Welche Daten bekommt Zoom?

Hallo,

könnt ihr mir sagen, was Zoom alles an perönlichen Daten mitbekommt, wenn man an einem Zoommeeting teilnimmt? Evtl. wird es auch nur eine telefonische Teilnahme, falls sowas möglich ist.
Ich kenne mich nicht so aus, habe Zoom bisher aber immer gemieden. Nun gibt es eine Gedenkfeier für einen kürzlich verstorbenen wichtigen Freund. Da ich weit entfernt bin, kann ich sonst nicht dran teilehmen. Vielleicht kann man es irgendwie sicherer machen? Mir ist für die Sache ein zoom-Link zugeschickt worden.
Leider fehlt, wie so oft, die Einsicht in die Problematik dieser Dienste.

Hallo plop,

ob man es sicherer machen kann weiß ich nicht, aber je weniger Daten Du bei der „Registrierung/Einloggen“ angibst, umso besser. Eventuell hilft der folgende Link (Punkt 4) weiter.

Es spielt auch sicherlich eine Rolle, ob Du nur als „stiller“ Zuschauer dabei bist, oder Deine Webcam anstellst…

Ob der „Veranstalter“ des Meetings Einfluss auf die zu sammelnden Daten hat kann ich leider nicht sagen.

@plop Ich empfehle an dem Zoom Meeting über einen Browser teilzunehmen und nicht die Zoom App zu installieren. Den Browser selbst solltest Datensparsam einrichten / konfigurieren.

Zu der Frage welche Daten Zoom sammelt, verarbeitet, etc. verlinke ich einen Artikel von NBC News wo auf ein neue Funktionen wie das verarbeiten der Daten mittels KI und ML eingegangen wird als auch Möglichkeiten des Opt-Out.

ja, schon. Da steht:

Folgende personenbezogene Daten sind Gegenstand der Verarbeitung: (…) Bei Einwahl mit dem Telefon: Angabe zur eingehenden und ausgehenden Rufnummer, Ländername, Start- und Endzeit. Ggf. können weitere Verbindungsdaten wie z.B. die IP-Adresse des Geräts gespeichert werden.

Ich benutze ein ISDN-Telefon an einer Fritzbox, am Telefon stelle ich immer die gehende Nummer aus. Würde Zoom in dem Fall die Daten bekommen? (und was ist hier die „eingehende“ Nummer?)

Scheint zumindest besser als per Rechner einwählen (wobei ich nicht weiß, ob ich mich auch für eine Telefonteilnahme online registrieren muss), Quelle https://www.experte.de/it-sicherheit/zoom-datenschutz:

Daneben speichert der Dienst unter anderem Informationen über die Einstellungen, die mit einem Zoom Kontos verknüpft sind. Dazu gehören Audio- und Videopräferenzen, Aufzeichnungsort der Datei, Bildschirmfreigabe und der Konfigurationsstatus. Zoom interessiert sich auch für die Geräte seiner Nutzer, die Version derer Betriebssysteme, Festplatten-ID, PC-Name, MAC-Adresse, IP-Adresse, Akkustand und WLAN-Status.


Wobei die Opt-Out-Möglichkeit offenbar nur die Meeting-Administratoren haben. Gefällt mir gar nicht.

soweit ich mich erinnere, musst Du da möglicherweise noch mehrmals hin und her, damit es im Browser möglich ist, wurde irgendwann mal so geändert, das die Option ziemlich versteckt wurde und immer automatisch die App installiert werden soll. Weiß aber nicht, wie es aktuell ist. Aber das evtl. schon mal mit bisschen Vorlauf nachschauen, sonst findest Du es nicht, wenn das Meeting startet

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Also ich habe im Dezember 23 via Browser in einem Zoom Meeting teilnehmen können. Aber wie schon @caos schreibt, mit Vorlauf, damit Du es auch im Meeting findest.
Ob es sicherheitstechnisch was bringt weiß ich nicht, aber ich habe für das Zoom Meeting einen Browser (MS Edge) verwendet, den ich „normal“ nicht zu surfen verwende, um möglichst wenig „Spuren“ zu hinterlassen. Meint Ihr, dass das was bringt?

Das kann ich bestätigen. Man will die Nutzer dazu „bringen“ die App zu installieren.

Falls möglich, würde ich ein temporäres (Firefox-) Profil bevorzugen (siehe auch nobodys Tipp unter dem verlinkten Beitrag). Wie ein Profil händisch erstellt wird steht hier. In Verbindung mit uBlock Origin für Videokonferenzen hier (Basisschutz).

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Ich weiss nicht, ob es noch aktuell ist, aber als ich das letzte Mal Zoom nutzen musste (2020, im Browser unter macOS), war Audio zwingend nur mit einem Google Chrom Browser möglich. Nach dieser Erfahrung habe ich Zoom auf einem privaten Rechner nie wieder verwendet.

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