Dokumentenscanner für Windows - Eure Empfehlungen, auch hinsichtlich Datenschutz

Hallo zusammen,

ich möchte diesen Monat noch einen Dokumentenscanner kaufen, um meine Altakten (größtenteils A4) zu digitalisieren. Ich kann keine Firmenlösung bezahlen, aber so 300, 400 € sind schon drin, ich kann das Gerät evtl. anschließend wieder verkaufen (oder auch schon gebraucht kaufen).

Wie ich bei einer Freundin schon feststellte, steht und fällt eigentlich alles mit der Software. Was Windows da standardmäßig an Bord hat, ist furchtbar. Ich habe an einem sehr alten Rechner noch einen (defekten) Tintenstrahldrucker von HP mit Scanauflage, den ich für gelegentliche Scans benutze - diese Software ist um Lichtjahre besser!

Nun kann man sich ja im Internet so manche Kaufempfehlungen durchlesen und das habe ich auch gemacht. Ich möchte aber ohne Cloud auskommen. Ich möchte die Dokumente scannen, OCR drüberlaufen lassen, verschlagworten/umbenennen/sonstwie sortieren und dann auf meinem Rechner bzw. einer externen Festplatte abspeichern. Und zwar in einem Format, das für den Rechnerwechsel (von Windows 10 nach Linux, wish me luck) auch schon gerüstet ist.

Falls es hier im Forum oder auf dem Blog schon einen Beitrag dazu gibt, verschiebt mich gerne dorthin. Ich habe gesucht, aber nichts Passendes gefunden.

In manchen Copyshops kann man die Kopierer auch als Scanner nutzen, das ist v.a. wegen dem zuverlässigen Einzug und doppelseitigem Scan interessant die Du für den angestrebten Preis nicht bekommen kannst. Im Regelfall kommt ein PDF raus. Das kannst Du auch nachträglich aufteilen, OCR durchführen etc.

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Ich habe auch einen Drucker mit Scanner. Scans mache ich mit Bordmitteln (Linux Mint) und importiere die Dokumente dann in Paperless-ngx (hab ich auf ‘nem Raspi installiert). OCR, Verschlagwortung usw. erfolgt dann dort.

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Hab letztes Jahr einen Brother MFC8390 für 420€ gekauft.

Der kann auch doppelseitig scannen und das bei mehrfach Einzug.

Nutze dazu Skan auf mein Linux. (Fedora KDE)

Hab einen neuen Drucker gebraucht und getrennt kaufen hat sich nicht gelohnt.

Bin sehr zufrieden mit den Scanergebnissen.

Speicher diese als PDF.

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So wie ich das verstanden habe suchst du hier nach Hardware - in Kombination mit Software?

Bezüglich Software kann ich auf NAPS2 verweisen:

https://github.com/cyanfish/naps2

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Ja, ich suche einen Scanner (Hardware), der schon eine gute Software (verschiedene Profile, Seiten einzeln zufügen oder entfernen, OCR usw.) mitbringt, gerne auch direkt am Scanner bedienbar.

Wichtig ist mir, dass ich nicht über irgendeine Cloud muss. Hier beispielsweise https://www.faz.net/kaufkompass/test/die-besten-scanner/#ricohscansnapix1600-count-13 schreiben sie

Direkt in die Wunsch-Cloud scannt ScanSnap Home nicht, stattdessen muss man einen Umweg über die quasi als Relaisstation dienende ScanSnap-Cloud nehmen, was wiederum ein ScanSnap-Konto erfordert.

Das geht für mich gar nicht. Meine Daten bleiben in meinem Büro. Ich habe keine eigene Cloud, ich darf das DSL meines Vermieters nutzen (der hat den Router, ich vertraue ihm), kann also auch keine Basteleien durchführen.

Vielleicht gibt’s jemanden hier, der über sein Dokumentenmanagement berichten kann. Noch hab ich Windows und möchte die Aktion deshalb damit über die Bühne bringen. Nur eben die Lesbarkeit/Sortierbarkeit der Dokumente später in Linux muss gegeben sein.

