Gamingsetup: Linux & Steam? Welche Hardware?

Würde mir gerne ein kleines Gamingsetup zusammenstellen und freue mich über Tipps:

Es soll ein All-in-one-PC (oder ein Mini-PC mit Bildschirm) sein (kein Handheld, kein Tower) auf dem Linux, vermutlich Bazzite, laufen sollte. Hat da jemand Hardwaretipps für mich?

Es müssen nicht die aktuellsten Titel mit allerbester Performance laufen, aber es sollte für ein ansehnliches Red Dead Redemption 2 reichen :slight_smile:

Gibt es Alternativen zu Steam? Bzw kann man Steam, durch den Barkauf von Gutscheinen, einigermaßen anonym nutzen?

Ich empfehle immer, zuerst auf GOG zu schauen, ob es dort die Games zu kaufen gibt, die man möchte. Dort kannst du dir das ganze Spiel DRM-frei kaufen und besitzt es dann tatsächlich und nicht nur eine „Spiellizenz“ die Steam dir theoretisch jederzeit wegnehmen kann.

Dank Programmen wie Lutris und Heroic Games Launcher ist auch die Installation von GOG Games keine extreme Frickelei mehr.

Wenn du auf Steam kaufst, kannst du aus Reseller-Keys kaufen, die meist günstiger sind. Bitte nur sehr darauf achten, von welchem Key-Verkäufer du kaufst.

Wenn du die Gutscheine von Steam durch BArkauf nutzt, ist es jedenfalls besser als gar nichts, da sie dann zumindest nicht deine Bankdaten haben.

Letzten Herbst habe ich mir einen Steam-PC mit einem AMD Ryzen 7 9800X3D und einer AsRock Radeon RX 7900 XTX Taichi White 24GB OC zusammengestellt. Ich denke damit sollte Red Dead Redemption 2 gut spielbar sein. Sehr praktisch finde ich das bc1-v2-open-benchtable. Ich habe direkt SteamOS installiert, da ich wollte, dass beim Einschalten sofort der Gaming-Modus aktiv ist - so wie bei einer Konsole. Meines Wissens verwendet SteamOS Arch Linux. Soweit ich weiss, sollte AMD besser unterstützt werden als Nvidia. Bei mir läuft alles sehr stabil. Gutscheine kaufe ich bei https://www.bitrefill.com mit lightning.

@Nelu Leider hast du aktuell eine sehr schlechte Zeit erwischt, da die Hardware-Preise gerade nur einen weg nach oben kennen.

Betrifft vor allem RAM, SSDs und folgend auch GPUs.

Würde auf jedenfalls auf eine AMD CPU und GPU achten. Da AMD die Treiber frei zur Verfügung stellt, laufen diese problemlos auf Linux.

Wenn du noch ein wenig warten kannst, wäre die Steam Maschine evtl. was für dich.

https://store.steampowered.com/sale/steammachine

Leider weiß man noch nicht, wo die Preise landen. Geplant war mal Release im Frühling. Wegen der Speicherkriese könnte ich mir eine Verschiebung gut vorstellen.

Konkrete Hardware kann ich dir nicht vorschlagen, da meine Gaming PCs nicht in ein Mini Gehäuse passen und bei den aktuellen Preisen, zwischen 2.500 und 3.000€ kosten.

Mega wäre ein 7800X3D mit einer 9070XT.

Ja, momentan würde ich eher zu einer Konsole tendieren wenn du spielen willst. Die Hardware um sich einen wirklich guten und Zukunft sicheren Gaming PC zusammen zustellen ist wirklich teuer geworden.

Ich hole das Thema nochmal hoch. Würde gerne versuchen eine Art Steammachine selbst zusammenzubauen, im Optimalfall aus gebrauchten Teilen. Mein einziges Problem ist, ich habe das seit Jahren (eher Jahrzehnten) nicht mehr gemacht :slight_smile: Und mit Linux sowieso noch nie… Gibt ja dann doch eine paar Dinge die man beachten muss dass am Ende alles zusammenspielt wie Prozessor, Grafikkarte, Betriebssystem, usw.
Hat da jemand Tipps für mich? :slight_smile:

Wie der Vorredner bereits sagte: Ich würde, sofern möglich, wirklich warten bis die vollkommen absurden Hardwarepreise wieder gefallen sind.

