Wero offenbar gestartet

War es nicht bei der ApplePay Version so dass man nur Apple als Absender gesehen hat?

Das könnte man doch bei Wero auch so machen. Zwischenschicht einführen, die Daten pro Transaktion für gesetzlichen Zeitraum X aufbewahren und nur die jeweilige Zahlung aufheben gegenüber berechtigten Stellen auf Anfrage?

Das würde mich wirklich interessieren, welche Informationen einzelne Zahlungsdienste dem Empfänger übermitteln.

Zu Apple Pay habe ich gerade einen alten T-Online Artikel aus 2018 gefunden:

https://www.t-online.de/digital/sicherheit/id_84928054/diese-daten-fallen-bei-der-nutzung-von-apple-pay-an.html

Demnach wird eine virtuelle Kartennummer je Installation verwendet. Kreditkarte, iPhone und Apple Watch haben also jeweils unterschiedliche Nummern, diese Ändern sich jedoch nicht bei den einzelnen Transaktionen.

Ergänzend erhalten Händler nach dem Artikel Name, Anschrift und E-Mail-Adresse, ich weiß jedoch nicht ob diese wirklich von Apple Pay übermittelt werden oder einfach bei einem normalen Online-Einkauf anfallen um Bestellbestätigung und später die Ware zuzustellen.

Mich würde wirklich interessieren, was einzelne Zahlungsdienste für Informationen im Rahmen der Transaktionen übermitteln. Das wäre vielleicht einen anderen Thread wert.

Also doch nich ganz so datenschonend wie ich dachte. Aber man kann dennoch bei Wero Besserung einfordern.

Die Onlinehändler haben immer noch Kundenkonto und Lieferadresse und der Lebensmitteleinzelhandel braucht so was ja auch nicht weil es Apps für Rabatte und Kundenkonto gibt.

Ich lese hier für Wero heraus, dass auf ein digitales Bezahlsystem Hoffnungen gesetzt werden, das vom Design her nicht (und höchstwahrscheinlich nie) an die Privatsphäre von Bargeld herankommt.

Warum wird auf solch ein Konzept gesetzt? Vor allem, ich will nicht, dass auch noch zusätzlich in der Offline Welt, meine „in persona“ Tagesgeschäfte, in Datenbanken (Cloud, eindeutig zugeordnet, personalisiert) gespeichert werden!

Darum habe ich den Thread „GNU Taler, digital bezahlen, datenschutzfreundlich wie mit Bargeld!?“ eingerichtet: https://www.kuketz-forum.de/t/gnu-taler-digital-bezahlen-datenschutzfreundlich-wie-mit-bargeld/

Was mich betrifft vertust du dich :slightly_smiling_face:

Auch ich halte Bargeld für das Zahlungsmittel der Wahl wo immer es geht, längst nicht nur wegen der Privatsphäre.

Von Wero würde ich mir wünschen, dass es eine Alternative zu Paypal wird (Paypal heißt für mich: Zahlungen im Internet; ich höre zwar immer wieder, dass Leute Paypal auch in Szenarien nutzen, wo man einfach Bargeld nehmen könnte, aber ich kenne tatsächlich niemanden, der das tun würde und es klingt für mich auch völlig verrückt).

Genau, inzwischen ist auch Revolut dem Verbund beigetreten. Ich nutze es als Zahlsystem neben SumUp um Zahlungen bei Dienstleistungen und Verkäufen entgegen zu nehmen. Wobei SumUp das Ganze noch viel einfacher erledigt. Da kann der Kunde direkt seine EC / Kreditkarte an mein iphone halten aber das gehört hier nicht her.

Wero funktioniert auf jeden Fall nun und ich werde das ganze ml ausführlich testen

Zig Millionen Unternehmen, Ärzte, Freiberufler, Apotheken, Krankenhäuser, Architekten, Steuerberater, Logopäden … geben seit Jahrzehnten ihr IBAN in jedem Schreiben - im Briefkopf oder Fußzeile - bekannt …. ich kann die Sorgen deshalb nicht ganz so ernst nehmen.
Der obige Fall geschah wohl auch “in Verbindung” mit Paypal, oder?
Klar, man muss sein Girokonto schon alle paar Wochen mal checken, ob sich da jemand ‘was geholt hat, das halte ich für eine Sowieso-Pflicht gegenüber sich selbst.

Ich frage mich aber, warum Wero bei zumindest zwei Banking-Apps, die ich kenne, einen Zugriff auf das Kontakteverzeichnis à la Facebook/WhatsApp verlangt. Weiß das jemand?

Wie man als europäisches Zahlungssystem, das gerade um Vertrauen werben muss, seine Webseite so mit US-Datentrackern zukleistern kann (und also personenbezogene Daten jedes Besuchers in die USA übermittelt) … bleibt mir ein Geheimnis. Kann man so dumm sein?

Damit signalisiert Wero auf seiner Eigenpräsentation oder “Visitenkarte im Internet”, dem alten Prinzip zu folgen: Ja, liebe US-Datenkraken, ich brauche und ich nutze euch auf Kosten meiner Kunden!

