Vorab, damit’s keine Verwirrung gibt: Die Seite vpn-matrix.com ist von mir. Ich habe sie gebaut, ich betreibe sie
Wie es anfing: Ich wollte einfach nur wissen, wem die ganzen VPN-Anbieter eigentlich gehören. Und landete – wie wahrscheinlich jeder – bei Vergleichsportalen, die heimlich zum selben Konzern gehören wie die Anbieter, die sie empfehlen. Bei undurchsichtigen Punktzahlen ohne Methodik. Bei „Testsieger“-Stempeln mit Rabattcode daneben. Irgendwann habe ich angefangen, mir meine eigene Tabelle zu bauen. Und daraus wurde dann das hier.
Was drinsteckt: 85 Anbieter. 158 Kriterien. Kein Ranking, kein Score, keine geheime Reihenfolge. Keine Affiliate-Links, keine Provisionen. Jede Zelle hat eine Quelle mit Datum. Was ich nicht belegen kann, steht als „unbelegt“ – nicht als meine Vermutung. Und wenn ein Anbieter etwas über sich selbst behauptet, gilt das erstmal nur als „behauptet“. „Bestätigt“ gibt’s nur bei unabhängigen Belegen: Audits, Gerichtsakten oder Journalismus mit eigener Recherche.
Für Besucher: keine Cookies, kein Tracking. Der ganze Datensatz liegt offen als JSON und CSV da – die API braucht nicht mal einen Schlüssel.
Was die Seite nicht beantwortet: Ob man überhaupt ein VPN braucht. (Spoiler: Die Antwort hier im Forum ist meistens „Nein“.)
Aktueller Stand: 85 Anbieter × 158 Kriterien = 13.430 mögliche Zellen. Davon sind 4.468 belegt – also etwa ein Drittel. Dahinter stecken 5.939 Quellen mit Abrufdatum. Die Lücken sind absichtlich sichtbar. Eine Vergleichstabelle, die ihre Wissenslücken versteckt, tut so, als wüsste sie mehr, als sie kann. Bei zwei Anbietern (VPNArea und ZoogVPN) steht gar nichts – da bin ich schlicht an keine brauchbaren Quellen gekommen.
Was mich selbst stört – und ich sage es lieber selbst, bevor’s jemand anders tut:
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Das Hosting: Die Seite läuft bei Cloudflare in den USA. Für ein Projekt, das mit Transparenz und Datensparsamkeit wirbt, ist das der wundeste Punkt. Ursprünglich hatte ich EU-Hosting versprochen – und dieses Versprechen nicht gehalten. Statt es einfach zu streichen, steht die gebrochene Zusage jetzt auf der Transparenzseite. Besser wird’s dadurch nicht, nur ehrlicher.
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Offene Daten, geschlossener Code: Ja, ich sehe den Widerspruch.
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Keine Archivlinks: Jede Quelle hat eine URL und ein Datum – aber keinen Schnappschuss. Wenn ein Anbieter seine Seite ändert, ist der Beleg weg. Das ist als Nächstes dran.
Deshalb dieser Post: Ich will ehrliches Feedback.
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Fehlt ein Kriterium? 158 Spalten klingen nach viel – aber sind es die richtigen 158? Was würde ihr bei einer Entscheidung tatsächlich checken?
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Wie schwer wiegt Cloudflare für euch? Reicht der offene Hinweis – oder ist das ein No-Go?
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Würde offener Quellcode für euch einen Unterschied machen? Oder zählen am Ende eh nur die offenen Daten?
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Fehlt ein klarer Hinweis, dass ein VPN für die meisten Leute nicht die Lösung ihres eigentlichen Problems ist? Aktuell steht das allenfalls zwischen den Zeilen.