Ich hatte mir 2022 einen Gaming-PC für viel Geld zusammengestellt. Würde ich den selbigen heute wieder bauen, würde der vermutlich das Doppelte oder mehr kosten. Gerade RAM und SSD sind ne Katastrophe.

Dadurch ist auch auf dem Gebrauchtmarkt mittlerweile die Auswahl in meinen Augen eher Mau geworden, bzw. die Leute verlangen zum Teil viel zu viel für gebrauchte Hardware.

Wenn das Geld allerdings weniger relevant ist:

Ich habe bei meinem PC darauf geachtet, sowohl CPU, als auch GPU von AMD zu kaufen, weil ich (damals) nicht auf die proprietären Nvidia-Treiber angewiesen sein wollte (soll mittlerweile wohl anders sein) und ich persönlich die Erfahrung gemacht habe, dass das insgesamt stabiler bei anspruchsvollen Games gelaufen ist.

Nvidia ist in meinen Augen fürs Gaming immer überteuert gewesen. Was ich allerdings nicht verheimlichen will: Nvidia besitzt mit den neuen DLSS, welches mit LLMs die Grafik realistischer darstellen kann, schon ein nettes Feature.

Insgesamt habe ich aus meiner persönlichen Erfahrung jedoch bisher beinahe nirgends Hardware-probleme unter Linux gehabt, vor allem nicht, wenn man eine Rolling-Release Distribution nutzt, die immer aktuelle Software hat.

Hardware ist allerdings eine schwierige Frage. Du wirst hier vermutlich etliche unterschiedliche Antworten zu einem guten Gaming-PC und dessen Zusammenstellung bekommen.

Wichtig ist immer:

  • Wo liegt dein Budget?
  • Welche Erwartungen hast du?
  • Soll es auch LLMs betreiben können?
  • Wie groß dürfen die Komponenten sein, wenn du eine Steammachine nachbauen willst, die ja wirklich winzig ist…

Wenn du all diese Dinge beantwortest, könnte das Schwarmwissen dir eventuell Tipps geben :slightly_smiling_face:

Ist als Weihnachtsgeschenk gedacht (deshalb ist abwarten bis die Preise fallen schwierig) für einen Jugendlichen der aktuell nur Fifa/FC spielt :slight_smile:

Wie gesagt, am liebsten würde ich die Komponenten gebraucht kaufen. Aus Gründen der Nachhaltigkeit und um Kosten zu sparen.
Für mich ist am schwersten einzuschätzen welche Leistung es braucht damit zB FC27 flüssig läuft als auch zukünftige Spiele… Wobei es nicht die bestmögliche Grafik sein muss, sollte nur eben flüssig laufen. Kein LLM oä, wirklich nur zum zocken unter Linux gedacht.

Gehäuse muss auch nicht ganz so mini sein wie die Steammachine, aber auch kein großer Tower wäre wünschenswert.

Vielleicht interessiert dich der Bauvorschlag von heise.de (kostenpflichtig) dazu. Die haben versucht eine noch halbwegs bezahlbare Option zu bauen. Leider ein Heise Plus Artikel. Dazu haben sie allerdings auch in einem frei zugänglichen Video kurz gesprochen.

Das ist jetzt so das schnellste, was mir dazu einfällt.

Wie definierst du denn flüssig (60Hz oder sollten es doch schon mehr Richtung 200 sein?) und vor allem - in welcher Auflösung denn? Macht ja doch einen gewaltigen Unterschied ob das in 1080p oder 5K2K laufen soll.

So als Anhalt, du könntest bei gebrauchten Computern gucken, was du ungefähr für dein Budget bekommst.

https://www.afbshop.de/gebrauchte-pcs/?p=7&order=price-asc

Wenn Linux, dann AMD, die Prozessoren sind leistungsfähiger als Intel und die Treiber der Grafikkarten sind im Kernel enthalten.

Zum Vergleich von Systemen, bzw. der CPU, gucke ich immer gerne auf dieser Seite nach.

https://www.cpubenchmark.net/compare/4923vs6104vs4814/AMD-Ryzen-7-6800U-vs-AMD-Ryzen-7-8700F-vs-AMD-Ryzen-7-5700X

der 6800u ist meine CPU zu Hause, die beiden anderen warne CPUs von angebotenen Rechnern.

