Welche Auto Marken kaufen?

Hallo,
ich bin aktuell auf der Suche nach einem neuen Auto. Leider finde ich zum Thema privacy und Autos recht wenig (außer die Mozilla Untersuchung) und was man findet kommt meistens einfach zum Schluss:
Autos sind ein privacy nightmare.

Habt ihr irgendwelche Quellen / Ideen welche Marken da noch am besten abschneiden?
Ich würde allgemein mal annehmen das zB deutsche / europäische Hersteller etwas weniger schlimm sind als Marken aus China?

Bzw dachte irgendwo mal gelesen zu haben das bei Porsche noch am meisten zu machen sei mit opt-outs, aber finde dazu leider nichts mehr.

Und nein, ein 30 Jahre altes Auto ist keine Alternative :sweat_smile:

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Es ist die einzige Alternative.

Da müsste man mal erkunden, ab wann welche Technik verbaut wurde.

Technisch die besten Fahrzeuge (aus Reparatur und Wartungssicht) hatten ihre Markteinführung in den 80ern und 90ern, was danach auf den Markt kam ist überwiegend Kernschrott. Bedeutet maximal Euro4 - bei Euro5 ist schon zu viel Nonsense verbaut.

Ein G-Gat mit Euro1 hält ca. 90% der Schadstoffe zurück. Wegen der restlichen 10% wird ein Aufriss gemacht, der wirklich Geld kostet, wartungsintensiv ist und den Verbrauch nicht unerheblich in die Höhe treibt.

Ne alte Karre kannst mit überschaubarem Aufwand am Leben erhalten. Aber, Du musst auch Geld für Rostschutz in die Hand nehmen und evtl. mal einen Sitz frisch aufpolstern. Unterm Strich nicht vergleichbar mit den Kosten, die 3 Katalysatoren und 5 Sonden verursachen können. Dazu kommen AGR und einige Finessen die das Zerlegen und reinigen des Ansaugtrakts alle 100.000km nötig machen. Viele aktuelle Motore sind mit der Laufleistung schon fast fertig, was den Verschleiß angeht. Dazu kommt der Wertverlust. Ich sage NEIN DANKE.

Wenn es unbedingt sein muss, dann nur Neuwagen mit Garantie im Leasing so lange die Garantie läuft.

Und dann musst eben mit den Wanzen leben.

Das waren des audofriemlers 2Cents

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Haben die neuen Autos allesamt eine mobile SIM integriert mit unbegrenztem Datenvolumen (könnte man das nicht „hacken“ und für den Eigenbedarf benutzen)? Oder wie senden die die ganzen Daten nach Hause? Oder muss man dafür das Auto per App mit dem Handy verbinden und wenn man das nicht tut, verlassen die Daten das Auto auch nicht?

Es werden alle eine SIM für den Notruf (eCall) drinhaben. Je nach Bedürfnis bezüglich Datenschutz bleibt dann nur ein entsprechend altes Auto. Dann auch möglichst nur bei vertrauenswürdigen Werkstätten die Fehlercodes etc auslesen lassen.

Andererseits: übers Kennzeichen wirst du eh erkannt. Und wenn dann noch ein Mobiltelefon von dir oder der Mitfahrer angeschaltet dabei ist…

Müsste man nicht eher Fragen wem gehören die Daten und verkauft der Händler mir auch das Fahrzeug wenn ich mit der Datenschutzverordnung nicht unterschreibe. Und dann vielleicht noch, bekomme ich die Info welche Daten überhaupt erhoben werden und kann ich diese Einsehen und gegebenenfalls selber löschen?

Die SIM in dem eCall System hält nur eine Verbindung um im Notfall einen Notruf absetzen zu können.

Das Problem sind eher die Infotainment Systeme in den heutigen Fahrzeugen…

Tja, die Zeiten sind mittlerweile vorbei. Das war einmal :wink:
Kauf dir mal einen neuen VW (Gruppe), da wirst du dich wundern was die eSIM noch so alles macht

Was ist mit kleinen Autos wie Skoda Citigo? Da ist ja kein Navi drin und es wird kein driver assistance wie Freisprechanlage, Müdigkeitserkennung etc. angeboten. Sind da trotzdem Mikrophone/Kameras verbaut? Solche Daten zu verkaufen könnte sich ja trotzdem rechnen, wenn die Technik nur dafür verbaut wird.