Meine Dokumente sind unterschiedlich, manchmal muss man bei einzelnen Seiten von Graustufen auf Farbe wechseln oder die dpi hochdrehen oder den Kontrast so lange anpassen, bis alles gut lesbar ist. Es ist leider nicht so, dass ich schwarzweiß-Dokumente aus einem A4-Aktenordner nehme und die in einem Copyshop in einen Feeder werfen kann. Abgesehen davon: Ich war letztes Jahr mal in einem Copyshop (gibt es hier in meiner Nähe so gut wie keine mehr), was die für Preise aufrufen, hat mich echt geschockt.

hier Scannen auf mitgebrachten USB-Stick kostenlos.

Ich scanne immer als PDF, manchmal mache ich extra OCR weil mein Scanner das nicht toll kann. Manche Dokumente wandern in einen passenden Ordner, ansonsten findet die Windows-Suche die Dokumente rasend schnell. Keine Ahnung ob unter Linux eine geeignete Suche existiert.

Was ich noch nicht ganz herausgefunden habe - was genau soll dieser Scanner bzw. WIE soll dieser Scanner scannen können?

  • Mit “großteils A4” meinst du nichts größer als A4 oder auch größer als A4?
  • Soll der Scanner einen Einzug haben - und soll der ein Auto-Duplex-Scanner sein? (hier wäre vielleicht ein gebrauchtes älteres Büro-Modell möglich)
  • Welche Qualität willst du haben? Brauchbar - oder wirklich “Top-Scanner-Qualität” (dann wird es mit 400 € - selbst gebraucht - schwierig werden (zumindest meinerseits mit Empfehlungen) ).
  • du willst aber keine (analogen) Filme damit scannen (nur um auf Nummer sicher zu sein…)

Das meiste ist A4, manches kleiner.

Einzug auf jeden Fall, ob es einer sein darf, der beidseitig in einem Rutsch scannen kann, entscheidet vermutlich der Preis, vorziehen würde ich es natürlich.

Es geht nur um Papiere und vielleicht auch gelegentlich mal ein Foto, aber keine Filme, Dias oder sonstwas, wo man richtig hohe Auflösung bräuchte. Also mit 600 dpi max bin ich bestens bedient. 200 dpi max ist zuwenig. Wenn ich beim Durcharbeiten Fotos finde, die höher aufgelöst werden müssen, kann ich die paar Dinger tatsächlich anderswo digitalisieren (lassen).

Ich bin etwas neidisch (grünes Neid-Emoticon)

Aber nur ein bisschen, denn das kreuz und quer gehäufte Zeugs hier kann ich nicht in einen Copyshop schleppen. Ich muss außerdem, denke ich, in Häppchen vorgehen, jeden Tag ‘ne halbe Stunde oder so …

Also die oft hohe angegebene Auflösung ist meistens ohnehin nicht ganz zu erreichen: https://www.filmscanner.info/Aufloesung.html

(Es sei denn du investierst mehrere tausende Euro in einen Scanner- in dem Fall ist aber ein Kauf ohnehin für Privatnutzer kaum rentabel)

Meine günstige Variante hat keinen Einzug.

Ich persönlich verwende Canon CanoScan LiDE 400 - beim Einrichten wirst du gefragt, ob du anonyme Daten (z.b. verwendete Auflösung zum Scannen etc.) teilen willst - was du aber bei der Installation der Software verneinen kannst. - Bei diesem Scanner hast du aber wie geschildert keinen Einzug - du müsstest alles selbst manuell einlegen.

Die mitgelieferte Software hat bereits OCR. Wenn du aber richtiges professionelles OCR für ein PDF brauchst, würde ich persönlich das kostenpflichtige Programm FlexiPDF verwenden - damit kannst du eine OCR-Korrektur vornehmen wenn die Erkennung nicht optimal (genug) war/ist: https://help.softmaker.com/flexipdf2025/de/index.html?ocr_automatische_texterkennung.html

Es gibt aber auch Scanner die nur einen Einzug haben - und z.b. kein Einlegen eines Buches ermöglichen. - Beachte bei solchen mobilen Scannern, dass manchmal der Einzug das Dokument verzieht (vor allem bei den günstigen Modellen) - dann kannst du erst wieder manuell alles korregieren.

