Freie Entfaltung der Persönlichkeit geht mit Verantwortung und Haftung Hand in Hand - oder nicht?

Das ist reine Theorie. Es wird genau gar nichts passieren!

Die Demonstranten wurden von einer anonymen, vermummten Gruppe von Polizisten zusammengeknüppelt.
Vor Gericht wird man feststellen, dass der einzelne Polizist für Tat xy nicht ermittelt werden kann, weil alle vermummt waren. Pech gehabt.
Und das ist auch so gewollt!
Sonst würden sich die Polizisten ja nicht hinter Maske und anonymer Uniform verstecken, wie du es so schon formuliert hast.

Was ist denn bei Stuttgart 21 passiert?
Da hat die Polizei 6 Personen mit Wasserwerfern die Augen ausgeschossen! Buchstäblich! Es gab Pressefotos, wo den Leuten das Auge am Sehnerv aus dem Kopf hängt …
Begründung für den Einsatz: Einige Rentner haben mit Kastanien geworfen …
Was ist passiert: Nichts!

Während der Corona-Demos hat die Polizei in unserer Stadt Tränengas gegen einen Kinderwagen, in dem ein nicht mal 12 Monate altes Kind lag, eingesetzt!
Und es ist gar nichts passiert!
Und ja, es war naiv von der Mutter zu glauben, dass ein Kleinkind die Polizei von ihren Gewaltexzessen abhalten würde.
Aber hey, weder sie noch ihr Kind waren anonym …
(Tut mir leider, aber langsam werde ich zynisch!)

Du schreibst selbst in einem deiner ersten Beiträge …

… und genau das versuchen dir hier alle, die an der Diskussion teilnehmen, die ganze Zeit zu sagen:
Ja, es läuft etwas falsch! Und zwar SSSSEEEEHHHHRRRR falsch!
In allen westlichen Staaten, die wir kennen!
So richtig dolle falsch! Mit drei Ausrufezeichen!!!

So, jetzt werde ich mich aus dieser Diskussion auch langsam verabschieden.
Denn so langsam rege ich mich auf …

@vatolin

Ich selbst z.B. bin Mathematiker. Mathematik im eigentlichen Sinne hat so direkt mit der Umwelt und Realität mal gar nichts zu tun. Sie ist rein abstrakt und „vergeistigt“. (Dass es natürlich etliche — nützliche — Übertragungen und Anwendungen gibt, ist hilfreich und gut… um nicht zu sagen „schön“.) — Aber Du mit Deinen Schilderungen und Argumentationen kommst mir in gewisser Weise ähnlich vor. Vielleicht wären Deine Gedanken und Ausführungen in einem Forum für Rechtstheorie oder Rechtsphilosophie besser aufgehoben als hier oder ähnlichen Orten. Das tatsächliche Leben findet in der Realität statt, nicht in der Theorie…! (Und da gibt es Individuen und ganze „Institutionen“, die sich für allgemein akzeptierte Werte und Normen nicht interessieren! Sondern teilweise bewusst dagegen angehen…)

Das passt doch hierher, weil es begründet und plausibel macht, warum wir uns alle diese Mühen und Plagen antun, und versuchen, Big Tech und GAFAM so gut wie es geht zu meiden.

Es begründet, daß es außer technischen Studien oder verschrobener Spinnerei (was manche ja so sehen), durchaus einen praktischen Sinn hat. Es kann jeder nach der Lektüre sein Verhalten so anpassen, wie er es für richtig hält. Im Allgemeinen liest man solche Sachen nicht in der Boulevardpresse und sieht sie auch nicht im TV. Sinnvolle Meinungsbildung setzt vollständige Information über den Sachverhalt voraus und nicht nur rosa gefärbte Werbeaussagen irgendwelcher Konzerne oder Parteien.

Ich war mir nicht sicher, ob du clever trollst, oder eben nicht (wozu deine Art zu schreiben passt).

Inhaltlich wurde ja schon auf Vieles eingegangen. Ich habe auch den Eindruck dass es deine privilegierte Stellung ausreichend einfach macht positiv/idealistisch zu denken.

