QubesOS als LiveSystem vom Stick

Hallo,

kann man QubesOS auch vom Stick laufen lassen, ähnlich wie KNOPPIX? Einfach um das System mal zu probieren. Wenn ja, kennt jemand eine Anleitung, wie man so einen Stick mit QubesOS erstellt? Bin irgendwie nicht fündig geworden.

Viele Grüße und einen guten Start ins Wochenende :slight_smile:

Gruß - nein, geht nicht. USB-Anschlüsse werden in Qubes in einer Art Sandbox gehalten - kannst dich über deren Konzept auf der Homepage installieren.

Generell ist der Einstieg in Qubes nicht gerade leicht. Ich bin seit ca. 1 Jahr dabei und habe inzwischen das System gut im Griff. Lernkurve ist steil. Dank KI (ChatGPT) und Forum konnten bisher alle Probleme gelöst werden. Nur musst Du wissen- Qubes ist nur was wür einen Arbeits-PC (also alles ausser Gaming und generelll Grafik-Anwendungen wie Videoschnitt). Theoretisch möglich - aber da empfehle ich lieber nen eigenen PC dafür. Qubes nutze ich für surfen, banking, meine Notizen und Musik. Hier erstelle ich meine Word-Dateien (LibreOffice). Nutze am selben Notebook eine externe NVME über Thunderbolt-Anschluss - da ist Windows 11 darauf. Gelegentlich starte ich Windows 11 und spiele darauf ältere Games (am selben Notebook) (sagen wir aus Jahr 2010 usw. laufen sehr gut). Dank der großen Geschwindigkeit von Thunderbolt - läuft es “normal” von der externen Platte. 90% der Zeit nutze ich Qubes. Hatte anderes wieder probiert (Debian) - und kein Witz - man fühlt sich “nackt”. Wer einmal Qubes gewisse Zeit nutzte gewöhnt sich an den hohen Sicherheitslevel und will eigentlich nicht mehr missen. Dann lieber nen extra-PC für solche “unkritischen “ Dinge dann verwenden.

Also, QubesOS V 3.2 lies sich definitiv als LiveSystem von USB Stick betreiben. Habe mir dazu extra einen schnellen USB Stick kaufen (müssen), einen SanDisk Extreme 132GB :slight_smile:

Vielleicht gab es dieses Feature unter V3.2 noch nicht. Kann mich nicht erinnern.

glaub ralph hat recht - laut Internet-Recherche sollte es gehen. Stelle mir aber vor es wäre dann extrem langsam - es sei - über Thunderbolt angeschlossen. Zumindest habe ich in den Foren gelesen dass es vom Konzept nicht auf USB-Betrieb ausgelegt ist. Bei mir ist anders-herum: qubes auf Rechner - Windows 11 auf USB über Thunderbolt. Das funktioniert auf jeden Fall - kann bestätigen.

Vielen Dank für die Antworten.

Ich werde mal versuchen mich weiter einzuarbeiten. Wahrscheinlich ist da ein extra Rechner gut.

Um Qubes OS zu testen, habe ich es damals auf eine externe SSD installiert. Ein schneller USB-Stick sollte auch gehen. Und zum Testen kommt es vielleicht nicht so sehr auf die Geschwindigkeit an. Der Vorteil für mich war, dass das interne System auf dem Computer erstmal unverändert blieb, und ich dann auf der externen SSD alles schon mal so ähnlich eingerichtet habe wie dann auch später bei der endgültigen Installation.

Dann habe ich das System einige Wochen lang so genutzt und mich damit vertraut gemacht. Danach wusste ich dann, dass Qubes OS für meine Zwecke sehr gut geeignet ist. Wie andere auch schon schrieben, braucht Qubes OS eine gewisse Zeit der Einarbeitung und Lesen der Dokumentation, um das Konzept zu verstehen und sinnvoll nutzen zu können. Inzwischen nutze ich Qubes OS seit ungefähr einem Jahr und möchte es nicht mehr missen.

Übrigens wird zur Zeit gerade die kommende Qubes OS Version (Qubes OS 4.3.0) getestet, es gibt inzwischen den 2. Release Candidate. Wenn du es nicht besonders eilig hast, auf Qubes OS umzusteigen, würde ich mit der endgültigen Installation warten, bis diese Version als „stable release“ freigegeben ist.

Hinweis: habe QubesOS 4.3.1 auf einer Lenovo ThinkStation P3 Gen.1 Tiny am laufen (i7 Gen14 ECU, 64GB DDR5 - die Nvidia T400 habe ich rausgenommen). Die Maschine läuft perfekt - schnell, leise und ist winzig. Wer ein Setup für QubesOS sucht - diese Hardware ist super.

