Damit meine ich nicht die großen oder kleinen Tricksereien bei der Steueroptimierung
Sondern welche Hardware und Software nutzt ihr?
Ich nutze aktuell die Steuersparerklärung unter Windows. Da das letzte Windowsgerät aber kurz vor der Ausmusterung steht, suche ich nach einer Lösung für den Umzug auf Linux. Hier ist mir direkt WISO Steuer ins Auge gesprungen. Allerdings scheint mir, dass es unter Linux nur im Browser läuft und die Daten in der Cloud speichert, was mir nicht so gut gefällt. Gefühlt halte ich das System für potentiell anfällig.
Habe auch schon überlegt eine Windows VM in Linux aufzusetzen. Weiß aber nicht, ob mein Rechner mit 7. Gen. i3 Prozessor und 8 GB RAM das mit macht.
Weiter bin ich noch nicht gekommen. Was denkt ihr?
Ich habe im verlinkten Thread was gepostet, damit sollte es möglich sein, Windows Software auf Linux zu nutzen mit “nativem Gefühl”. Vllt funktioniert das ja für dein Programm.
Habe sie bisher immer mit Taxfix gemacht und alle Einstellungen auf so datenschutzfreundlich wie nur möglich gestellt…
Jetzt wird aber dieses Jahr zum ersten Mal eine Verifikation verlangt mit Selfie und Foto eines Ausweisdokuments. Abgewickelt wird das über Veriff (aus Estland).
Hat da jemand Erfahrungen mit?
Und gibt es das bei anderer Steuersoftware (mittlerweile) auch?
Nutze keine Apps und mache alles im Browser.
Bleibt mir sonst nur Elster als datenschutzfreundlichste Variante?
Ja, ich mache damit seit einigen Jahren meine Steuererklärung. Kostet pro Jahr ca. 20 €. Übertragen der Daten (wichtigsten) Daten aus dem Vorjahr möglich.
Beleg-Übernahme der beim Finanzamt ggf. vorliegenden Daten (bei mir Rentenbescheide) nach einmaliger Erlaubniserteuluh für steuerfichs.de möglich.
Selbstverständlich wird das (voraussichtliche) Steuerergebnis angezeigt.
Ich nutze WISO. Meiner Einschätzung nach lässt sich WISO ebenfalls datensparsam einsetzen. Bezogen auf Datenschutz habe ich bei denen eigentlich nichts auszusetzen.
Die bieten u.a. die Möglichkeit, einen automatischen Steuerabruf einzurichten. Zudem wird eine voraussichtliche Steuererstattung angezeigt. Die Steuererklärung kann elektronisch übermittelt oder aber ausgedruckt und postalisch versendet werden. Für die elektronische Übermittlung ist eine einmalige Verifizierung erforderlich. Diese erfolgt entweder über Verimi, das ähnliche Anforderungen wie Veriff stellt, oder über das Postident-Verfahren, bei dem ein ausgedruckter Code in einer Postfiliale zusammen mit dem Perso. vorgelegt und bestätigt wird. Darüber hinaus bietet es Funktionen wie die Übernahme von Vorjahresdaten, umfangreiche Hilfestellungen sowie die Nutzung deren eigener KI (SteuerGPT). Eine Cloud-Anbindung oder ausschließlich nur im Browser arbeiten ist auch nicht erforderlich, sofern kein geräteübergreifendes Arbeiten gewünscht ist.
Die Wahl der geeigneten Software hängt davon ab, welche Funktionen benötigt werden und wie vertraut man mit der Erstellung von Steuererklärungen ist. Für Laien erscheint WISO im Vergleich zu Elster oder Steuerfuchs aufgrund seines Funktionsumfangs als die geeignetere Option, ist jedoch auch teurer. Wenn hingegen weniger Funktionen benötigt werden und ein stärkerer Fokus auf Datensparsamkeit liegt, ist Steuerfuchs womöglich die schlankere Wahl.
Ich arbeite jedoch lieber lokal und nicht nur webbasiert.