Bzgl. anonyme Kritik:

Das ist immer ein Zweischneidiges Schwert, aber es bleibt ein wirksames Mittel. Wenn man die Gefahren kennt und Meldungen inhaltlich nachgeht, stellt sich schnell heraus, ob was dran ist oder nicht. Ich musste/durfte selbst schon solche Zugänge mit bearbeiten.

In anderen Betrieb habe ich die andere Seite kennengelernt.

Einmal gab es eine Mailbombe (alle MA die gleiche Mail zur gleichen Zeit an den Chefchef. Das Thema wurde sehr ernst genommen: Der Arbeitsschutz wurde verbessert, aber gleichzeitig wurde der Initiator gesucht, um ihn rauszuwerfen. Zu seinem Glück hielten alle die Klappe.

Ein anderes Mal wurde eine anonyme Meldestelle im Betrieb genutzt. Es hatte keiner erwartet, aber das Problem wurde von oberster ernst genommen und ohne Repressalien verbessert.

Also ja: anonyme Meldungen halte ich für sehr wichtig und vor allem wirksam, damit sich mit dem Problem und nicht mit Problemmelder befasst wird. Im Übrigen sagt auch die Studie zur Polizeigewalt aus, dass viele aus Angst vor Nachteilen (Werdegang/Ansehen) Nichts melden und Meldesysteme anonymer gestaltet und besser beworben werden sollten.

Ja, das Problem geht ja noch weiter:

Selbst wenn es heute legal ist, eine gewissen Meinung zu vertreten heißt das bei weitem nicht, dass das auch noch in Zukunft der Fall ist oder im Ausland.
Denke man nur an die Weimarer Republik. Als die Nationalsozialist*innen die Macht ergriffen haben, haben sie all jene gejagt, die öffentlich Meinungen vertreten haben, die nicht in deren Sinne war. In der Weimarer Republik waren manche Meinungen vielleicht erlaubt, aber nicht mehr im dritten Reich.
Und ich hatte auch schon genug queere Freund*innen, die hier in Deutschland aktivistisch aktiv waren, sich für Minderheitenrechte eingesetzt haben. Als zwei von ihnen jedoch ins Ausland geflogen sind, weil sie dort Familie besuchen wollten, wurden sie von der Polizei festgesetzt und wegen „unsittlichem Verhalten“ verurteilt…

Sobald man öffentlich zu gewissen Themen seine Meinung erklärt, macht man sich automatisch zur Zielscheibe…

Daher sollte meiner Meinung nach jeder selbst entscheiden können, ob er*sie sich der Gefahr aussetzen will, oder ob er*sie die Meinung anonym sagen möchte

Wir brauchen gar nicht mal so weit in die Geschichte zurückgehen. Wie ich schon schrieb, versuchen gerade auch hierzulande genau dieselben Kräfte, die 1945 für die Trümmerwüsten sorgten, hier wieder Fuß zu fassen.

Die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit ist vordergründig ein Abwehrrecht gegen den Staat. Aber, was viele gern vergessen, dass das GG auch die Meinungsfreiheit beschränkt. Nämlich durch die allgemeinen Gesetze. Zum Beispiel der § 185 StGB. Free Speech, was gerade bestimmte Protagonisten (absichtlich nur männlich bezeichnet) aus einem bestimmten politischen Lager wollen, gibt es hierzulande nicht.

Wenn wir also wollen, dass auch in Zukunft Menschen, wie die von dir genannten queeren Menschen, offen für ihre Interessen ohne Repression staatlicherseits einstehen können, dann muss mit aller Macht verhindert werden, dass diese Kräfte in irgend einer Weise die Macht übernehmen.

Ich erinnere immer wieder, dass die Niederlande die Religionszugehörigkeit seiner Zeit ganz modern auf Hollerith-Lockarten speicherte. Man hat sich dabei nichts böses gedacht. Bis die deutschen Menschenfreunde das Land besetzten und nur noch die Lockkarten auswerten mussten, damit sie bestimmen konnten, wer nach Auschwitz fährt. Und gerade in unserer Zeit, wo so viele Leute ihre Daten freiwillig privatwirtschaftlichen und staatlichen Akteuren preisgeben, lachen sich doch die braunen Menschenfreunde ein Loch in den Allerwertesten. Ah, die Person ist auf einen schwulen Datingportal angemeldet, obwohl sie nach außen niemals irgendwie als schwul auffallen würde. Tja, und schon biste geoutet und im Knast, sollte der Thüringer Faschist hier irgendwann das Sagen haben. Ich kann nur immer wieder davor warnen, zu relativieren, dass sich Geschichte nicht wiederholen kann. Doch das kann sie. Und zwar schneller als es mir /euch lieb ist.

