Dank des Links von @gosch (UBPM - Universal Blood Pressure Manager) habe ich für mich die passende Lösung gefunden.
Die Software “Universal Blood Pressure Manager” (UBPM) ist eine FOSS Lösung, die sowohl auf Windows, MacOs als auch Linux läuft. Die Daten werden lokal gespeichert, sind exportier- und analysierbar.
Bei der Auswahl des Blutdruckgerätes beschränkte ich mich auf die hinter obigem Link unter “Click to show supported blood pressure monitors” gelisteten Geräte, die mit UBPM kompatibel sind.
Aus dieser Liste habe ich mich für das “BM 58” von Breuer entschieden. Dies erfüllte meine initialen Anforderungen und war zusätzlich nach meinem Befinden vom Preis-Leistungs-Verhältnis passabel. Zudem kann man es mit USB-Kabel verbinden, was für mich ein zusätzlicher Bonus war. Hier gäbe es bestimmt noch andere gute Geräte als mögliche Lösungen.
Für die Installation des UBPM unter Linux mit Flatpak bin ich diesem Link gefolgt.
Schlussendlich muss man unter Linux das Blutdruckgerät für den UBPM noch verfügbar machen:
Blutdruckgerät in UBPM konfigurieren
Im UBPM wählte ich unter Einstellungen / Gerät die Option breuer-bm58-h.so
Anlegen einer UDEV Regel
Damit der UBMP das Blutdruck Gerät nach Einstecken erkennt, musste ich das Gerät in einer Regel definieren. Dafür habe ich die folgende Datei angelegt:
sudo nano /etc/udev/rules.d/60-ubpm.rules
In diese Datei habe ich die folgende Zeile eingefügt:
SUBSYSTEM==„hidraw“, ATTRS{idVendor}==„0c45“, ATTRS{idProduct}==„7406“, MODE=„0666“, GROUP=„plugdev“, SYMLINK+=„ubpm“
Sowohl idVendor, als auch idProduct musste ich finden. Hierfür steckte ich das Blutdruck gerät ein und gab via Terminal den Befehl lsusb
Mit diesem Befehl werden alle USB Geräte gelistet. Um herauszufinden, welches Gerät das Blutdruck Gerät ist, führte ich den Befehl noch einmal mit ausgestecktem Blutdruck Gerät aus und identifizierte die Zeile, die als Delta übrig blieb:
Bus 001 Device 021: ID 0c45:7406 Microdia USB Device
BM58 idVendor: 0c45
BM58 idProduct: 7406
Import der Daten
Über Datenbank/Import/von Gerät (Strg-i) lässt sich nun der Import vom Gerät triggern.
Die Daten werden pro User getrennt angezeigt. Den Usern lassen sich auch Namen zuordnen.
Pro User kann man verschiedene Ansichten ausdrucken, die man evtl. zu einem ärztlichen Termin mitnehmen kann. Auch verschiedene Exporte der Rohdaten sind möglich.
Alles in allem bin ich mit der Lösung sehr zufrieden. Für einen Linux Anfänger könnte das Setup jedoch herausfordernd sein.