Dazu externe Akku-Box von Soundcore - über AUX angeschlossen.

Man kann mehrere VMs parallel laufen lassen - und das Ding ist richtig schnell im Vergleich zum vorigen Setup mit Lenovo ThinkPad T14 Gen.1 32GB und i7 Gen.10 ECU. War deutlich langsamer.

Nur zur Info falls einer es wissen will.

Wie sieht denn der Stromverbrauch bei dem Setup aus?

Habe keine Messvorrichtung - laut Recherche 30-40 Watt im Betrieb (ohne Monitor und ohne Funk-Maus & Tastatur & Box). Unter Hochlast theoretisch 180 Watt möglich - aber meine Station ist die ganze Zeit unhörbar - nur seltenes kurzes Hochlaufen des Lüfters (vermutlich eine Art Aufwachprozess - nur für wenige Sekunden).

Rechnerisch kann diese CPU bis 180 Watt ziehen im Extremfall.

Ausbau der T400 Grafikkarte bringt 20-30 Watt Einsparung im Betrieb. In Qubes ist die Karte völlig unnötig (ehe nicht für Gaming brauchbar - höchstens alte Emulatoren die rein auf ECU laufen).

Ich arbeite zu 90% in Browsern - in mehreren Maschinen parallel (YouTube, Videos, LibreOffice und so. Kernelement ist die Trennung der Maschinen.

Ich experimentiere mit Claude-Agenten aktuell - laufen in eigener Maschine. Damit halte ich den Rest des Systems (mit wertvollen Daten) völlig getrennt davon. Das ist es was Qubes ausmacht.

Banking, Surfen usw. alles völlig getrennt.

Experimente? Kein Problem.

Telegram for PC? Eigene VM (da kann mir jemand nen verseuchten Link schicken - da passiert nix solange ich aus Telegram VM nix an andere durchreiche - ausserdem ist es eine disposable die ausser Telegram-Login alles vergisst.

Ebenso Emails - alle Email-Links werden grundsätzlich automatisch nur in einer disposable VM geöffnet. Hatte letzte Woche wieder eine Fishing-Mail erhalten mit faulem Link. War täuschend echt.

Bei sowas fühlt man sich mit Qubes doch wesentlich sicherer.

Ich muss erwähnen - man hasst QubesOS wegen seiner Macken (instalaltion nicht auf jedem Gerät problemlos - aber lösbar), Einrichtung der Maschinen manchmal ein Krampf (Syncthing, Drucker im Wlan usw.). Alles lösbar. Benötigt aber am Anfang besonders etwas Aufwände - stufenweise.

Wenns läuft und man hat sein System aufgesetzt (ich dokumentiere alles - so dass bei Neu-Install alles schnell wieder funktioniert) - dann läuft es wirklich stabil.

Das ist der Part den ich Hasse. Aber wenn man dann wieder ein „normales“ System probiert für einige Wochen (sagen wir Kicksecure oder Debian) - dann will man wieder zurück zu den Maschinen in Qubes. Es gibt nichts vergleichbares auf dem Markt.

Ich habe mir versucht einzureden - ich brauche diese Features garnicht - bin keine „Zielperson“. Aber wenn man Qubes kennengelernt hat - dann will man einfach nicht mehr weg.

Ist ne Hass-Liebe (Liebe gewinnt in dem Fall). Und es wird „langsam“ besser. Von Version zu Version gibt es keleine Verbesserungen die das Leben einfacher machen.

Aber vergisst gaming. Dafür lieber anderen PC vorhalten.

Die Tiny ThinkStation kann ich locker in Rucksack packen und mitnehmen (Netzteil ist schon nicht gerade klein - aber ok). Ersetzt nicht 100% ein Notebook - aber die Power die man da mitschleppt ist schon gewaltig.

Wenn ihr also das 1. Jahr mit Qubes übersteht - werdet ihr nie wieder zurückkommen (nur testweise wie ich - dann zurück zu Qubes).

Spectrum wird hoffentlich ähnlich sicher, aber deutlich komfortabler und resourcenschonender. Benötigt allerdings noch einiges an Entwicklung.

Weiterentwicklung ist immer gut. Wenn mehr solcher Systeme kommen - werden die auch besser werden. Virtualisierung ist schon ne tolle Sache. Ich muss noch eine WIn 11 Installation bei mir testen - sollte auch gut laufen können. Mir gefällt auch der Trend mit den externen Grafikkarten die über Thunderbolt laufen. Du schließt diese quasi nur bei Bedarf an (so wie in meinem Fall). ich kann auch ein Win11 auf der ThinkStation als Windows-To-Go installieren (läuft über Thunderbolt Kabel). Dann noch ne Grafikkarte und man hat ne Lösung wo ein zusammenklappbarer Bildschirm fehlt - und man hat mehrere PCs in einem - je nach extern angedockten Zeug. Es gibt ja Gehäuse um Grafkkkarten extern laufen zu lassen - nur häufige Kompabilitätsprobleme - aber es wird besser.