Ich hatte in einer Firma ein langeres Gespräch mit dem Chef und kurz danach ohne weitere Worte die Kündigung per Post mit Freistellung bis Ende der Kündigungsfrist. Der mit beim Gespräch dabei war, hat das mit der Kündigung auch erst von mir erfahren, als ich meine Sachen holte.

Der Arbeitsschutz hat sich anschließend dort allerdings auch verbessert.

Ansich kann ich dem Chef dennoch dankbar sein, war ansich interessant dort, aber vor Zeiten des Mindestlohn nicht wirklich attraktiv.

Die Firma hat aber neben den damaligen Gründerzeitbau inzwischen auch ein wirkliches modernes Produktions-Gebäude gesetzt, irgendwie läuft der Laden trotz alledem.

Extrem gefährliches Gedankengut. Erstens ist das Internet generell kein Ort, dem man überhaupt Vertrauen schenken darf, zweitens kann alles was Du äußerst, politisch gegen Dich verwendet werden, insbesondere wenn Du nicht anonym unterwegs bist. Zudem wirst Du so politisch erpressbar.

Schreib mal etwas Negatives mit deinem echten Namen über Trump und bewerbe Dich danach als Forensiker beim FBI.

Was glaubst Du wird wohl passieren? Und das wird nicht nur hier zutreffend sein.

Dazu kann man mit echten Daten permanent angegriffen werden durch Cyberkriminelle, Stalker und Schlimmeres.

Vollkommen unreflektiertes Denken, was hier verbreitet wird.

Kinder und Jugendliche dürfen m.M. auf gar keinen Fall mit Echtdaten ins Netz, hier ist es nochmals deutlich gefährlicher, da die Erfahrungen gänzlich fehlen. Der Gesetzgeber regelt hier allerdings leider gar nichts.

Das Internet ist eher eine “öffentliche” Toilette als ein diskreter, vertrauenswürdiger und geschützter Raum. Man kann sich extrem schnell Tripper einfangen, wenn man nicht aufpasst.

Aha. Und wer soll den Kindern verbieten, mit »Echtdaten« ins Netz zu gehen?

Derselbe Staat, dem Du nur Schlechtes unterstellst? Oder Eltern, die keine Ahnung haben? Oder Gerätehersteller oder Diensteanbieter, die von den Daten leben? Oder Lehrer, die beim Staat angestellt sind?

Wie wäre es, wenn so eine Forderung wie »Kinder und Jugendliche dürfen m.M. auf gar keinen Fall mit Echtdaten ins Netz.« einen Realitätsbezug hätte?

Kurzum: In der Welt, in der ich tatsächlich lebe, sind die allermeisten Menschen redlich. Die allermeisten Beamten, Angestellten, Dienstleister, Unternehmer, Lehrer, Polizisten, Soldaten, Journalisten usw. usf. bemühen sich, ihren Job anständig zu machen, und die meisten machen ihn auch anständig. Denn sie sind ja immer auch zugleich Nachbarn, Bekannte, Verwandte, Väter, Mütter, Kinder. Und das gilt auch für die Leute, die für GAFAM arbeiten oder für die CIA oder das BKA oder oder oder.

Der Maßstab für die Rechtsordnung sowie auch für die Gesellschaftsordnung müssen die Redlichen und Rechtschaffenen sein zum Schutz ihrer Freiheits- und Sicherheitsbedürfnisse.

Nicht umgekehrt.

