Was für ein eAuto sollte sich ein Datenschutz und Privatsphären interssierter Käufer kaufen

Leider höre und lese ich nur, wie eAutos eine Datenschutz Katastrophen sind. Eines davon ist der Mozilla Bericht. Aktuell verzweifle ich etwas.

Das einzigen was ich gerade noch sicher bin, ist, dass ich kein Abo für ein zu kaufendes Auto lösen werde.

Aber mehr zu beachten? Welche Marken?

Keine Ahnung.

Gibt es diverse Beiträge zu hier, aber man kann wohl sagen dass es komplett undurchsichtig ist welche Hersteller welche Daten verarbeiten…

Ist aber auch kein E-Auto Problem, das betrifft jedes moderne Auto!

Ich fahre einen elektrischen VW der einen Offlinemodus hat und dadurch hoffentlich den Datenabfluss etwas in Grenzen hält. Ebenfalls nutze ich die App nicht und habe keine persönlichen Daten im Auto hinterlegt.

Einen Test bzw eine Übersicht (mit z.B. Anfragen bei Herstellern) wäre ein Traum denn das Problem haben sehr viele Forumsteilnehmer*innen… Wäre das nicht was @kuketz ? :wink:

Es gibt ja auch viele die schon solche Autos fahren. ggf. könnte die Crowd Daten sammeln?

Mein 18 Jähriges Auto macht es hoffentlich noch etwas. Aber ich möchte vorbereitet sein wenn es denn soweit sein soll.

Dann würde ich einfach mal die Autoverkäufer:innen fragen, was auf dem Markt so möglich ist. Liegt ja auf der Hand, die sollten das Wissen. Und wenn sie es nicht wissen, sollten sie sich darum kümmern, es zu Wissen. Ist ja auch ein Verkaufsvorteil. Und wenn mehr Leute danach fragen, definiert sich da ein konkreter Bedarf auf dem Markt.

Hat nichts mit e-Auto zu tun, gilt für alle KFZ, ab 1.06.26 müssen die dann noch eine Cam haben, die den Fahren und dessen Augenbewegungen scannt.

Man möchte ganz klar das Auto zurück drängen, dabei vergessend, das unser Wohlstand daran hängt.

Überhaupt, E-Atuo will gut überlegt sein, ein Leasing die einzig vernünftige Sache. In China sind das schon Wegwerfartikel, 2-3 Jahre alt, dann will es keiner mehr haben, die Innovation zu schnell.

Fahre selbst ein E KFZ, Audi Q4 - im Sommer und für kurze Strecken top, sehr günstig. BJ '21, und aus Datenschutzsicht hat er einen großen Vorteil, die Software ist so schlecht, das die Hauptmeldung ist - es kann keine Datenverbindung aufgebaut werden.

Ansonsten: Wir wissen wo dein Auto steht

https://www.adac.de/news/vw-datenleck/

Oder das hier, Schöne neue Welt:

Mitten im Winter: Toyota schaltet Tausenden Kunden die Autoheizung ab

https://www.chip.de/news/auto-fahrrad/mitten-im-winter-toyota-schaltet-tausenden-kunden-die-autoheizung-ab_28bb1a1b-a1d1-411d-9471-7b1f9b3ef4e3.html

CATL hat übrigens einen neuen Akku auf den Markt gebracht, serienreif, keine seltenen Erden, kein Lithium, im Winter keinen Verlust (ganz im Gegenteil zu Lithium Akkus, die sind richtig übel), schnell zu laden, brennt / explodiert nicht, gute Reichweite und kostet nur ein Bruchteil…

Natrium-Batterie geht Ende 2026 in Serienfertigung

https://www.electrive.net/2026/04/22/catl-erneuert-sein-batterie-lineup/

Ich kenne keine Untersuchungen zu dem Thema fände es aber auch interessant. Mir blieb nur der Versuch das Android Automotive und Google Account meines Renault nach bestem Gewissen zu konfigurieren.

https://www.kuketz-forum.de/t/google-account-zustimmung-zu-datennutzung-minimieren/16531?u=reklow

Wie gut hat das geklappt? Ich mag die Autos von Renault und Polestar, habe sie aber aufgrund von Google bisher ausgeschlossen…

Wie komplex muss das Auto denn sein? Ein Opel Rocks E hat z.b. nichts eingebaut, was dich tracken könnte, ist aber natürlich auch kein vollwertiges Auto. Fürs Pendeln und die gelegentliche Besorgung auf dem Dorf reicht es aber aus.

