meine Fritzbox 7412 ist in die Jahre gekommen und bekommt seit 2022 keine Updates mehr. Allerding gefallen mir die kompakten Maße.
Deshalb suche ich Ersatz. Der Markt ist mehr als unübersichtlich, und mit den (Fach)begriffen kenne ich mich nicht wirklich aus. Mein Tarif ist von 1&1 und heißt DSL 50. Nutzen tu ich Festnetz-Telefon und Internet über DSL mit Kupferfaser.
Was gibt es für aktuelle Modelle, die nicht gleich ein Vermögen kosten?
Hallo, du benötigst für das Gerät doch keine Updates mehr. Wozu, wenn alles läuft und sich an den Protokollen nichts geändert hat bzw. ein neues Gerät genau die selbe Technik nutzt?
OpenWRT habe ich mir schon angeschaut, aber wie @tulpenknicker schon schrub, funktioniert das Telefon nicht, sowohl an der Telefonbuchse als auch mit der DECT-Basisstation.
Das von @x86 verlinkte Asus-Gerät ist wohl nur ein WLAN-Accesspoint (jedenfalls wird nur die WLAN-Funktion beworben).
Es ist ja nicht eilig und funktioniert ja. Also ist das Sicherheitsrisiko mit der alten Kiste überschaubar?
Dir werden viele Forenten schreiben: Unbedingt vom Netz nehmen. Seit vier Jahren wurde das kleine Betriebssystem auf deiner Box nicht mehr aktualisiert. Es kümmert sich darum, dass du telefonieren kannst, dass alle Geräte einen Internetzugang erhalten und ggf. miteinander kommunizieren können. Wozu sind hier Updates notwendig? Sind konkrete Angriffspunkte bekannt? Was würde passieren? Ich würde das Gerät einfach weiter nutzen, wenn keine Funktionen vermisst werden und handhabe es bei meiner alten 7430 genau so bzw. freue mich, dass es heute noch Elektrogeräte gibt, die 10 Jahre durchhalten.
Das ist doch nun wirklich nicht schwer zu beantworten. Fritz!OS basiert auf Linux, also wird eine Version von 2022 maximal einen Linux Kernel von 2022 nutzen, wenn nicht älter. Klar ist der Kernel in einer FritzBox abgespeckt und bietet weniger Angriffsoberfläche, du kannst aber mit Sicherheit davon ausgehen, dass dein System dutzende ernste und weniger ernste Verwundbarkeiten bietet. Idealerweise bekommen auch Router alle 2-3 Monate ein OS-Update, und es ist gute Praxis, ein Gerät zu nutzen, was dies auch tut. Du fährst ja auch nicht ohne TÜV und Anschnallgurt Auto, nur weil es „meistens“ gut geht. Das hat mit vorausschauendem Verhalten und Verantwortung zu tun.
(Und dank Claude Mythos kommt die Vulnocalypse ja sowieso demnächst, da werden wir konkret sehen, wer gute Sicherheit bietet und wer nicht ^^)
Ich bin ja auch betroffen mit meiner alten Fritzbox. Bei dem Vergleich mit dem Auto weiß ich ja ganz genau, welche konkreten Gefahren hinter jeder Kurve lauern. Hätte ich ein solches, welches sich nicht mehr mit einem Anschnallgurt „updaten“ lässt, würde ich mir ein neues kaufen. Natürlich. Aber bei der Fritzbox fehlt mir immer noch ein konkreter Grund: Was soll hier genau passieren? Wer kann es mir sagen, ohne (nicht bös gemeint) wie ein Autohändler zu klingen?
Ich vertrete zudem die Ansicht, Funktionierendes weiter zu nutzen und Elektroschrott zu vermeiden. Zudem ist Schmalhans bei mir Küchenmeister.
Zu der Firewall: Hier kann ich auch bei meinem alten FritzOS beliebige Ports sperren. Oder fehlt hier etwas Wichtiges?
Was hast du denn exakt für eine FritzBox (ist die 7430 das Gerät, um was es geht?) und welche FritzOS-Version läuft darauf? Dann kann man es dir genau sagen.
Interessant, ja das verstehe ich. Daher nehme ich meine Meinung, hier nichts zu tun mal zurück.
Ja genau. Mit FritzOS 07.31. Updates werden da wohl nicht mehr kommen. Schade. Ein hübsches kleines Gerät mit geringem Stromverbrauch, was noch hervorregend funktioniert.
Nun, so wie ich das verstehe, war die Version 7.31 diejenige, mit der der Patch zu dieser Lücke ausgerollt wurde (ggfs. nochmal prüfen wenn man das Gerät in Betrieb hat).
Wenn dem so ist, besteht die einzige bekannte und damit ohne neuen Aufwand ausnutzbare Lücke schon lange nicht mehr.
Ich würde auch bezweifeln, dass es in Bezug auf Fritzboxen viele solcher Artikel zu finden gibt.
Anmerkung: Ich möchte die Gefahren aus dem Betrieb nicht mehr supporteter Geräte nicht herunterspielen oder negieren. Wenn es aber keine Lücke gibt, spielt es keine Rolle wie alt oder aktuell ein Gerät oder eine Software darauf ist.
Die Neugeräte müssen deswegen so oft Sicherheitsupdates bekommen, weil sie sehr viele Fehler und Lücken haben und besonders heutzutage beim Anwender reifen.
Nachtrag aus dem Artikel:
Einige ältere Modelle erhalten den Patch über andere Versionsnummern wie 7.31 oder 6.56.
Man kann an diesem Beispiel (Patch für 6.x) auch sehen, dass besonders schwerwiegende Lücken häufig auch noch für sehr alte Geräte gepatcht werden.
Das Ding ist nur, dass neuere Geräte eher ein Update für ältere Sicherheitslücken bekommen als Altgeräte, wenn diese es überhaupt bekommen. Hier kommt ja nicht mal die Info, dass es eine Lücke gibt, da ja sonst die Öffentlichkeit den Hersteller „nötigt“, einen Patch bereitzustellen.
Deshalb fährt man mMn mit neueren Geräte durchweg besser.