Empfehlungen Mini-PC zum Self-Hosting

Hallo,

ich würde gerne einen Mini-PC erwerben, über den ich meinen eigenen Server laufen lassen kann. Ich habe das zwar noch nie gemacht, aber es soll mein nächstes Projekt werden.

Welchen Mini-PC könntet ihr mir denn empfehlen, der nicht allzu teuer ist? Geht sowas überhaupt bei einem Budget von 200-300€?

Ich betreibe bereits einen GL.inet Router mit OpenWRT.

Mich interessiert beim Self-Hosting hauptsächlich das Betreiben einer eigenen Cloud sowie das Einrichten einer Mediathek via Jellyfin oder Kodi. Eventuell kommt zukünftig noch die Steuerung von Smarthome-Features dazu.

Und noch eine Frage: welches Linuxbetriebssystem würdet ihr empfehlen?

Ich freue mich über eure Vor-/Ratschläge!

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Da kommen mal so die üblichen Verdächtigen ins Spiel.

DELL Optiplex SFF, HP EliteDesk oder Pro Desk, Fujitsu, Lenovo (weiß da gerade die Modellbezeichnungen nicht genau)

Für dein Budget kommen da die refurbished Varianten gut hin.

Es gibt auch mehrere Modelle aus china, aber da kenn ich mich leider nicht aus.

Hier gibts z.B. immer mal wieder Angebote

https://www.mydealz.de/gruppe/mini-pc

Vielleicht hilft dir der Thread drüben im Synology-Forum auch ein bisschen weiter:
https://www.synology-forum.de/threads/brauche-hardwareberatung-fuer-mini-pc-als-proxmox-server.140903/

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Hey,

ich würde mir was auf Basis eines N100 selbst zusammenstellen, z.b. sowas:

https://geizhals.de/asrock-n100dc-itx-90-mxblm0-a0uayz-a2989278.html

ne PCIE Karte rein mit 6 SATA Anschlüssen, dann hast du gleich ein fettes NAS dazu.

Ich hab noch ne ältere Version des Celeron und da läuft mittlerweile ziemlich viel drauf.

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Die Frage am Anfang ist eigentlich, was willst Du darauf laufen lassen und welche Erwartungen an Performance hast Du?

Welches Sicherheitsniveau strebst Du an?

Hm, das finde ich schwer zu beantworten. Ich weiß noch nicht, was ich darauf laufen lassen würde. Soweit war ich noch nicht mit meiner Recherche. Proxmox wäre eine Idee, nehme ichan. Ich weiß auch gerade nicht, wie ich das Sicherheitsniveau beschreiben/quantifizieren soll. Ich hätte jetzt erstmal gesagt “so sicher wie möglich”, aber das ist wahrscheinlich wenig hilfreich

da hast Du voll ein Problem getroffen: Proxmox unterstützt keine Festplattenverschlüsselung. Kann man machen, bekommt aber keinen Support dafür. Mit Proxmox hast Du Dich m.W. auch schon auf Debian festgelegt.

Virtualisierung halte ich gerade zum Spielen für eine gute Sache, aber auf einem N100 ist die Performance begrenzt.

ich habe seit kurzem den UGREEN NASync DXP2800 und bin sehr zufrieden. Kommt mit Debian und darauf deren Benutzeroberfläche für den Browser. Es können aber auch andere Betriebssysteme installiert werden. Schön klein und bietet genau die Schnttstellen die ich brauche für meine selbst gehosteten Sachen,

habe für mein pi (trixie OS - debian) heute ufw installiert - wie sicher ist das? habe bei der grafischen Oberfläche einfach nur ON Schalter ohne weitere Regeln genutzt. Eigentlich nur Netflix & drauf….

ufw bewirkt fast nichts. Schau mal hier.

Eventuell eine LincStation? https://www.lincplustech.com/de-de/products/lincstation-n1-network-attached-storage

So eine LincStation Hardware sieht klasse für den Zweck eines eigenen Servers aus. NVMe SSD-Steckplätze, 2,5“ Festplatten-Schächte oder bei der LincStation S1 auch 3,5“.

Hast Du mit dieser Hardware Erfahrung?