Dann machen die’s auch letztlich wieder wie bspw. die Bahn, die alle Kundendaten zu AWS (Amazon) schickt und das, obwohl das hier nicht erst seit gestern gilt:

https://www.heise.de/news/Gutachten-US-Behoerden-haben-weitreichenden-Zugriff-auf-europaeische-Cloud-Daten-11111043.html

Ich hoffe, die wachen rechtzeitig aus ihrem - hochschädlichen - Schlummer auf.
Mit so einem Verhalten, eine geschichtliche Chance (untiger Link und “Trump”) zu verhageln, das wäre schon tragisch:

https://www.heise.de/news/PayPal-Gutachten-Viele-Maengel-beim-Datenschutz-11111140.html

Nur ein Gedanke.

Wero solle ja eine einfache Verbindung zwischen zwei IBANs erstellen. Dazu wird die Telefonnummer und oder E-Mail Adresse verwendet.

Durch den Abgleich siehst du, wem du per Wero Geld senden kannst.

So würde ich das sehen.

Ob man das will, muss man wie bei Messenger, selbst entscheiden. (Hoffe man kann es ablehnen)

Bezüglich US Daten auf Internetseiten.

Liegt bestimmt an der Einfachheit und Kostengründen diese zu benutzen.

Danke. Aber genau das ist das Problem: Entweder ist es Extrem-Nudging und ich übersehe eine Ablehnungsmöglichkeit oder es gibt sie nicht …

Auf iOS kann man so eine Freigabe problemlos ablehnen. (Und auch im Nachhinein für jede App wieder entziehen.)

genau so, wie du es dir erhoffst, funktioniert der Zahlungsvorgang via TWINT in der Schweiz.

Es reicht auch, dass der Gemüsehändler auf dem Markt seinen TWINT QRCode ausgedruckt am Tisch hat - dann muss der Kunde den genannten Preis selbst eintippen.

Welche Banking-Apps sind das denn?

Die VR Banking App hat Zugriff auf die Kontakte. Über die Rufnummer bzw. Mailadresse wird ja abgeglichen, wer Wero hat.

Komisch, ich dachte immer, dass die BBBank die VR Bank Infrastruktur nutzt. Meine App will diesen Zugriff jedoch nicht.

Bisher habe ich Wero Zahlungen an Bekannte immer über den QR Code des anderen adressiert bzw. die Kontaktdaten manuell eingegeben müssen.

Ich kann das über die App auf das Adressbuch zugreifen, muss aber nicht. Selbst wenn ich das täte, würde das Adressbich nicht an die Bank weitergeleitet, sondern nur die Eingane vereinfacht

Wero kann im Gegensatz zu seinem deutschen Vorgängern Kwitt auch ohne einen Adressbuchabgleich - eben über den QRCode-Scan - genutzt werden. Dieser bildet auch die Grundlage um z. B. Zahlung beim kleinen Händler zu ermöglichen.

  • Personen zu Personen Transaktion über Adressbuchabgleich basierend auf Mobilfunknummer oder E-Mail-Adresse
  • Personen zu Personen Transaktion über QR-Code-Scan
  • Personen zu Händler Transaktion über QR-Code-Scan
  • Online-Zahlung über QR-Code-Scan

Man muss wenn ich es in meiner Sparkassen App richtig sehe weder selbst eine Mobilfunknummer oder E-Mail-Adresse hinterlegen noch sein Adressbuch freigeben um Wero nutzen zu können. Es funktioniert dann eben nur nicht das Auffinden von anderen Wero-Benutzern des eigenen Bekanntenkreis.

(Und in der Sparkasse App die Funktion „Betrag aufteilen“ wo ein Betrag anhand der Wero-Kontakte dann aufgeteilt wird. Hier hätte ich mir auch eine Aufteilung basierend auf der Nennung der Anzahl der Aufzuteilenden gewünscht.)

Vor allem ist festzustellen, dass bei der Freigabe des Zugriffs auf das Adressbuch nicht das gesamte Adressbuch an Wero hochgeladen wird.

Wie funktioniert es sonst wenn ich das Adressbuch freigebe?

Gebraucht würden ja nur Vergleichswerte errechnet aus Mobilfunknummer und E-Mail-Adresse die an Wero geschickt werden um Wero-Kontakte zu finden und die IBAN zurück zu erhalten.

Der Rest des Adressbuchs müsste nicht übertragen werden.

Was Wero jedoch macht, habe ich spontan nicht gefunden.

Ich denke die werden einmal hochladen zum Abgleich…. Aber habe auch nichts gefunden. Auf jeden Fall habe ich einige Kontakte drin die Werk nutzen …. Ei Paypal bekomme ich inzwischen echt ein schlechtes Gewissen wenn ich’s weiternutze. Aber es ist halt für das Modell was ich nutze nicht ersetzbar zur Zeit

Sorry, aber da wird nichts hochgeladen. Die App erlaubt dir Emailadressen oder Telefonnummern aus dem Adressbuch in das Empfängerfeld zu übernehmen. Am Besten vergleichbar mit einer Email App, da wird ja auch nicht das Adressbuch an den Email-Server hochgeladen. Das Geld wird dann an einen Account mit diesen Infos gesandt, wenn es kein Wero Konto gibt, dann schlägt das fehl. Du kannst auch nicht sehen wer alles in deinem Adressbuch ein Wero Konto hat.