Tablets mit GrapheneOS? — Keine Google Pixel Tablets mehr!

https://www.heise.de/news/Google-stellt-den-Verkauf-des-Pixel-Tablet-ein-11448362.html

Pixel: Google entfernt komplette Tablet-Kategorie aus dem eigenen Store

Google hat das Pixel Tablet ohne große Ankündigung aus seinem Store entfernt. Damit scheint der zweite Anlauf für ein Google-Tablet vorerst gescheitert.

Tragisch!
Umso wichtiger wären imho mehr Informationen über entsperrbare (Bootloadet unlock) und flashbare Tablets.

Schade, obwohl Tablets nie so meins waren. Hoffen wir auf Lenovo.

Ich habe den Eindruck, dass Tablets nicht sooo den Stellenwert haben…

Allgemein scheint die Nutzung von Desktop-PCs rückläufig… zu Gunsten von Notebooks einerseits und Smart Devices (Smartphones UND Tablets) andererseits.

Bei den Smart Devices scheint die Nutzung von — zumindest Android, so habe ich den Eindruck — Tablets rückläufig. Wer das Geld hat, nimmt ein iPad. Unabhängig davon werden Smartphones generell präferiert: sie gibt es in „allen“ Größen (und Formfaktoren) — naja, kleine und handliche jetzt nicht (mehr) unbedingt, aber mittlere bis große und sehr große (Tablet ähnliche!) sowie faltbare.

Möglicherweise sind Tablets in 5 Jahren nur noch ein Nischenprodukt, wer weiß?

War das nicht schon lange klar?

Nutze täglich ein Pixel Tablet mit Graphene und hoffe dass, wenn es irgendwann den Geist aufgibt, der Desktopmodus von Graphene auf meinem Smartphone ausgereift ist…

Meine Eltern nutzen sehr gerne ein Tablet morgens in der Küche, nachmittags und abends auf dem Sofa in der Stube oder bei gutem Wetter auf dem Gartenstuhl im Garten…

(Ja, mein Vater nutzt auch ein (reguläres) Notebook (Apple MBA).)

Ich selbst habe nicht unbedingt den Bedarf für ein Tablet oder den Desktopmodus vom Smartphone, dann nutze ich eher gleich meinen Desktop-PC (mit Monitor, Tastatur und Maus). Ich gucke manchmal TV (mittels https://f-droid.org/en/packages/de.christinecoenen.code.zapp/) auf meinem Smartphone (Google Pixel 6a), aber bei der Auswahl an Medien bei mir (kein „Hollywood“…) komme ich mit dem kleinen Display und Lautsprecher (keine Kopfhörer — ich bräuchte eigentlich nur Mono) klar.

Ich hätte aber sehr gerne die beiden Tablets von meinen Eltern gegen GrapheneOS Geräte getauscht…

(fehlender Zitat-Bezug noch ergänzt)

Ich bin jahrelanger Nutzer von iPads seit der ersten Generation und habe 1 1/2 Jahre meinen Arbeitsalltag nur mit einem 13“ iPad im normalen Büroalltag bestritten (primär mit Mail, Chat, Ticketsystem, Office-Dokumenten, …). Es fing an als ein Versuch, da wir insbesondere in Vorstandsebenen viele Kunden haben deren Arbeitsplatz ausschließlich aus iPad und iPhone besteht.

Es war erstaunlich wie gut das funktioniert hat und es war lange (und ist es bedingt heute noch) mein bevorzugtes Arbeitsgerät.

Die Probleme in der Nutzung liegen vor allem in der fehlenden Adaptierung von Betriebssystemkonzepten durch Apps. Mir sind bei Apps vor allem die fehlende Unterstützung für

  • Tastatur-Kurzbefehle
  • betriebssystemseitig vorgesehen Datenaustauschschnittstellen
  • Multitasking-Ansichten

negativ aufgefallen, die Produktivität gekostet haben.

Ich vermute unter Android ist es nicht anderes und damals unter Windows 8 waren die Microsoft Tablets und das Konzept zweier total unterschiedlicher Oberflächenkonzepte in der Bedienung ein einfacher Graus für mich.

Wenn man aber eine Kombination aus wirklich gut für das Tablet-Betriebssystem entwickelter Apps hat, dann bevorzuge ich weiterhin das fokussierte Arbeiten an meinem 13“ iPad mit externer Tastatur und Touchpad/Maus, welches dann immer noch meinen Lieblings-Arbeitsplatz darstellt.