Kaufe Wiso seit Jahren online für ca. 24€ also teuer ist was anderes.
Dazu darf man die Kosten hierfür im nächsten Jahr sogar wieder absetzten.
Kann mich nicht erinnern Wiso mit einen Perso eingerichtet zu haben.
Geht das nicht einfach mit einem Elster-Zertifikat? Glaube da gibt es Unterschiede. Habe Wiso über Elster legitimiert. Geht seit Jahren. Man muss es nicht direkt über den Wiso Dienst laufen lasse.
Rein als Web-Zugriff (vielleicht nicht die datenschutzfreundlichste Option) ist WISO erst einmal kostenlos. Bezahlt werden muss erst, wenn man die Steuererklärung abgibt. Ich habe im letzten Jahr alles einmal ausführlich getestet und bin dann doch bei Elster geblieben. Am Ende ist jedes Steuerprogramm nichts weiter als ein anderes Frontend für Elster.
Umsonst solange keine Pflicht besteht, bei Pflicht Abgabe, entweder % Anteil von der Rückerstattung nach Erstattung oder 39€ in Vorkasse.
Steuerbot.com ganz einfach im Browser, für normal Angestellte, die sich durch die Fragen geführte Steuererklärung leiten lassen, echt easy, die Anbindung an das Finanzamt besteht auch, wird direkt online an das jeweilige Finanzamt geleitet, man benötigt selbst kein Elster. Ausdruck ist aber auch möglich.
Hat die letzten Jahre immer Prima funktioniert und der angegebene Erstattungsbetrag stimmte auch immer. Alle Daten werden Online im Account gespeichert und können abgerufen werden.
Datenschutz wird leider nicht abgefragt, dass wird bei dem Thema aber wohl auch schwierig. Ich bearbeite die Steuer nur im Web und schütze jede Steuererklärung mit nem eigenen Passwort. Ob es was hilft, keine Ahnung. Vertrau ich Wiso? Ja.
Habe jetzt Taxfix nicht abgeschickt und alles nochmal in Steuerfuchs eingegeben.
Ist schon nicht so schön und übersichtlich gestaltet, aber die Kostenersparnis und der Datenschutz sind mir das wert.
Denke aber dass ich nächstes Jahr dann auch direkt Elster nutzen werde. In meinem Fall hatte ich nicht das Gefühl dass mir eine der Steuerapps/-seiten „Spartipps“ gibt…
Wenn man mit Elster klar kommt, ist es das beste Werkzeug.
Theoretisch kann man die Steuererklärung bei einem Anbieter machen, gucken wo es hingehört, Tipps abgreifen und dann einfach alles noch mal in Elster eintragen.
Aber bei ca. 25€ (und steuerlich absetzbar) ist es mir das nicht Wert.
Ich nutze ebenfalls WISO, allerdings unter Linux mittels Virtualbox. Die VM habe ich mittels Proxy „eingesperrt“.
@nobody hat das hier schon mal sehr solide und ausführlich beschrieben.
Ich selbst habe das Konzept für meine Zwecke etwas abgewandelt.
Aber hinsichtlich Datenschutz ist es absolut ratsam, sich nicht in der Anwendung selbst anzumelden. Dann bekommt auch Buhl nichts von meinen Steuerdaten zu sehen.
Vielleicht eine Frage nur vorab: Wie komplex ist Deine Steuererklärung? Je einfach desto eher direkt in ELSTER machen.
WISO deckt extrem viel ab inkl. der Wizards, Kontrollen und Erklärungen, wenn es komplizierter (zumindest für mich ) wird. Daher bin ich da gelandet und nutze es inklusive Buhl-Konto, weil ich ehrlicherweise an der Stelle bequem bin. Die Automatik und Abruf sind „leider“ praktisch ebenso die Cloud-Synchronisation.
Das ist eine Abwägung, die du treffen musst. Bei den meisten Steuerberatern vertraust du deine Daten de facto DATEV an. (Wenn die nicht eh schon eine Lohn-/Gehaltsabrechnung für deinen Arbeitgeber falls zutreffen gemacht haben)