Muss es “Mini” sein? Warum? Wegen der Bauform oder wegen des Stromverbrauchs?

Für 300,- bekommt man ältere HPE ProLiant-, Fujitsu-, Dell- oder Supermicro-Server. Im Tower-Gehäuse oder als 20kg-Rackmonster. Meist mit viel (!) RAM und gleich noch ein paar Festplatten im TiB-Bereich.
Als Betriebssystem werden sehr oft Linux in Form von Debian, Ubuntu und RH-kompatible unterstützt (AlmaLinux, Rocky Linux, etc.). Oder Proxmox, TrueNAS und Unraid.

Auf so einer Kiste kannst Du entweder Deine Software direkt laufen lassen oder Du richtest virtuelle Maschinen ein. Je nach Betriebssystem werden auch Container unterstützt (LXC oder Docker). Die Performance ist meist mit Abstand besser als alles, was Mini-PC liefern und da RAM und Festplatten aktuelle schweineteuer sind, bekommst Du richtig viel für relativ wenig Geld.

Die Nachteile sind: die Geräte sind groß, schwer, laut (!) und verbrauchen schon im Leerlauf so viel Strom wie ein Mini-PC unter Volllast in einer Woche. Mini-PC liegen zwischen ca. 3-5 Watt und 50 Watt. Bei 50 Watt fangen die Server erst an. Ist also nix für Stromsparer und auch nix für “ins Wohnzimmer”.

Aber: wenn man das Teil in den Keller oder einen extra Raum verfrachten kann, dann hat man auch die nächsten 10 Jahre noch ausreichend Speicherplatz oder kann verschiedene Apps und Systeme darauf testen.

Sieht interessant aus. Kann man darauf auch ein eigenes Betriebssystem installieren? zB TrueNAS?

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Deine Frage beantwortest du irgendwie selbst.

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@Kopu

Ich bin sehr verliebt in meinen Deskmini, denn dieser ist so klein wie ein ATX-Netzteil. Hat Platz für eine NVME und zwei SATA-Laufwerke. Vorteil ist bei dem Gerät, er ist nicht zu hören und die Leistungsaufnahme unter 9 Watt, aber genug Leistung um Vorschauen von Immich zu erstellen. Auch transkodieren für Jellyfin ist möglich. Ich habe genügend Speicher für die nächsten Jahre mit den zwei SSDs, die heute in der Form leider nicht mehr zu bekommen sind.

Wenn Dir das nicht reicht dann gibt es auch den größeren Deskmeet, der auch eine Steckkarte erlaubt.

  • Gehäuse: ASRock DeskMini X300
  • CPU/APU: AMD Ryzen 5 PRO 4650G
  • RAM: 32GB Crucial DDR4-3200 SODIMM CL22 (2x16GB Kit)
  • NVMe (OS): 1TB KINGSTON SA200081000G
  • SSD1: 4 TB Crucial CT4000MX500SSD1
  • SSD2: 4 TB Crucial CT4000MX500SSD1
  • Kühler: Noctua NH-L9a-AM4 (Low-Profile)

Betriebssystem ist bei mir Ubuntu LTS Minimal. Ich nutze Dropbear um mich mit SSH an dem System anzumelden nach einem Neustart um die LUKS-Passphrase einzugeben. Anschließend bootet der Server vollständig und startet die Docker Compose-Dienste. Home Assistant ist eine virtuelle Maschine mit LibVirt. Ich habe extern zwei USB-Sticks angeschlossen, einen für Matter und einen zweiten für Zigbee.

Die Zuverlässigkeit ist sehr gut, ich hatte bisher keinen Ausfall gehabt. Auf meinen zweiten Server werden die Backups geschrieben und ich habe ein Shellscript mit dem ich die bei Bedarf entpacken kann und dann starte ich auf dem zweiten Server die Dienste mit den Backup-Daten.

Sicherheit ist immer die Frage, Sicherheit wovor. Gegen Datenverlust helfen Backups, die man kontrolliert. Ein zweiter Server als isolierte Wiederherstellungsumgebung ist dann der Goldstandard. Die Nutzung der Dienste außerhalb der Wohnung ist in meinem Augen dann vor allem als Anfänger dann auf einem sicheren Niveau, wenn man sich eine aktuelle Fritz!Box kauft und einen Wireguard VPN aufbaut, also NICHT die Dienste auf dem Server direkt über die IP vom Router freigibt.