Nur das wirkliche Fenstersystem welches Apple mit iPadOS26 eingeführt hat und dafür das perfekt einfach funktionierende Side-by-Side-System ersetzt hat, vermisse ich wirklich schmerzlich, sodass ich eigentlich sowohl auf meinem iPad wie auch auf einem 14“ Macbook nur noch mit Vollbildfenstern arbeite.

Was hält dich davon ab? Nutze auch das Tablet mit GOS, mit Lautsprecher Dock als Radio, ansonsten nur für Banking.

Das einzig bedenkliche ist, wenn keine Updates mehr zur Verfügung gestellt werden, dass Banking damit weiter zu betreiben.

Dann brauchst du das Phone, ein Dock, 'nen Monitor und 'ne Tastatur, anstatt dem Tablet, das du einfach locker in der Hand halten kannst.
Ein Sammelsurium und zum Transport braucht’s dann eine Equipment Box.
Tablets sind imho eine schwierig zu ersetzende Arbeitserleichterung.

Magst Du eventuell näher ausführen, was Du tatsächlich machst (machen kannst) — und was nicht.

Ich hatte vor einer Weile mal einen Artikel in den Medien gelesen, dort ging es darum, seinen Arbeitsalltag nur mit einem Smart Device (Smartphone oder Tablet, vorzugsweise Smartphone) zu bestreiten.

TIA!


(Textauszeichnung (fett) durch mich)

Eben das?

Da kann ich auch bei unserem Setup bleiben… Etwas anderes wäre es, wenn da noch wieder was kommen würde…


Eben!

(Oder benutzt man einen „Computer“ heute nur noch auf der Arbeit im Büro, aber nicht mehr privat zu Hause?)

iPad sicherlich schon, die können in vielen Bereichen insbesondere mit Tastatur ein Laptop ersetzen. Aber ein Android-Tablet war immer nur ein großes Handy ohne Telefonie-Option.
Nett für Doomscrolling und Netflix, aber dafür etwas teuer.

Es lägt ja an Google, Android auf Gerätekategorien wie Tablets oder Foldables ordentlich anzupassen. Aber da kommt nichts außer das absolute Minimum.

Oder gleich ein Tablet, auf dem sich Linux installieren lässt. Ich habe schon vor einer Weile das Brax open_slate vorbestellt und plane es mit Ubuntu Touch zu betreiben.

Ein Starlite Mk V besitze ich bereits, nutze es aber mit Tastatur als Laptop. Installiert ist Ubuntu.

Mache ich auch so, mit einem Lenovo DualPad mit 10 inch Touchscreen und Debian Linux.

Beim Login kann ich einen Grafikmanager auswählen. Für Querformat mit Tastatur verwende ich Cinnamon und für Hochformat ohne physische Tastatur verwende ich XFCE.
Die Einstellungen der beiden Grafikoberflächen sind für die beiden Anwendungsfälle als Tablet oder Mini-PC optimiert und beeinflussen sich gegenseitig nicht.
Alle installierten Programme sind in beiden Szenarios voll und gleich verfügbar.

Android ist ein Linux.

Falls du natürlich den kompletten traditionellen Linux-Stack[1] meinst, wäre für mich die Frage nach der Boot-Dauer und Batterielaufzeit. Mein iPad läuft Wochen, ohne dass ich es anfasse. Und ist dann in unter 1 Sekunden einsatzbereit.
Jedes Tablet, das vom Drücken des Startknopfs zum Homescreen länger braucht als ich zum Aufklappen meines MacBooks, ist für mich kein Ersatz für ein Tablet. Sondern ein Laptop im Tablet-Design.


  1. Also das, wo Pedanten protestieren, es hieße GNU/Linux, auch wenn Ubuntu gerade die GNU-Reste rauswirft ↩︎

Das ist wohl in der Theorie tatsächlich so (Kernel usw.), allerdings in der Praxis nur dann von Vorteil oder relevant, wenn man das Android-Gerät gerootet hat und sich mit den kleinen feinen Unterschieden wirklich gut auskennt. Andernfalls empfinde ich Android als eine ferngesteuerte Blackbox, auf der der Kunde Apps laufen lassen darf und immer weniger tatsächliche - im Sinne von technische - Optionen hat. Dafür kann man 100 Designs und Hintergrundbilder und Töne auswählen bzw. muß das sogar im Appstore kaufen.