Alles ohne Gewähr meinerseits - ob und was für einen selbst passt findet man wahrscheinlich nur durch ausprobieren und Erfahrung heraus.

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Guck dir mal die ScanSnap Scanner an. Ich habe einen kleinen alten (ca. 10 Jahre), als die noch von Fujitsu vertrieben wurden. Jetzt gehören die zu Ricoh.

Die Software ist für Mac und Windows und die OCR Möglichkeit und Teilautomatisierung der Datei-Benennung ist wirklich gut. Die meisten können Duplex-Scan. Neu sind die relativ teuer, liegen aber glaub ich in deinem Budget.

Ich habe nur leider keine Erfahrungswerte mit der Software auf neuren Windows oder Mac Umgebungen.

Für Linux gibts die Software nämlich leider nicht. Da ist der Funktionsumfang und das UI-Design leider sehr eingeschränkt.

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@Miss-Piggy Wir haben seit über 10 Jahren einen Canon DR M 140. Scannt beidseitig, ca. 70 Blatt (A4 Max) in einem Rutsch, ist flott und kompakt. Kassenbons kann man auch einscannen. Der Nachfolger DR M 140 II ist mit ca. 700 EUR recht teuer. Die Canon Software läuft unter Windows und Mac und du kannst mit Profilen arbeiten. Wenn man den gebraucht kauft, dann sollte man gleich die Verschleißteile (Rollen) neu kaufen. Der Einbau ist einfach.

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Also vor einigen Jahren (mind. 5) gab es in einem Forum Leute, die von einem Dokumentenscanner berichtet haben. Hat damals 300-400€ gekostet. Den Scannern hast Du einen Stapel lose Blätter gegeben, die haben sie nacheinander selbständig eingezogen und beidseitig gescannt (daher der Name Dokumentenscanner, hab das damals extra nachgeschaut) und gespeichert. Genaue Zeit fürs Scannen weiß ich nicht mehr, nur noch „dicker Stapel in wenigen Minuten“. Das Forum gibt es leider nicht mehr um nachzuschauen. Also geben muss es das noch, auch für Privatanwender, nur damals 300-400€ wird heute mehr sein. Ich meine einer von denen war von Brother.
Software hab ich nur mal für Linux geschaut, das war Paperwork, das kann sowas managen. Dann hast Du die ganzen Dokumente in Paperwork, der vergibt den Dokumenten automatisch Namen. Format war pdf (hab noch nie von was anderem gehört in der Hinsicht). Ich hab die Software nie benutzt, kann daher auch nicht sagen, ob/wie gut man die pdf’s von da wieder rauskriegt. Nachtrag2: Vorgesehen bei der Software ist, dass man die pdf’s in der Software sucht, nach Schlagworten (Paperwork wendet automatisch OCR drauf an) - Ist nicht mein Ding, ich ordne es lieber thematisch in Ordner ein und da kann ich nicht mehr sagen, wie das umsetzbar ist. Aber wie gesagt, für Linux, hilft Dir so gesehen eh nicht weiter. Mit Windows wäre ich nur vorsichtig bzgl. darauf vorhandener Spyware.
Nachtrag: Wo ich hier von Fujitsu gelesen habe, ich meine, das war der andere Scanner in dem Forum. Alles unkonkret, sorry, aber ich schätze, das musst Du eh nachrecherchieren.
Ich würde für sowas auf youtube schauen (ich selbst vergess das immer, da Videos nicht mein Metier sind, aber für sowas wird man mit den entsprechenden Stichworten gut fündig, Stichwort „papierloses Büro“, „Zeitmanagement“, oder die Scanner- oder Softwarenamen).

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Geht unter Linux genauso.

Vllt sogar schneller. :stuck_out_tongue:

Kann aber nur für Fedora KDE sprechen.

welche Suche verwendest Du und geht die ggfs. auch remote? Ich weiß dass die Suche von Samba immer noch in der Entwicklung ist.