Man kann es auch Elfenbeinturm oder Blase nennen. Sorry, über den Rest Deiner Ausführungen kann ich nur müde lächeln. Und Leute, die für Datenabsauger arbeiten, sind eben nicht redlich. Denn was geht ihnen und ihren Konzernen meine Daten an, sofern nicht freiwillig von mir herausgegeben? Und Leute, die für die “drei-Buchstaben-Dienste” aka CIA, BND, NSA usw arbeiten, spreche ich die Redlichkeit ab. Das bringt allein ihr klandestiner Arbeitgeber mit sich. Solche Leute hält man sich auf Abstand.

Kennst Du solche Leute? Weißt Du, ob Du sie Dir auf Abstand hältst?

Ich würde vorschlagen, hier einen Break in der Diskussion zu machen. Ich kann in den Beiträgen keine neuen Erkenntnisse oder Argumente erkennen und es droht langsam etwas hitzig zu werden. @vatolin hat seine Sicht der Dinge erklärt und dafür viel Gegenwind bekommen. Hier muss man einfach mal verschiedene Ansichten nebeneinander stehen lassen.
Hat jemand noch einen wirklich bereichernden Gedanken, nur her damit. Ansonsten sollte man vielleicht vor einem neuen Post noch eine Nacht darüber schlafen.

Exakt. Die Eltern, die keine “Ahnung” haben. “hust”. Sonst noch was?

Gib mir doch mal deine Adresse und Bankverbindung bitte.

Wobei die Anschrift bekomme ich ja beim Einwohnermeldeamt, ups :slight_smile:

Oder vielleicht durch einen Hack?

Oder mein Nachbar hat gewisse Beziehungen? Kapiert?

Klarname als Privatperson im Netz ist dämlich und macht Dich sofort angreifbar…!!! Und NEIN, als Privatperson geniesst Du nicht den gleichen Schutz wie Prominente, Politiker oder Journalisten.

Und die haben es bereits sehr schwer. Da kommt täglich irgendwelcher Schmutz rein.

Gibt prominente Fälle von Missbrauch von Echtdaten von Privatpersonen, wo solche Menschen auf übelste Weise seelisch misshandelt wurden durch Cybermobbing, Bedrohungen und schlimmeren Dingen. Das endete teilweise im Suizid. Gerade und insbesondere jüngere Menschen und Minderjährige sind davon betroffen.

Was hast Du eigentlich gegen gebildete Eltern, die solche Dinge bedenken, um ihre Kinder zu beschützen?

Ja.

Und was gern ausgeblendet wird: Es gibt hierzulande Menschengruppen, für die die Polizei eben nicht der “Freund und Helfer” ist. Dies wird nur gern von der Mehrheits-Bubble vergessen. Und manche von denen möchten den sogenannten “Freund und Helfer” nicht zum Nachbarn haben.

Nichts. Im Gegenteil. Nur leider erlebe ich jeden Tag im Zug das Gegenteil: Eltern mit Kindern, und alle sind am Daddeln oder mit Omi im Whatsapp-Video-Call ohne Kopfhörer.

Aber jetzt sind wir sehr weit weg vom Thema.

Im Ausgangspunkt ging es nicht um den viel zu sorglosen Umgang der meisten Menschen mit Informationen über sie selbst und andere.

Im Ausgangspunkt ging es darum, dass Demokratie und Meinungsfreiheit nicht funktioinieren können, wenn Akteure, die sich in der Öffentlichkeit an die Öffentlichkeit wenden, anonym bleiben.

Das schließt keineswegs aus, dass es auch die Möglichkeit geben muss, sich über ein vertrauenswürdiges Medium an die Öffentlichkeit zu wenden, ohne dass die Öffentlichkeit die Identität der Informationsquelle erfährt. Aber auf jeden Fall dem Medium muss die Identität der Informationsquelle bekannt sein. Und das Medium muss effektiven Quellenschutz in Anspruch nehmen können.

Bei Anwälten und Ärzten funktioniert das ganz gut. Bei Journalisten ist - zugegebenermaßen - noch einiges an Luft nach oben. Das liegt vor allem daran, dass Journalisten keine strafbewehrten Berufspflichten zu erfüllen haben mit denen auf der anderen Seite das Recht und die Pflicht zur beruflichen Verschwiegenheit korrespondiert.

