Ursprünglich veröffentlicht: https://www.kuketz-blog.de/telefonnummer-und-geburtsdatum-als-verpflichtende-angabe-bei-bestellungen/
Wer online bestellt, muss immer öfter ohne ersichtlichen Grund eine Telefonnummer oder sein Geburtsdatum angeben. Ein Urteil, dass 2025 am Oberlandesgericht Hamburg gefällt wurde (5 U 30/24), erlaubt dies aber nur in wenigen engen Fällen. Konkret darf nun der Marktplatz Otto.de bei seinen Kunden verpflichtend eine Telefonnummer und ein Geburtsdatum erheben. Wer die Daten nicht angibt, kann also nichts bestellen. Wir haben uns das Urteil genau angeschaut: Es gilt nicht für die meisten anderen Onlineshops. Beschwerden in der Sache sind also meistens weiter möglich. Und wer keine Lust auf die Datenerhebung hat, kann auch einfach falsche Daten eingeben. 1. Um…
Danke für diesen Artikel. Die Abfrage nach der Telefonnummer wird immer häufiger, auch wohl um Bots abzuwehren. Gebe dann wann immer möglich eine falsche Nummer ein (die nicht existiert) und gut zu wissen, dass dies rechtlich erlaubt ist.
Werde in Zukunft sicherlich in Betracht ziehen, eine Nummer online per Krypto zu kaufen/mieten (hauptsächlich Monero). Hier gibt es eine ganz gute Auflistung anonymer Dienste: https://kycnot.me/
https://www.kuketz-blog.de/empfehlungsecke/#fake-telefonnummer
Ich verteile sehr gerne diese Rufnummer aus der Empfehlungsecke.
Ich hatte mich damals beim LDI (Datenschutzaufsicht in NRW) über Audible beschwert, weil die plötzlich beim Anmelden eine zur Mailadresse zusätzliche Telefonnummer als Pflichtangabe wollten.
Das ging dann zur zuständigen Aufsichtsbehöre (ich glaube, es war Hamburg). Von dort kam nach 4-6 Monaten ein Brief, dass man den Sachverhalt klären konnte.
Ratet, was man jetzt noch angeben KANN, wenn man will und nicht mehr angeben muss. ;)(Wahrscheinlich habe nicht nur ich mich beschwert.)
Tolle Aktion, muss ich mir merken!
Das wurde auch im Artikel erwähnt aber funktioniert nur so lange es keiner Bestätigungscodes Bedarf. Sonst werde ich auch die Wegwerfnummern in Betracht ziehen, die Matthias in einem anderen Artikel abgedeckt hatte.
Und passend zu dem Thema:
Das Ministerium ordnete die Unternehmen [Social Media Betreiber, Google, Meta, Reddit..] laut »New York Times« an, Namen, Mailadressen oder Telefonnummern von Konten herauszugeben, [die ICE kritisiert hatten und] die nicht direkt über ihren Namen auffindbar gemacht werden konnten.
Vom Spiegel
Bei Kauf auf Rechnung gibt es noch ein Problem, das im Artikel nicht erwähnt wurde: Immer öfter läuft das über Klarna. Wenn man bei Kauf auf Rechnung über Klarna mal ein Stück weiter in Richtung Zahlung klickt, dann stellt man fest, dass die Cookies nicht abgelehnt werden können beim Kauf. Es wird automatisch alles angenommen. So war es zumindest bei mir. Aber das ist bei Klarna wahrscheinlich nur das kleinste Problem.