GrapheneOS ist von dieser Kritik natürlich ausgenommen und tlw. auch LineageOS. Derzeit plagt mich allerdings umständehalber HyperOS…

OT: Ein 10 Jahre altes Samsung Tablet mit LineageOS ist zum Lesen von Büchern auch noch in Betrieb bei mir, ich möchte es nicht mehr vermissen. Bei der Restaurierug dieses Gerätes wurde mir hier im Forum sehr geholfen - vielen Dank auch nochmal!

Nein. Das sind unterschiedliche Dinge. Android ist ein Betriebssystem und Linux ist ein Kernel.

Wenn man das in einen Topf wirft, passt die Aussage trotzdem immer noch nicht, denn mit einem gewöhnlichen Desktop- oder Server-Linux hat Android recht wenig zu tun.

„Linux installieren“ bezieht sich damit also natürlich auf ein Desktop-Linux. Das war aber vermutlich auch jedem außer dir klar :wink:

Wir haben in der Firma viele Webbasierende Anwendungen (Ticketsystem, Wikis, Wissensquellen, Workflow-Systeme) die sich gut vom iPad im Safari Browser nutzen lassen.

Für die Kommunikation und typische Arbeitsorganisation nutzen wir E-Mail, Chat, Telefonie und für die interne Abteilungsorganisation SharePoint, PDFs und Microsoft Office Dateiformate hier in meiner Arbeit insbesondere OneNote.

Für meine Arbeit benötige ich des Weiteren Zugriff auf adminstrative Consolen, die jedoch nur von speziellen Terminalserverbasierenden Administrationsarbeitplätzen erreichbar sind, egal von welchem Arbeitsgerät (Windows Notebook, Macbook, iPad) ich aus arbeite.

Wo klappt die Arbeit mit dem iPad für mich gut, wo ist es schwierig?

Alle Schritte in denen die Arbeit basierend auf Apps mit guter Adaption der Betriebsfunktionalitäten abgebildet werden kann (Multitasking-Darstellung mehrerer Fenster, Zugriff auf die Dateien App Schnittstelle für gemeinsame Dateinutzung, Tastaturkurzbefehle für effizientes Arbeiten, reconnect-fähige Backendanbindungen) kann man aus meiner Sicht flüssig und komfortabel arbeiten.

Dieses funktioniert beispielweise in Apps wie Apple Mail, Safari für Webanwendungen, vielen PDF-Editoren sehr gut. Insbesondere das Korrekturlesen und Kommentieren von PDF-Dokumenten was ich in meinem vorherigen Job ständig gemacht habe geht aus meiner Sicht mit keinem Gerät besser als mit einem Tablet und Stift auf einem bequemen Lesesofa :wink:

Problematischer wird es dann, wenn die App-Entwickler abgewandelte Arbeitsweisen ausgedacht haben, wie z. B. dedizierte mit gesonderten Abschottungen versehen Anwendungen, Betriebssystem-Technologien auch nach Jahren nicht adaptiert haben, oder Hersteller keine Anbindung an private Cloud-Systeme vorgesehen haben (vor allem iPad-Notizanwendungen oder Microsoft mit seinen Office-Lösungen sind hier wohl problematisch).

Hier haben wir in der Firma leider ein paar Software-Lösungen im Einsatz die nicht so Pralle sind und die Effizienz der Benutzer am iPad ausbremsen.

Am Schwerwiegensten für meine Arbeit ist aber, dass Microsoft eigentlich nur noch Microsoft 365 unterstützen möchte, wir aber unsere Server On: Premise im Eigenbetrieb nutzen. Dadurch stehen mir leider am iPad nicht die offiziellen Microsoft Office Apps zur Verfügung, sondern ich muss die Office-Online-Anwendungen im Browser oder ein Polaris Office welches wir am iPad einsetzen verwenden. Am meisten fehlt mir für meine Arbeit die OneNote App, in der wir in unserer Abteilung sehr viel Wissen haben und die ich dann in der OneNote-Online Webanwendung ein wenig holperig im Safari nutzen muss.

Wo hat iPadOS technologische Vorteile / Nachteile für mich als Anwender?

Ein großer Technologischer Vorteil des iPadOS ist gemeinsame Nutzung von dienstlichen vorkonfigurierten Anwendungen in denen dienstliche Daten verarbeitet werden und privaten Apps und Daten auf einem Gerät. Über die sogenannte „managed“ / „unmanaged“ Trennung der Apps und Daten können beide auf einem Gerät existieren, ohne dass dieses vermischt werden.