Ich kann nur sagen, dass ich die Empfehlungen in dem Thread umgesetzt habe, aber immer noch Google Maps für die Navigation genutzt wird. Wie gut das hilft kann ich nicht abschätzen. Der Google Account wird ausschließlich für den Renault verwendet.

Man kann aber den Renault auch komplett ohne Google Anmeldung und Unterbindung der Ortsdaten fahren. Dann kann man immer noch z. B. mit Apple CarPlay das große Display nutzen (bisher nur über USB lauffähig bekommen).

Was jedoch bei meinem Megane nicht funktioniert ist die Akku-Vorkonditionierung für effizientes Laden manuell zu aktivieren. Das geht nur über eine Google Maps Ladeplanung.

Alle Neuwagen speichern oder übertragen Daten in irgendeiner Form. Und natürlich sind diese Daten nur insoweit geschützt, als dass die dafür Verantwortlichen versichern, dass da niemand Unbefugtes dran kann. So wie bei der Toyota-Bank, wo ich dann durch eine Mail erfahren musste, dass leider leider doch alle Daten geklaut wurden. Ist aber ein anderes Thema.

Das eCall-System arbeitet mit dem Mobilfunknetz. Damit ist per se schon mal eine sehr genaue Standortbestimmung und ein Tracking möglich. Das System ist Pflicht.

Die Airbag-Steuergeräte speichern die letzten 5 Sekunden vor einem Auslösen. Je nach Hersteller ist die Datenmenge sehr umfangreich, z.B. ob Du die Hände am Lenkrad hattest oder den Blinker gesetzt hast, etc.

„Keyless Go“-System gibt’s in der erweiterten Form auch so, dass man den Schlüssel in der Handy-App hat.

Bei E-Autos beliebte Berechnungen (und Vorbereitungen) zum Tanken, um die nächsten günstigen und freien Stromsäulen auf der Route ansteuern zu können, tauschen Daten mit Servern aus, die fast immer von den TechBros stammen (Amazon oder Google).

Updates „over the air“ (OTA) gibt’s nicht nur für Navi-Karten, sondern für komplette Betriebssysteme im Auto.

Bestimmte Systeme kann man überhaupt nicht abstellen, auch wenn der Hersteller so etwas wie einen „Flugmodus“ bzw. „Offlinemodus“ anbietet, wie z.B. das eCall-System oder der Unfalldatenschreiber des Airbags.

Es gibt meines Wissens nach kein neues E-Auto, was nicht in irgendeiner Form beständig Daten an irgendwen abiefert (ausser, Du fährst mit dem Wagen vielleicht durch eines der Mobilfunklöcher in Deutschland - die Chancen stehen gut ;-))

Vielleicht ist für Datenschutz-Affine Nutzer das Car-Sharing besser.

Zwar erhebt der Sharing-Anbieter zusätzliche Daten, dafür werden die sonstigen persönlichen Daten mit anderen Benutzern vermischt.

Da müsste man dann natürlich einen datensparsamen Sharing-Anbieter finden.

Unwahrscheinlich, so einen zu finden. Es liegt im Interesse der Carsharing-Anbieter, genau zu wissen, wo die Autos wie lang stehen und wer wie wann damit wo lang gefahren ist. Ich würde vermuten, dass die noch mehr Daten sammeln.

Wieso haben die Internetzugang wenn man kein Abo abschliesst?

Kann man die verbindung manuell trennen?

Allgemein kann man mir keine Aussagen fällen.

Aber mein Renault Megane hat für die Boardfunktionen wie Navigation und Over-the-Air-Updates eine beschränkten Internetzugang den ich über ein Abo auch auf App-Datenverkehr wie Internet-Radio erweitern könnte. Einen Punkt wo ich den Internetzugang des Fahrzeugs vollständig deaktivieren könnte habe ich nicht gefunden.

