Dual Boot: Win10 + POP OS mit vollverschlüsselten Systemen via Veracrypt

DUAL BOOT mit Win10 + POP OS mit vollverschlüsselten Systemen via VERACRYPT

Servus,

Systemspecs siehe unten.

Meine Frau möchte demnächst den Schritt zu LINUX wagen, was ich sehr begrüße.
Ich mach bei uns seit jeher die Heim-IT, hab viel Erfahrung mit Windows und so ein bisschen Heimnetzwerkkram.
Linux kenn ich mich kaum aus.

Uns kam der Gedanke, dass meine Frau erstmal mit DUAL BOOT fährt, falls das eine oder andere mit Linux doch nicht so richtig zum Laufen gebracht werden kann.

1.Absolut wichtig ist, dass das ganze weiterhin mit VERACRYPT verschlüsselt sein kann.
Also sowohl das WINDOWS 10 (Legacy) System als auch das neue LINUX/POP OS.

Erstmal: Geht das? Wenn ja was muss man dabei beachten, kann jemand dazu evtl. Guides/Tutorials verlinken?
Und wenn es geht, geht das gut oder macht das erfahrungsgemäß Zicken?

SYSTEM SPECS:
AMD Ryzen 7 5800X
NVIDIA RTX 3080
32GB Corsair VENGEANCE LPX DDR4 RAM 32GB (2x16GB) 3200MHz CL16
MAINBOARD: X570S AORUS MASTER

Danke schonmal! :=)

Ja, das ist grundsätzlich möglich, aber das ist nichts, was man nebenbei zusammenklickt, vor allem, wenn Windows bereits im Legacy/MBR-Modus mit VeraCrypt-Systemverschlüsselung läuft.

Technisch ist es möglich. Windows bleibt mit VeraCrypt vollverschlüsselt und Linux wird mit der nativen LUKS-Verschlüsselung auf einer eigenen Partition installiert. Solange jede Verschlüsselung ihr eigenes System bedient, kommen sie sich nicht in die Quere.

Der Knackpunkt ist der Bootloader. Beim Legacy/MBR-Modus sitzt der VeraCrypt-Bootloader im MBR, genau da würde normalerweise auch GRUB landen. Das muss sauber gelöst werden, sonst bootet am Ende gar nichts mehr. Unter UEFI wäre das etwas entspannter, bei Legacy ist es eher Bastelarbeit.

Fazit: Wenn das korrekt eingerichtet ist, kann das durchaus stabil laufen. Für jemanden mit wenig Linux-Erfahrung ist das jedoch kein besonders entspannter Einstieg.

Alternative: Wenn es nur darum geht, Linux auszuprobieren und zu sehen, ob im Alltag alles funktioniert, dann ist ein Dual-Boot-System mit Bootloader-Bastelei und zwei verschiedenen Vollverschlüsselungen ehrlich gesagt Overkill.

Ein virtuelles Linux unter Windows ist für den Anfang oft die stressfreiere Variante. Mit VirtualBox oder dem VMware Player kann man Linux ganz entspannt testen, Software ausprobieren und sehen, ob die Workflows passen. Das ist auch beim Treiber- und Hardware-Handling deutlich entspannter und Windows als Hostsystem verschlüsselt die VM auch gleich mit. Wenn sie merkt, dass sie Windows eigentlich gar nicht mehr braucht, kann sie später immer noch sauber migrieren.

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Gehen tut das bestimmt.

Etwas einfacher ist vieleicht Win10 mit Bitlocker und Passwort. Linux mit LUKS.

Hast du ein oder zwei Laufwerke (ssd/hdd).

Die Frage die sich mir stellt, ist das Setup überhaupt für Dual Boot geeignet, die Komponenten klingen ehr, nach kurzen „googeln“, nach Gaming PC. Ist da nicht ein extra Laptop für Linux sinnvoller? Der muss dann auch nicht so leistungsstark sein, für Web und möglicherweise Briefe schreiben

Ich bin etwas in Eile, deshalb nur kurz: Bitte auch Backup-Syteme beachten. Ich hatte vor 5 Jahren auf einem Windows 10-PC Dual Boot mit Linux Mint, was hervorragend funktionierte. Erst beim nicht funktionierendem Wiederherstellen des Back-Ups lief nichts mehr. Sich also auch da schlau machen.:blush: