ich würde gerne einen Mini-PC erwerben, über den ich meinen eigenen Server laufen lassen kann. Ich habe das zwar noch nie gemacht, aber es soll mein nächstes Projekt werden.
Welchen Mini-PC könntet ihr mir denn empfehlen, der nicht allzu teuer ist? Geht sowas überhaupt bei einem Budget von 200-300€?
Ich betreibe bereits einen GL.inet Router mit OpenWRT.
Mich interessiert beim Self-Hosting hauptsächlich das Betreiben einer eigenen Cloud sowie das Einrichten einer Mediathek via Jellyfin oder Kodi. Eventuell kommt zukünftig noch die Steuerung von Smarthome-Features dazu.
Und noch eine Frage: welches Linuxbetriebssystem würdet ihr empfehlen?
Hm, das finde ich schwer zu beantworten. Ich weiß noch nicht, was ich darauf laufen lassen würde. Soweit war ich noch nicht mit meiner Recherche. Proxmox wäre eine Idee, nehme ichan. Ich weiß auch gerade nicht, wie ich das Sicherheitsniveau beschreiben/quantifizieren soll. Ich hätte jetzt erstmal gesagt “so sicher wie möglich”, aber das ist wahrscheinlich wenig hilfreich
da hast Du voll ein Problem getroffen: Proxmox unterstützt keine Festplattenverschlüsselung. Kann man machen, bekommt aber keinen Support dafür. Mit Proxmox hast Du Dich m.W. auch schon auf Debian festgelegt.
Virtualisierung halte ich gerade zum Spielen für eine gute Sache, aber auf einem N100 ist die Performance begrenzt.
ich habe seit kurzem den UGREEN NASync DXP2800 und bin sehr zufrieden. Kommt mit Debian und darauf deren Benutzeroberfläche für den Browser. Es können aber auch andere Betriebssysteme installiert werden. Schön klein und bietet genau die Schnttstellen die ich brauche für meine selbst gehosteten Sachen,
habe für mein pi (trixie OS - debian) heute ufw installiert - wie sicher ist das? habe bei der grafischen Oberfläche einfach nur ON Schalter ohne weitere Regeln genutzt. Eigentlich nur Netflix & drauf….
So eine LincStation Hardware sieht klasse für den Zweck eines eigenen Servers aus. NVMe SSD-Steckplätze, 2,5“ Festplatten-Schächte oder bei der LincStation S1 auch 3,5“.
Muss es “Mini” sein? Warum? Wegen der Bauform oder wegen des Stromverbrauchs?
Für 300,- bekommt man ältere HPE ProLiant-, Fujitsu-, Dell- oder Supermicro-Server. Im Tower-Gehäuse oder als 20kg-Rackmonster. Meist mit viel (!) RAM und gleich noch ein paar Festplatten im TiB-Bereich.
Als Betriebssystem werden sehr oft Linux in Form von Debian, Ubuntu und RH-kompatible unterstützt (AlmaLinux, Rocky Linux, etc.). Oder Proxmox, TrueNAS und Unraid.
Auf so einer Kiste kannst Du entweder Deine Software direkt laufen lassen oder Du richtest virtuelle Maschinen ein. Je nach Betriebssystem werden auch Container unterstützt (LXC oder Docker). Die Performance ist meist mit Abstand besser als alles, was Mini-PC liefern und da RAM und Festplatten aktuelle schweineteuer sind, bekommst Du richtig viel für relativ wenig Geld.
Die Nachteile sind: die Geräte sind groß, schwer, laut (!) und verbrauchen schon im Leerlauf so viel Strom wie ein Mini-PC unter Volllast in einer Woche. Mini-PC liegen zwischen ca. 3-5 Watt und 50 Watt. Bei 50 Watt fangen die Server erst an. Ist also nix für Stromsparer und auch nix für “ins Wohnzimmer”.
Aber: wenn man das Teil in den Keller oder einen extra Raum verfrachten kann, dann hat man auch die nächsten 10 Jahre noch ausreichend Speicherplatz oder kann verschiedene Apps und Systeme darauf testen.
Ich bin sehr verliebt in meinen Deskmini, denn dieser ist so klein wie ein ATX-Netzteil. Hat Platz für eine NVME und zwei SATA-Laufwerke. Vorteil ist bei dem Gerät, er ist nicht zu hören und die Leistungsaufnahme unter 9 Watt, aber genug Leistung um Vorschauen von Immich zu erstellen. Auch transkodieren für Jellyfin ist möglich. Ich habe genügend Speicher für die nächsten Jahre mit den zwei SSDs, die heute in der Form leider nicht mehr zu bekommen sind.
