Ich möchte hier zu dem Thema auch noch meinen “Senf” dazugeben.
Kurz vorweg:
Linux nutze ich mittlerweile auf allen meinen Rechnern. Anfangs (vor 25 Jahren) als Dualboot, Spätestens mit dem Auftauchen der Verschlüsselungstrojaner habe ich dann rigoros auf Linux umgestellt. Von daher bin ich natürlich kein Laie mehr auf dem Gebiet, wenn auch noch lange kein Profi.
Ich benutze paperless-ngx in der Docker-Installation direkt auf meinem PC. Man kann paperless mühelos so konfigurieren, das alle Speicherbereiche (Datenbank, Dokumente usw.) sich direkt im Dateisystem des Wirts (des PC selbst) befinden. Das ist insbesondere für die Dokumente selbst wichtig. Man kommt nämlich notfalls an die gescannten PDF’s heran. Allerdings nur, wenn man in paperless saubere Speicherpfade anlegt. Die befinden sich bei meiner Installation unterhalb von /opt/paperless/. Dort gibt es einen Ordner media und auch einen Ordner consume. Letzeren habe ich mit SAMBA freigegebene (SMB-Freigabe). Dort speichert mein Brother-Drucker alle eingescannten Dokumente als PDF/A ab.
OCR-Scan Verschlagwortung, eintragen von Dokumentenart, Korrespondent usw. macht paperless ziemlich gut alleine. Kann man alles recht gut konfigurieren und auch später noch einiges anpassen.
Mein Dokumentenscanner ist von Brother. Er kann über USB (nicht probiert ) SMB-Freigabe (läuft super) oder auch per FTP (nicht probiert) seinen Scans bei paperless abliefern. Soweit ich das anhand meiner Firewall feststellen kann, braucht der nur beim Einschalten mal eine Internetverbindung zu einem NTP-Server, um die Uhrzeit zu stellen. Alles andere bleibt in meinem geschlossenen Netzwerk. Ich habe mir bei meinem Brother Scanner keine Mühe gemacht, USB oder FTP auszuprobieren. Wozu auch? SMB funktioniert unter Linux schnell und stabil.
Die Menüführung / Benutzung ist bei paperless sehr übersichtlich und schnell. Der Scanner macht 2-seitige Scan’s mit Leerseitenerkennung. Das kann man alles am Scanner mittels WEB-UI einstellen bzw. anpassen. Alles was man als Stapel in den Scanner einlegt, kommt als ein PDF-Dokument in paperless an. Trennen kann paperless das mittels Aufklebern. Ist im Projekt gut beschrieben.
Insgesamt kein Vergleich mit ecoDMS. ecoDMS ist preislich recht gut mit seinen ca. 90,- Euro als lebenslange Preisgarantie. ABER Bedienung deutlich träger und umständlicher als paperless und am Wichtigsten, was auch mir mir nach 2 Jahren der Grund war ecoDMs “abzuschießen”. ecoDMS lässt keinen Zugriff auf die PDF’s direkt zu, was aber bei einer revisionssichern Lösung auch unzulässig ist. Wenn also ecoDMS spinnt, kommt man an nichts heran. Was mir bei ecoDMS auch sauer aufgestoßen ist, ist die Preisgestaltung beim Support.
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Der einzige Nachteil von paperless:
Die Entwickler haben erklärt, das es unter keinen Umständen eine Version für Windows geben soll. Also nur mit Linux als Wirt. Und den Standpunkt vertreten sie m. W. immer noch.