Vielleicht interessant dazu der Artikel „Daten im Auto: Fluch oder Segen?“ vom ADAC.
Generell derzeit ein schwieriges Thema, da die vom Auto und dessen Nutzer generierten Daten bislang dem Fahrzeughersteller gehören. Ich hoffe auf eine EU Regelung im Sinne des Nutzers.
Bis dahin könnte man seinem Autohersteller nach einer Datenauskunft fragen. Gehört dein Fahrzeug z.B. zur Stellantis Gruppe kannst du unter
https://privacyportal.stellantis.com/s/?language=de
deine Rechte als Betroffener verwalten, z.B. dein Recht auf Auskunft wahrnehmen (was ich eigentlich auch mal bezüglich meiner unten aufgeführten Fragen machen wollte).

Bei Opel gibt es auch zu den Connectdiensten eine FAQ Seite, allerdings bleiben noch viele Fragen offen.

Updates für eingebaute Navi kann ich von der Webseite herunterladen und über USB im Fahrzeug einspielen (dazu muss ich allerdings bei Opel einen Account anlegen, um an das Kartenmaterial zu kommen). GPS ist auf alle Fälle und von mir nicht beeinflussbar aktiviert.
In den Fahrzeugeinstellungen kann ich unter Privatmodus ein von drei Einstellungen aktivieren:

  1. Keine Datenfreigabe mit Ausnahme des Firmenfahrzeuges
  2. Nur Datenverbindung
  3. Datenverbindung und Fahrzeugposition

Was diese Optionen im einzelnen bedeuten ist nicht genau erklärt, zumindest funktioniert das Navi auch mit Aktivierung der Einstellung 1, zumindest ein einfaches Routing ohne Verkehrsmeldungen usw., was darauf hindeutet, dass GPS und die lokal installierten Karten genutzt werden und laut den Privatmoduseinstellungen eigentlich auch keine Standortdaten weitergegeben werden. Was nun das mit dem „Firmenfahrzeug“ bedeutet, ist mir schleierhaft und auch nicht weiter einstellbar.
In den Opel FAQs heißt es dazu unter

„Datenschutz“ → „Sendet das Fahrzeugstandortdaten?“
Ihr Standort wird benötigt, um Ihnen die Dienste bereitzustellen. Mit der Konfiguration der Privatmodus Einstellungen können Sie Ihren Standort jederzeit verbergen und die Übermittlung von Daten unterdrücken (mit Ausnahme Notruf). Sie können die Privatmodus Einstellungen jederzeit anpassen, um Ihren Standort für OpelConnect Dienste sichtbar zu machen. Nur im Notfall wird die Unterdrückung der Daten außer Kraft gesetzt, um Ihr Leben zu schützen.

Ebenso mit Einstellung 1 funktioniert auch eine integrierte Sprachsteuerung für das Infotainmentsystem. Auch hier nicht ersichtlich, ob das nur lokal funktioniert.

Anders sieht es aus, wenn ich einen der Opelconnectdienste nutzen will, dann muss je nach Dienst Privatmoduseinstellung 2 oder 3 eingestellt sein.

Fazit ist, dass ein modernes Auto nicht abschaltbar alle möglichen Daten sammelt. Außer Standort, gehören alle generierten Fahrzeugdaten dazu. Es wäre nur schön transparent wissen zu können, welche Daten man in der Weitergabe beeinflussen kann.

Also bezüglich älterer Fahrzeuge, würde ich die Neunziger nicht unbedingt unterschreiben. Kurz nach der Landnahme der östlichen Märkte, wurde auf Teufel komm raus produziert.
Selbst sehr rennomierte Marken wie SAAB hatten einige Montagsautos.
Bei VW ist durch Einführung lösungsmittelfreier Lacke viel Rost ein Problem gewesen.
Man muß immer auf die Eigenheiten der Modelle und Baujahre achten, Foren durchforsten.