Wie schon gesagt, das Hautproblem sind die teuren Hardware-Preise aufgrund der gestiegenen KI Rechenzentren weltweit. Wenn ich die Wahl habe, würde ich ein komplettes AMD Setup bauen. Also CPU und GPU von AMD. Läuft auf Linux problemlos. Nvidia wird besser aber je nach Distro kanns dennoch schwieriger werden. Hab auch ne Steammaschine Zuhause. Nutze aber dennoch meist meinen Gaming PC zum zocken. Der Würfel ist gut für Unterhaltung aber 4k in Max settings sind halt nicht drin.

Am Ende ist es eine Budget Frage. Was du eben bekommst.

Dem SteamOS am nächsten kommt Bazzite. Da kannst du auch eine Nvidia Version wählen, falls doch eine GPU von denen herhalten muss. Ich meide Nvidia mittlerweile als Gamer.

Falls du Neuteile brauchst, Geizhals ist perfekt um alle Teile zu suchen und die Preise im Blick zu halten.

Es wird teuer aber mein mindestvorschlag wäre 8Kern CPU, 16GB VRAM, 16GB RAM und min. 1TB SSD mv2.

Damit hat man länger was von. Unter 1.000€ kommt man damit nicht hin.

Evtl. kann auch so mancher fertig PC heute günstiger sein als Neubau.

Am besten du nennst mal das Preis Limit.

ACHTUNG: EA FC läuft NICHT (online) unter Linux! Es verwendet EA Anti Cheat und ist aktuell laut meinen Informationen nicht lauffähig unter Proton. Ich meine, es gibt eine Möglichkeit es offline zum laufen zu bekommen aber ich mutmaße einfach mal das reicht vermutlich nicht aus für den Usecase. Online Spiele mit Anti Cheat sind generell oft ein Problem. Hier für jeden Einzelfall immer vorab informieren.

Zum Thema: Preislich kommt aktuell eigentlich wirklich nur AMD in Frage, dennoch auch das ist eigentlich zu teuer. Oder gebraucht, sofern sich ein faires Angebot finden lässt aber ist bestimmt auch schwierig.
Zudem laufen Spiele mit AMD häufiger ähnlich oder gar besser als auf Windows, auch wenn Nvidias High End Karten natürlich insgesamt nochmal deutlich mehr Rohleistung bieten. HDR in 4K mit VRR ist aktuell noch ein Problem bei AMD wegen der HDMI Bandbreite aber ein Fix ist in Sicht zu Ende des Jahres. Bei Nvidia mit proprietären Treiber kein Problem.

Online Spiele für Linux lassen sich gut auf https://areweanticheatyet.com/ überprüfen.

Es gibt welche die laufen, die größten Titel gehören (noch) nicht dazu. Aber auch das ändert sich gaaanz langsam.

Ich kaufe einfach keine Spiele mehr, wenn sie nicht auf Linux laufen.

Und ja, ich verzichte auch auf mein Lieblingsspiel. (Der Entwickler sucht wohl schon Lösungen um es auf Linux zu bringen, mal die nächsten Jahre abwarten).

Ps. Es geht so gut wie nur um online Spiele wegen dem Anti Cheat System.

Wer ein sehr fundiertes Video dazu ansehen möchte.

https://www.youtube.com/watch?v=hPBpApuTsmo&t=0

Aus Sicherheitsperspektive sollte man folgendes bzgl CPUs bedenken:

  • AMD processors are not recommended due to inconsistent security support on client platforms (see Important Notes for details).

https://doc.qubes-os.org/en/latest/user/hardware/system-requirements.html

Wenn man einen auf Sicherheit ausgelegten PC mit Qubes OS und sensiblen Daten drauf betreibt, ist das sicherlich relevant, für einen Gaming PC mit Bazzite drauf vermutlich wohl kaum.

Das gilt auch für Linux-Distributionen. Ich wollte QubesOS nur als Quelle anführen.

Wenn keine sensiblen Daten darauf landen, hast du damit natürlich recht.