Bei nebenan.de fragt jemand nach Hilfe, um den „Zangi Messenger“ zu installieren. Dies sei ein „sicherer Messenger“, bei denen die Kommunikation „nicht auf dem Server gespeichert oder ausgewertet“ würde. Er werde in vielen Ländern als Alternative zu Whatsapp genutzt.
Ich hatte noch nie davon gehört und konnte bei meinen Recherchen wenig rausfinden:
Im Play Store hat die App schon mehr als 50 Mio Downloads, wird also wohl tatsächlich schon recht viel genutzt.
Die großmundigen Versprechungen des Herstellers wurden (auch mangels Open-Source-Code) anscheinend noch nie von jemandem geprüft. Auch gibt es auf der Website keine Details zu den verwendeten Verschlüsselungsmethoden.
Dass die Kommunikation nicht auf Servern gespeichert würde, halte ich für unwahrscheinlich, da es sich vermutlich nicht um einen P2P-Messenger handelt, der diverse Einschränkungen mit sich bringen würde.
Man findet im Netz aber viele Hinweise dazu, dass diese App insbesondere von zwielichtigen Erotikanbietern und für Romance-Scams genutzt wird.
Angeblich ist die App komplett kostenlos, ohne Werbung und die Daten werden nicht ausgewertet. Es scheint aber ansonsten kein tragfähiges Geschäftsmodell zu existieren außer einem speziellen Business-Angebot. Da frage ich mich, ob das wirklich die Wahrheit ist. Bei Whatsapp & Co. weiß man ja wenigstens, woher das Geld kommt..
Hat sich jemand die App schonmal technisch genauer angesehen? Eigentlich mal was für eine Analyse von Mike
Was mir spontan einfällt: keine Telefonnummer erforderlich.
Telefonnummern können und werden wieder an neue Nutzende übertragen, wenn vorherige Personen diese nicht mehr weiterverwenden. Auch ein Grund, warum man solche Services mit Einmalaktivierung per kurzem Einmalkauf einer Trash-Rufnummer vermeiden sollte. Spätestens dann, wenn man mit der Telefonnummer ein Konto des Messengers oder gar einer Bank wiederherstellen kann oder Einstellungen des Kontos damit verändern oder zurücksetzen kann.