Aber andere Hersteller oder auch nur Modelle könnten hier ggf. ganz anders aussehen.

Vermutlich besteht einfach das Problem, dass noch niemand eine große Untersuchung zu dem Thema gestartet hat und die wenigsten Leute nach Datensparsamkeit schauen und nachfragen.

Bei der Auswahl unseres Renault haben wir 2022 angefangen zu suchen und schon 1 1/2 Jahre gebraucht um überhaupt ein E-Auto für unsere Mobilitäts-Anforderungen zu finden.

Hätte ich darauf bestanden Google Automotive zu meiden, wäre wir vermutlich heute noch nicht weiter oder hätten eine stark überdimensioniertes Fahrzeug nehmen müssen (da gab es mehr Auswahl). So habe ich jetzt aber ein Google
Automotive und kann nur versuchen die Datensammlung einzuschränken.

Ich bin da ja auch mal gespannt was da geht und nicht geht.

Habe einen Hyundai Inster in der Lieferung und wechsel von einem Toyota Aygo, der zum Beispiel, auch noch keine eSim hat. Das ganze BlingBling und Gepipse moderner Autos beschränkt sich dort auch nur auf Gurt- und Lichtwarnung.

Wird schon eine Herausforderung.

Es wundert mich etwas, dass die Datenlage so dünn ist, Fast jeder OpenSource freund und IT Nerd wird sich ja mit dem Thema mal befassen und ggf. sogar - wie bei jeder Hardware auch damit spielen oder ggf. auch versuchen die Datensparsamkeit zu erhöhen. Und doch scheint das hier nicht der Fall zu sein.

Mit dem Auto experimentieren ist ein teures Vergnügen.

Da kann auch die Verkehrssicherheit schnell weg sein. Ist ja auch ein Grund warum man die Software nicht frei ins Netz stellt und quelloffen entwickelt. Da haben Kraftfahrtbundesamt und TÜV sicher was dagegen.

Ich fahre ein älteres Auto, das Thema wird aber auch für mich interessant, wenn mal ein neues fällig ist.

Nur so ein Gedanke:

Es gibt doch diesen Rechtsanspruch, dass man sich von einem Anbieter mitteilen lassen kann, welche Daten er von einem gespeichert hat. Man kann auch die Löschung veranlassen.

Wie ist das mit den Autoherstellern? Würde in so einem Fall das Auto unbrauchbar?

gar keines. Wer ernsthaft hierüber diskutiert, hat sich schon „verkauft“.

Zukunfstszenario, fiktiv. Von mir gerade gedichtet, aber schön zu sagen:

Ehefrau und Ehemann treffen sich. Stichwort Erotische Connectivität des Analogen. Da meldet sich die E-Auto-App mit einer Warnmeldung über das Smartphone: „Achtung: Ihr Puls ist im kritischen Bereich. Jetzt kein Auto fahren“. Woher das die E-Auto-App weiß? Faszinosum der schönen neuen Welt.

Sollte einer der beiden 20 Minuten später Auto fahren wollen, weil Pizza holen, oder so, dann startet der Wagen fürsorglicher weise erst gar nicht und möglicher weise sendet er eine Warnmeldung an das örtliche Ordnungsamt. Woher das die E-Auto-App weiß? Faszinosum der schönen neuen Welt.

Viel besser ist es natürlich, den Herstellern das Deaktivieren aus der Ferne zu überlassen. Da hat das Kraftfahrtbundesamt garantiert nix dagegen, das würden sie gar nicht merken. Obwohl sie so digital sind, dass man mittlerweile Autos über das Internet an- und ummelden kann :open_mouth:

https://www.tagesanzeiger.ch/sicherheitsluecke-elektrobusse-aus-china-erlauben-fernsteuerung-881764359333

Also ich finde, der Open Source Ansatz ist hier klar im Vorteil: es ist viel demokratischer wenn einfach jeder so einen Bus lahmlegen kann, aus Rache weil unpünktlich, damit man eine gute Ausrede fürs Zuspätkommen hat oder warum auch immer..