Zig Millionen Unternehmen, Ärzte, Freiberufler, Apotheken, Krankenhäuser, Architekten, Steuerberater, Logopäden … geben seit Jahrzehnten ihr IBAN in jedem Schreiben - im Briefkopf oder Fußzeile - bekannt …. ich kann die Sorgen deshalb nicht ganz so ernst nehmen.
Der obige Fall geschah wohl auch “in Verbindung” mit Paypal, oder?
Klar, man muss sein Girokonto schon alle paar Wochen mal checken, ob sich da jemand ‘was geholt hat, das halte ich für eine Sowieso-Pflicht gegenüber sich selbst.
Ich frage mich aber, warum Wero bei zumindest zwei Banking-Apps, die ich kenne, einen Zugriff auf das Kontakteverzeichnis à la Facebook/WhatsApp verlangt. Weiß das jemand?
Wie man als europäisches Zahlungssystem, das gerade um Vertrauen werben muss, seine Webseite so mit US-Datentrackern zukleistern kann (und also personenbezogene Daten jedes Besuchers in die USA übermittelt) … bleibt mir ein Geheimnis. Kann man so dumm sein?
Damit signalisiert Wero auf seiner Eigenpräsentation oder “Visitenkarte im Internet”, dem alten Prinzip zu folgen: Ja, liebe US-Datenkraken, ich brauche und ich nutze euch auf Kosten meiner Kunden!
Dann machen die’s auch letztlich wieder wie bspw. die Bahn, die alle Kundendaten zu AWS (Amazon) schickt und das, obwohl das hier nicht erst seit gestern gilt:
https://www.heise.de/news/Gutachten-US-Behoerden-haben-weitreichenden-Zugriff-auf-europaeische-Cloud-Daten-11111043.html
Ich hoffe, die wachen rechtzeitig aus ihrem - hochschädlichen - Schlummer auf.
Mit so einem Verhalten, eine geschichtliche Chance (untiger Link und “Trump”) zu verhageln, das wäre schon tragisch:
https://www.heise.de/news/PayPal-Gutachten-Viele-Maengel-beim-Datenschutz-11111140.html