Wenn Dir das nicht reicht dann gibt es auch den größeren Deskmeet, der auch eine Steckkarte erlaubt.
Betriebssystem ist bei mir Ubuntu LTS Minimal. Ich nutze Dropbear um mich mit SSH an dem System anzumelden nach einem Neustart um die LUKS-Passphrase einzugeben. Anschließend bootet der Server vollständig und startet die Docker Compose-Dienste. Home Assistant ist eine virtuelle Maschine mit LibVirt. Ich habe extern zwei USB-Sticks angeschlossen, einen für Matter und einen zweiten für Zigbee.
Die Zuverlässigkeit ist sehr gut, ich hatte bisher keinen Ausfall gehabt. Auf meinen zweiten Server werden die Backups geschrieben und ich habe ein Shellscript mit dem ich die bei Bedarf entpacken kann und dann starte ich auf dem zweiten Server die Dienste mit den Backup-Daten.
Sicherheit ist immer die Frage, Sicherheit wovor. Gegen Datenverlust helfen Backups, die man kontrolliert. Ein zweiter Server als isolierte Wiederherstellungsumgebung ist dann der Goldstandard. Die Nutzung der Dienste außerhalb der Wohnung ist in meinem Augen dann vor allem als Anfänger dann auf einem sicheren Niveau, wenn man sich eine aktuelle Fritz!Box kauft und einen Wireguard VPN aufbaut, also NICHT die Dienste auf dem Server direkt über die IP vom Router freigibt.
Der Mensch hatte sich damals einen sehr schönen Server zusammen gestellt. So etwas ist wirklich überlegenswert, wahrscheinlich aber nicht mehr bezahlbar.
Ich habe mir vor einem halben Jahr so etwas gekauft https://www.amazon.de/dp/B0G5X3GZ7L/ ?
Das Ding ist sehr schön leise und schnell.
Edit
Mein Rechner scheint ausverkauft und Amazon zeigt einen völlig falschen Rechner an. Ih habe ein baugleiches Gerät neu verlinkt. Man muss jetzt aber etwas detaillierter Hinsehen, dann kann man erkennen, dass der Rechner vier NVME-Laufwerke aufnehmen kann.
Betriebssystem: NixOS ist einen Blick wert. Da lassen sich alle Dienste als Infrastructure as Code definieren. Dann weißt du in 2 Jahren noch, was du alles installiert/eingestellt hast. Gerne pro Dienst eine Proxmox VM.
Mein Hintergrund: Ich mache Selfhosting seit guten 10 Jahren und träume von einem Neubau (Hyper-converged Proxmox).
Ja, ich habe selbst eine N1 und bin super zufrieden. Das mitgelieferte OS habe ich gegen Ubuntu Server ausgetauscht. Ich habe auch einen Dämon für die LED Leiste geschrieben: https://codeberg.org/wertarbyte/lncstn-leds
Für die private Nutzung, zum Lernen und Basteln sowie für einen überschaubaren Funktionsumfang wäre ein Raspberry Pi mit einer NVMe-Erweiterung eine sehr passende Empfehlung. Eine eigene Cloud auf Basis von z. B. Nextcloud läuft darauf stabil, solange man keine hohen gleichzeitigen Nutzerzahlen oder extrem viele Hintergrundjobs erwartet. Auch als Server für eine private Mediensammlung ist die Leistung ausreichend, solange die Inhalte überwiegend ohne Umwandlung der Medienformate genutzt werden. Positiv sind außerdem der geringe Stromverbrauch, die Lautlosigkeit und die große Community. Auch mit deinem Budget kannst du damit gut arbeiten. Wenn später deutlich mehr Leistung erforderlich ist, kann immer noch auf Mini-PCs oder dedizierte Serverhardware gewechselt werden.
Ubuntu ist für einen Pi eine sehr naheliegende und empfehlenswerte Wahl. Gerade die LTS-Versionen sind auf Zuverlässigkeit ausgelegt und bekommen über Jahre hinweg Sicherheitsupdates. Die Paketquellen sind umfangreich, Dokumentation und Community extrem groß, und nahezu jede gängige Server- oder Self-Hosting-Software wird dafür offiziell unterstützt oder zumindest gut beschrieben.