Ich kann so z. B. meinen privaten Kalender mit einbinden und sehe im iOS Kalender beide übereinander gelegt, oder kann bei Bedarf auch mal eben auf meine privaten Daten zugreifen um etwas zu klären ohne ein Zweitgerät zu brauchen. Insbesondere bei Dienstreisen ist dieses sehr hilfreich.

Als wirklich technologisches Problem habe ich bei mir, dass ich für den Zugriff auf Management-Consolen mich zuvor auf einem Citrix-Terminalserver anmelden muss (egal ob aus Windows, macOS oder iPadOS). Hier hat i(Pad)OS das Problem, dass Citrix ein TCP-basierendes Session-Handling nutzt, i(Pad)OS jedoch eine App die nicht mehr im Vordergrund läuft zur Einsparung von Energie „einfriert“. Hierbei brechen dann die TCP-Verbindungen ab und Citrix hat es bis heute nicht geschafft eine entsprechenden Lösung der Problematik auf ihren eigenen Gateway-Systemen zu schaffen.

Interessanterweise hat dieses technologische Problem jedoch auch etwas gutes. Die meisten für das iPad vorgesehenen Anwendungslösungen setzen auf „reconnect-fähig“ Protokollen auf, also wenn die App wieder in den Vordergrund geholt wird sich automatische wieder verbinden. Bei allen Entwicklungen die dieses beachten ist automatisch dafür gesorgt, dass man auch ein iPad bei einem Wechsel vom Schreibtisch in den Konferenz-Raum, in den Zug, ins HomeOffice wechselt einfach sperren und wieder entsperren und dann einfach weiterarbeiten kann. Dieses kann zwar auch bei PC-Betriebssystemen Windows / macOS / Linux erreicht werden, dieses ist jedoch häufig dann doch nicht der Fall.

Mein persönliches Fazit

Aus meiner Sicht stellt das iPadOS Betriebssystem weniger die Grenze der Usability eines iPads dar, als der Wille der App-Entwickler auf die jeweiligen Besonderheiten und Bedienkonzepte der genutzten Plattform einzugehen.

Ich gebe zu, dass ich mich regelmäßig darüber ärgere, dass manche App Entwickler Betriebssystemenfunktionen die es den Anwendern leichter machen würden auch nach mehr als 10 Jahren nicht adaptieren (beispielsweise die mit iOS 9 eingeführte Möglichkeit der Tastaturkurzbefehle), was dann vermutlich daran liegt, dass die Entwickler häufig an das iPhone anstatt auch an das iPad bei der Entwicklung denken.

Danke @Reklow für diese reichhaltige Antwort.

Das war mir schon klar.
Für mich machen aber weder die GNU-Core-Utils noch KDE ein Linux aus. Steam OS ist genauso ein Linux wie Alpine, und sie sind grundverschieden. (Und nein, Alpine ist nicht nur für Docker da, das läuft auch auf echter Hardware). Linux ist wandelbar, ein Baukasten. Und sich seine eigene Oberfläche zusammenklöppeln, weil man die bestehenden nicht mag (oder für den Anwendungszweck nicht geeignet sind), ist ja mal sowas von Linux. Oder zählt es nur, wenn man einen Gnome-Fork-Fork forkt?

Auf Steam OS oder Alpine kann ich einfach eine zur Architektur passende Binary ausführen. Ebenso auf allen anderen Linux Distributionen wie Fedora, Debian etc. Das sind alles klassische Linux-Distributionen.

Auf Android funktioniert alles völlig anders. Eigene C Standard Library (Bionic), eigener Display Server (SurfaceFlinger), eigene Paketierung (APK). Apps laufen mit der Android Runtime (ART) völlig isoliert von anderen Prozessen, als eigener User. Völlig anderes Init-System, ein Basis-Prozess (Zygote) wird beim Start initialisiert und dann pro App geklont. Jeder Anwendungsstart ist ein fork() (außer unter GrapheneOS mit Secure App Spawning). Dazu Energiesparfunktionen wie Doze, die unter einem Desktop-Linux ohne das Android Framework gar nicht möglich sind.

Da kannst du dir gar nichts selbst zusammenklöppeln. Das alles unterscheidet sich fundamental von jeder Linux-Distribution, die du dir herunterladen und auf einem PC installieren kannst.

Also entweder machst du die Unterscheidung zwischen Betriebssystem und Kernel oder du betrachtest Linux als die Gesamtheit der Linux-Distributionen. Dann musst du Android aber als absoluten Sonderfall ausklammern.

Du würdest Apple iOS doch auch nicht als BSD-Distribution bezeichnen.