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Hier hatten wir ein sehr ähnliches Thema

https://www.kuketz-forum.de/t/homeserver-was-soll-ich-tun/10481/28?u=b3rnd

Der Mensch hatte sich damals einen sehr schönen Server zusammen gestellt. So etwas ist wirklich überlegenswert, wahrscheinlich aber nicht mehr bezahlbar.
Ich habe mir vor einem halben Jahr so etwas gekauft
https://www.amazon.de/dp/B0G5X3GZ7L/ ?
Das Ding ist sehr schön leise und schnell.

Edit

Mein Rechner scheint ausverkauft und Amazon zeigt einen völlig falschen Rechner an. Ih habe ein baugleiches Gerät neu verlinkt. Man muss jetzt aber etwas detaillierter Hinsehen, dann kann man erkennen, dass der Rechner vier NVME-Laufwerke aufnehmen kann.

Falls du dein Budget etwas erweitern kannst, könntest du dir einen ODROID-H4 holen. Falls du SATA-Festplatten anschließen willst, zum Beispiel der hier: https://geizhals.de/hardkernel-odroid-h4-plus-g240213172513-a3196834.html

Vorteile, bei denen du bewerten musst, wie wichtig sie dir sind:

  • Extrem geringer Leerlaufstromverbrauch von ~3 W möglich.

  • Sehr ausführliche Doku und Tests. Schaltpläne sind frei verfügbar. https://wiki.odroid.com/odroid-h4/hardware

  • Einfache Form von ECC RAM: In-Band Error Correction Code (IBECC)

  • Open Source system Firmware verfügbar und gut getestet. Das erlaubt es auch, die Intel CSME weitgehend stillzulegen.

  • Community/Forum voller Bastler

Siehe:

Betriebssystem: NixOS ist einen Blick wert. Da lassen sich alle Dienste als Infrastructure as Code definieren. Dann weißt du in 2 Jahren noch, was du alles installiert/eingestellt hast. Gerne pro Dienst eine Proxmox VM.

Mein Hintergrund: Ich mache Selfhosting seit guten 10 Jahren und träume von einem Neubau (Hyper-converged Proxmox).

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Ja, ich habe selbst eine N1 und bin super zufrieden. Das mitgelieferte OS habe ich gegen Ubuntu Server ausgetauscht. Ich habe auch einen Dämon für die LED Leiste geschrieben: https://codeberg.org/wertarbyte/lncstn-leds

Für die private Nutzung, zum Lernen und Basteln sowie für einen überschaubaren Funktionsumfang wäre ein Raspberry Pi mit einer NVMe-Erweiterung eine sehr passende Empfehlung. Eine eigene Cloud auf Basis von z. B. Nextcloud läuft darauf stabil, solange man keine hohen gleichzeitigen Nutzerzahlen oder extrem viele Hintergrundjobs erwartet. Auch als Server für eine private Mediensammlung ist die Leistung ausreichend, solange die Inhalte überwiegend ohne Umwandlung der Medienformate genutzt werden. Positiv sind außerdem der geringe Stromverbrauch, die Lautlosigkeit und die große Community. Auch mit deinem Budget kannst du damit gut arbeiten. Wenn später deutlich mehr Leistung erforderlich ist, kann immer noch auf Mini-PCs oder dedizierte Serverhardware gewechselt werden.

Ubuntu ist für einen Pi eine sehr naheliegende und empfehlenswerte Wahl. Gerade die LTS-Versionen sind auf Zuverlässigkeit ausgelegt und bekommen über Jahre hinweg Sicherheitsupdates. Die Paketquellen sind umfangreich, Dokumentation und Community extrem groß, und nahezu jede gängige Server- oder Self-Hosting-Software wird dafür offiziell unterstützt oder zumindest gut beschrieben.

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Ich habe einen Lenovo ThinkCentre M93p Tiny USFF, gibt es relativ günstig, unter 100€.

Darauf läuft ein Debian Stable, Apache2.4, Nextcloud, joomla und Dokuwiki.

Reicht für meine Zwecke aus.

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