Ich würde an deiner Stelle eine kleine SSD neu kaufen für etwa 20 Euro, die in den Rechner einbauen und darauf ein Linux deiner Wahl installieren. Du willst doch umsteigen, dann versuch es und mach es einfach.

Bei Mint wäre das Programm der Dokumentenscanner, sehr einfach gehalten, aber macht was es soll. Für ocr nutze ich ocrmypdf, das ist ein Terminalprogramm, aber keine Angst, dass ist genau eine Zeile mit der der Ordner rekursiv durchsucht und alle pdfs mit einem Textlayer vereshen werden.

Als Sanner würde ich dir einen Brother empfehlen. Brother wird von Linux sehr gut unterstützt. Such dir einfach auf deren Seite einen aus, vielleicht kannst du die irgendwo (gebraucht) billiger erwerben.

Derzeit bennene ich meine pdfs noch selber. Am Anfang kommt das Datum in der Form JJJJ-MM-TT, dann sind die Dateien schon einmal chronologisch in der richtigen Reihenfolge. Dann ein Kürzel wie “TK” für Techniker Krankenkasse und dann ein bisschen vom Inhalt.

Als große Programme gibt es Paperworks und Paperless -ngx. Ich kenne sie noch nicht, werde mich aber in Zukunft auch mit dem Paperless -ngx befassen werden.

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Den gibt’s gebraucht sogar für ca. 200 € - super! (Nachtrag: Nee. Der gebrauchte ist “ohne Software” …) Nur, dass er mit Linux dann gar nicht funktionieren wird, ist schade.

Bedient man ihn hauptsächlich am Rechner oder kann man (hat ja nicht so viele Tasten) ihn auch gut am Scanner bedienen? (Profile ansteuern)

Was müsste ich da tun, um solche Spyware zu erkennen/löschen?

Das las ich ja in einem anderen Thread schon und Du hast Recht! Aber ich habe meinen Bruder gefragt, der sagt, ich hab schon eine SSD drin und mehr als eine geht nicht. Sonst hätte ich schon damit angefangen.

Entschuldige. Ich meine mit neuer SSD, damit deine Windowsinstallation unberührt bleibt. Damit du in kritischen Momenten, du musst irgendeinen Brief schreiben und bist von Linux total genervt, weil es halt nicht wie Windows funktioniert, einfach die Platten tauschen und zumindest temporär zu Windows zurück kannst.

Später holst du dir ein externe 2,5” Gehäuse und schließt die alte Platte an einen USB Anschluss an.

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Installier Linux doch erstmal als virtuelle Maschine mit Hyper-V auf Windows, oder wenn Du keine Pro oder besser Version hast mit einem anderen Hypervisor. Dann kannst Du Gehversuche machen ohne die Hardware zu ändern.

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Weil‘s gerade so schön passt, meine 50 Cent dazu:

Habe gestern einen alten Brother ADS 2100e bekommen. Der vorherige Besitzer hat wohl vom Dienstleister neue Scanner aufgeschwatzt bekommen, von wegen Netzwerk und so :joy:

Dat Ding hat USB. An Linux angeschlossen, Treiber von Brother (jep, von 2017, aber funzt tatsächlich noch) installiert, Naps2 geöffnet und angefangen zu scannen. Dann mal spaßeshalber im Netzwerk freigegeben, Windoze 11 hat ihn erkannt und konnte dort (ebenfalls über Naps) direkt scannen, ohne Treiber zu installieren.

Paperwork, wie oben schon erwähnt, ist super fürs private Dokumentenmanagement, wenn man es lokal haben möchte und keine tiefergehende Struktur benötigt. Open Source, bietet Tags und reicht für einen Ottonormalverbraucher vollkommen aus. Für alle Plattformen und sogar in deutscher Sprache verfügbar :slight_smile:

Paperless NGX wollte ich installieren. Aber Apt hat mir für die lokale Version ohne Docker so gefühlt eine Million Pakete für Redis vorgeschlagen. Installation abgebrochen und es es seither nicht mehr versucht. Dass moderne Software aber auch so kompliziert sein muss. Ein einfaches PHP-Script würde mir auch reichen.

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