Update: Win11 in vm installiert. War ein Krampf (typisch Qubes) - da ich 1 Tag damit verbrachte die mit dem „qubes-windows-tools“ zusammenhängenden probleme zu lösen. Aufgegeben - ohne die Tools laufen lassen - läuft prima und schnell. Alles funktioniert. Die qubes tools sind in erster Linie nur dazu da - Dateien direkt zwischen vms zu tauschen. nun mache ich es über einen USB stick am rechner (dauerhaft dran) - ich kann also jederzeit die daten in Win11 auf USB stick schieben - und stick einer anderen vm zuweisen und dort abholen. Dies ist sicherheitstechnisch nicht optimal. Syncthing wäre auch eine option die ich noch testen werde. Wollte hier nur ehrlich über die typischen QubesOS Kämpfe berichten. Aber - wenns gelöst ist - läuft problemlos und funktioniert ohne Abstürze.

An Win11 hängt mein Fujitsu Scanner (Hauptgrund). Geschwindigkeit ist wie „normal“ - man merkt kaum dass es ne vm ist (start gefühlt um 5s länger). Gaming von Spielen die gut auf Onboard-Grafik laufen ist möglich. Aber nicht mein Ziel. Office usw. kein Problem.

Interessant. Wie hast du implementiert, dass nur der Login persistiert?

Gruß, zu Deiner Frage: jedes Disposable hat ein Template. Ich habe hierzu ein Debian-13-xfce-experimental Template erstellt (einfach ne kopie von „debian-13-xfce“). In diesem disposable template habe ich Telegram installiert - mich eingeloggt.

Dann Disposable daraus erstellt und Shortcut zu Telegram-App gezogen auf Destop-Leiste in dom0.

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Siehe meine Leiste und das Telegram Logo.

Nun - wenn ich auf das Logo klicke - startet die disposable VM. Mein Login ist gespeichert und ich öffne es immer wie ein Telegram bei dem ich micht frisch eingeloggt habe. Alles was ich nun tue (finles runterladen und ausführen) - hat keine dauerhafte Auswirkung - ABER: wenn ich natürlich in Telegram nen Kanal lösche - bleibt es. Es geht in erster Linie darum, in Telegram heruntergelandene Dateien in einer sicheren Umgebung zu öffnen als Test. Oder Links die mir geschickt werden (öffnen dann alle in Disposable).

Warum die „experimental-Template“? Weil ich Telegram wegen closed source auch nicht ganz traue - liegt es in einer debian VM der ich weniger vertraue - also dort wo ich nicht unbedingt „kritischere“ SW habe. Das ist das Schöne an Qubes - das Trennen von Apps und Umgebungen.

Das 2. Logo von Links ist eine selbst-programmierte App zur Tag-Verwaltung meiner Dateien. Ich tagge meine Files um alles besser zu finden (nutze teilweise Ordner-Struktur (flach) und Tags als Ausgleich. Habe wenige Ordner-Hierarchien - dafür innerhalb der Ordner die Tags zu den Themen. Tags sind kontrolliert - d.h. ich habe eine statische Liste damit ich Wildwuchs unterbinde).

Falls einer mit selben System wie ich „gamen“ will - gibt es eine Lösung (laut Foren sollte es gehen - aber selber nie getestet): man kaufe sich eine Nvidia T1000 Grafikkarte. Diese ist die „stärkste“ die in die ThinkStation P3 passt.

Soll angeblich AAA-Games auf mittleren Einstellungen problemlos spielen.

Dann erstellt man einen Passthrough für die Display-Ports der Grafikkarte (also die Grafikkarte an sich) zu der Gaming-VM (Windows?). Und schließt sozusagen einen Monitor-Umschalter (gibt es zu kaufen) an den Bildschirm an.

Startet man die Gaming-MV - muss man auf die Display-Ports der Grafikarte umschalten (da nur diese mit der VW für Gaming funktionieren (oder man hat 2 Monitore - was cooler wäre). Und man kann anscheinend ohne Probleme an der ThinkStation gamen und hat ein leises - sehr Leistungsstarkes System für Qubes.
Meines reicht mir so wie es ist - da ich nicht spiele.
Aber die Performance in Qubes mit einem i7 Gen 14 und 64GB RAM DDR.5 ist gewaltig gegenüber dem womit ich gestartet hatte (Lenovo ThinkPad T430).