In der Öffentlichkeit und im Internet sind zwei Grundverschiedene Dinge, du kannst die Rede auf dem Marktplatz nicht mit einem Kommentar auf Plattform XY vergleichen. Fängt schon damit an, das mein Recht dort nicht einklagbar ist und die Plattform entscheidet was stehen bleibt und was nicht. Die Plattform ist ein in sich geschlossene Gruppe da alle die AGB akzeptiert haben. Die Plattform entscheidet wie mir Meinungsverschiedenheiten umgegangen wird, hier greift in erster Line das Hausrecht.
Auch, wie soll eine Klarnamenpflicht international durchgesetzt werden?

Was würde den Akteur daran hindern falsche Angaben zu machen und damit jemand anderes mit seinen Kommentaren in Misskredit zu bringen? Wer kontrolliert die Richtigkeit der Angaben? Wer schützt die Opfer vor den falschen Verdächtigungen?
Du glaubst doch nicht, das die selben Leute die heute Anonym Blödsinn machen, sich mit richtigen Namen anmelden und brav werden?
Und der Einwand das es nicht um den sorglosen Umgang mit personenbezogenen Daten gehen würde, das halten dir alle hier vor, weil die Verwendung des Klarnamen schon als zu sorglos angesehen werden kann. Es macht in vielfacher Hinsicht keinen Sinn. Auf eigener Webseite um Werbung für sich zu machen ist es die freie Entscheidung aber um seriös zu sein, wird man seine Daten als Anwalt oder Arzt auch angaben und jeder der Kontakt sucht , wird das auch unter der Verwendung seiner echten Daten tun.

Warum leider? Was stört dich an glücklichen Kindern?

Ein Kompromiss:

Jeden Morgen gehe ich zum Rathaus und bekomme eine neue Identität mit Ausweis.

Mit dem entsprechenden Klarnamen verkünde ich öffentlich meine Meinung.

Der Utopiefaktor ist ähnlich hoch angesetzt.

Ein anderer Ansatz findet sich in “A Scanner Darkly”.

Ich schätze vatolins Kommentare sehr. Hier sind sie aber ziemlich suggestiv. Sind wir vielleicht Teilnehmer einer Studie? Trainiert er eine KI für Jurisdiktion? Man darf gespannt sein.

Währenddessen einfach in China Urlaub machen und Brötchen mit Klarface kaufen und sich gleich über den mikrigen Belag beschweren.

Das ist keine Kompromiss, sondern das selbe in Grün/Blau/Rot/Gelb/etc.

Jeden Tag bekomme ich von meinem Provider eine IP.

Nochmal, das Internet stellt nicht, in der von euch immer wieder gezeichneten Form, einen juristisch in klar definierten (nicht vorhandenen) Grenzen Rechtsraum, eine Öffentlichkeit, oder auch den öffentlichen Raum dar!
Wie er für die freie Meinungsäußerung definiert sein muss.
Es gibt einen öffentlichen Zugang zum Internet, ja, aber im Internet an sich, sollte es dort einen als öffentlichen Raum definierten Bereich geben, wäre dieser aufgrund der Internationalität, ein entweder rechtsfreier Raum=Anarchie, oder ein Raum wie die internationalen Gewässer (Gerichtsbarkeit durch internationale Abkommen). Der Weltraum wäre auch ein gutes Beispiel. Plattformen, auch öffentlich zugängliche, sind immer private/öffentliche Institutionen/Betreiber, denen sich alle per Mausklick bei Anmeldung mit Teilnahme Bestätigung vertraglich unterwerfen.
Weil sich keiner die Mühe macht das auch zu lesen, was man dort bestätigt, scheint es auch wohl nicht zur Allgemeinbildung zu gehören, das es hier gewaltige Unterschiede in der Definition gibt und Aussagen wie, es wäre ein jedem sein Recht seine Meinung im Internet kundzutun und man dürfe nicht zensiert werden, nur aufgrund von Unwissenheit existieren.
Oder mal kurz für uns „Nerds“ 0.0.0.0 stellt vielleicht einen öffentliche Raum dar, doch sobald 8.8.8.8 (oder jeder anderen IP eines Dienstes oder Webseite) betreten/genutzt wird, hast du dich vertraglich der Gerichtsbarkeit des Anbieters unterworfen oder bist (nicht wirklich) anonymer Zaungast.
Wer hier (im Internet) seine Meinung frei und geschützt durch das GG äußern möchte, darf sich gerne ein Domain registrieren, eine Webseite erstellen, auf dieser seine Meinung kundtut und die Webseite online stellen.

