem Kontext alles Roger ist.
Bei Librewolf hatte ist seit Jahren noch keine Probleme damit.
Nahezu jede Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit und/oder des Datenschutzes verringert üblicherweise unweigerlich den Komfort.
Das muß man akzeptieren oder mit dem Pass auf dem Rücken getackert weiter ungeschützt
durch die Botanik laufen…mit allen, persönlichen Konsequenzen.
D.h. du willst eher Datenschutz zwischen den Banken? Sicherheit wäre nur relevant, wenn eine der Bankenwebseiten Sicherheitslücken im Browser ausnutzen würde, um diese Trennung bösartig zu umgehen, was ich für unwahrscheinlich halte. Viel wichtiger ist Sicherheit bspw. beim Besuch unbekannter Webseiten, oder bei Webseiten, die unseriöse Drittanbieter einbinden, als bei Banken. Für Banking halte ich alle von dir genannten in Ordnung.
Die Banken greifen dich ja nicht an. Die Sicherheit des Browsers, mit dem du andere Webseiten besuchst, ist viel entscheidender.
Die Selinux-Policy ist keine Sandbox. Sie hat zahlreiche Probleme, darunter standardmäßig File-und Memory-WX und bekannte Escaperouten. Das liegt auch teilweise an Fedoras Base-Policy, ändert aber nichts an der Tatsache. Trivalent hat aber auch ohne die Selinux-Policy Sicherheitsvorteile. Die Frage ist eher wie gut wird das AUR-Paket gepflegt und wie schnell kommen Updates dort an?
Wie meinst Du das genau?
Wenn ich für Banken einen „Sicherheits-Browser“ verwende, der gehärtet in Bezug auf externen Zugriff bei seiner Ausführung ist, ist das doch mMn der beste Weg.
Wenn deine Bank versucht deinen Browser durch Sicherheitslücken anzugreifen, hast du ganz andere Probleme. Du gewinnst nichts an Kontosicherheit, indem du einen sicheren Browser verwendest, wenn die Website deiner Bank schon versucht dich anzugreifen.
Ich habe einen Browser, in dem nur Banken, Broker, Exchanges & Co. aufgerufen werden.
Dieser Browser sollte möglichst gegen Angreifer von aussen gehärtet sein.
Also Angreifer oder Programme, die aus, in dem Browser laufenden Aktionen Daten abziehen wollen.