Anders sieht das in der jeweiligen privaten Kommunikation untereinander aus, aber das wäre jetzt zu viel des Guten, ich möchte kein Abhandlung veröffentlichen indem ich die Wichtigkeit bestimmter Rechte, die in der Allgemeinbildung bekanntlich seit 1789 und in der Menschheitsgeschichte des frühen 13. Jahrhunderts als einer der ersten Zeugnisse verfasst worden sind, die anscheinend von der Mehrheit der Bevölkerung nicht mehr so wertgeschätzt werden, als das sie uns immer mehr entzogen werden können und das niemanden wirklich zu stören scheint.

Plattformen sind keine öffentlichen Räume.

Es lenkt auf jeden Fall von einem viel wichtigerem Thema ab und ist als sogenannte Argumentative Nebelkerze zu deuten, die Verteidigung und exakte Definition des privaten (IP-Adress)Raums in einem Netzwerk und das Recht auf diesen privaten Raum und dessen Unberührtheit, welcher aktuell massiv unter Beschuss steht, ist nirgends Thema!

Bei einer Aufhebung der Anonymität mit einer hier geforderten Klarnamen Pflicht oder einem Verbot von Anonymisierungsdiensten (VPN/Proxys/Tor/I2P, etc.) oder Verschlüsselungstechniken, kann direkt auch mit der Aufhebung von privaten internen Netzwerken weiter argumentiert werden, woraus dann Staatstrojaner / Chat-Kontrolle und ein „geduldeter“ Überwachungsstaat entsteht, was dann schlussendlich im Invertierten Totalitarismus enden wird.

Das ist nicht richtig. “Öffentlich” ist ein Raum, der vom Grundsatz her von jedem genutzt werden darf. Insofern ist eine Plattform, bei der jeder sich anmelden darf, ein “öffentlicher” Raum.

Dass der Plattformbetreiber Nutzungsregeln aufstellen und durchsetzen darf, ändert nichts an der “Öffentlichkeit” der Plattform. Das ist in öffentlichen Krankenhäusern, in öffentlichen Parks, im öffentlichen Nahverkehr genauso.

Darum geht es mir und hier überhaupt nicht. Selbstverständlich sollte jede Person mit anderen Personen verschlüsselt kommunizieren dürfen. Das Gleiche gilt für die anonyme Nutzung von Diensten.

Aber, und das ist der Punkt um den es mir hier geht:

Wer sich in der Öffentlichkeit im o.g. Sinn an die Öffentlichkeit wendet, der sollte kein Recht auf Anonymität haben. Dabei bleibe ich aus den genannten Gründen.

Noch eine Empfehlung an @Muetze : Schau Dir mal den Film Eyes Wide Shut an. Dann siehst du eine Dystopie, in die Anonymität führen könnte.

Das hier ist ein öffentliches Forum. Und jetzt willst Du ernsthaft von mir wissen, wie ich heisse? Warum, wozu? Willst Du mich stalken, denunzieren oder politisch verfolgen?

Liest Du überhaupt aktuelle Nachrichten? Oder ist Presse für Dich ein rotes Tuch? Da siehst Du aktuell nämlich was passiert, wenn Du als Amerikaner oder Ausländer nicht die Meinung des “Königs” mit deinen Echtdaten im öffentlichen Netz teilst. War überall gerade erst in der Presse. Nennt sich übrigens ja tatsächlich POLITISCHE Verfolgung! Und JA, hier im Westen von einem Mann, der auch noch das “Auge” hat. Da haben gerade viele Menschen ihre Existenz aka Job verloren und einen rechten Mob am Bein. Linksorientierte Menschen sind ebenfalls nun Ziel dieser Verfolgungsmaßnahmen.

Aber ja, ruf mal weiter hier nach Klarnamen in der Öffentlichkeit. Wahnsinn echt. Findest Du gut, ja? Die Leute brauchen keinen Schutz durch Anonymität?