wir sind zwei Personen mit Android Smartphones (und Win-/Linux-Notebooks) und suchen eine möglichst einfache, aber nicht datenschutzunfreundliche Möglichkeit, einen Kalender gemeinsam zu nutzen. Unsere eigenen, persönlichen Kalender syncen wir mittlerweile per CalDAV über unseren Mailanbieter. Die Kalenderfreigabe funktioniert über diesen kurz gesagt nicht. In dem Punkt bereue ich fast, nicht zu Proton oder Tutanota gegangen zu sein, die das mit eigenen Apps scheinbar gut gelöst haben.
In einer perfekten Welt gäbe es eine einfache, datenschutzfreundliche Möglichkeit, All In One zu kollaberieren, sprich Kalender, Aufgaben, Notizen usw., Schwerpunkt soll aber hier der Kalender sein, Nebenschauplätze bzgl. der anderen Punkte sind jedoch willkommen.
Über Nennung passender Lösungen würde ich mich sehr freuen.
Ist für gemeinsame Termine die Einladung des anderen nicht die einfachste Lösung?
Kalender sind ein richtig schwieriges Thema, außer vielleicht man nimmt Google. Um den Terminkalender den ich bei einem Kunden hatte in meinen privaten zu replizieren hat CalDavSynchronizer in Outlook gereicht. Für die umgekehrte Richtung, in der ich nur Busy-Daten replizieren wollte, musste ich einen CalDav-Proxy entwickeln, der alles unwesentliche „geschwärzt“ hat.
Der Versuch Daten aus Humhub nach Outlook zu bringen ist gescheitert, niemand weiß warum.
Die Liste lässt sich vermutlich fortsetzen, mit positiven wie negativen Varianten.
Ans Einladen habe ich noch nicht gedacht, jedoch klappen meinte Tests nicht. Nutzen DAVx5 und den Fossify Kalender. Termine, die hier erstellt und in der die andere Person eingeladen wird, enden nicht mit einer Einladung oder einem Termin bei der anderen Partei, in beide Richtungen getestet.
Einen weiteren Account anzulegen ist auch eine Idee, doch wo? Datenschutzfreundliche Anbieter kosten Geld, wäre jedoch verkraftbar, dennoch bliebe die Frage bei wem es dann am sinnvollsten wäre. Tutanota und ich meine auch Proton bieten auch eine kostenfreie, eingeschränkte Variante, erfordern jedoch die Installation derer dedizierten App*. Disroot und scheinbar auch Dismail bieten beim Mailprodukt keine Kalenderfunktion. Wen außer Mailbox (Posteo eher nicht, da bereits Kunde bei Mailbox) sollte ich hierfür in Betracht ziehen?
Bzgl. Nextcloud ist in der Artikelserie noch nicht das Thema Kalender angegangen worden. Selfhosting kommt auf keinen Fall in Betracht, es soll so einfach wie möglich sein und ich schlage mich bereits voller Frustration mit CalDAV rum, was mir ebenfalls bereits zu viele Abhängigkeiten, Parteien, Konfigurationsschritte und Fehlerquellen sind. Wir sind bereits über disroot.org bei Nextcloud, melde ich mich im Web ein, sehe ich das Modul Kalender. Doch wie teile ich diesen mit Schreibrechten? Es werden keine Benutzer und Gruppen gefunden, die Eingabe der Mailadresse funktioniert nicht, nur ein Link wäre teilbar. Und wie würde man diesen am Handy aufrufen? Eine Nextcloud Kalender App* finde ich auf die Schnelle nicht.
*müssten dann häufig zwischen Fossify und dem anderen Kalender switchen
@hein Kurz gesagt, funktioniert es nicht mit Schreibrechten. Erstens gibt es teilweise Einschränkungen beim Light-Tarif, jedoch noch größere ohne Familenaccount.
Die Synchronisierung erfolgt im gleichen Wlan ja, aber man kann soviele Kalender (und Adressbücher) und Geräte synchronisieren wie man benötigt. Ich synchronisiere damit drei Geräte, drei Kalender und drei Adressbücher.
Ich betreibe eine selbst gehostete nextcloud. Wie schon Mike erwähnt hat, geht aber natürlich auch eine cloud gehostete Lösung. Jedes Familienmitglied hat in der nextcloud einen Account mit seinem eigenen Kalender, der wahlweise den anderen Familienmitgliedern lesend oder auch schreibend freigegeben werden kann. Zusätzlich haben wir einen gemeinsamen Kalender “Familie” (der ist auf meinem Account eingerichtet), auf den alle Lese- & Schreibrechte haben, und der für “Familientermine” verwendet wird. Die Rechtevergabe passiert über Gruppenzuordnungen. Wir verwenden fast alle Android Smartphones mit DAVx5 und dem Standard Android Kalender bzw. dem BusinessCalendar2 und ein iPhone, ebenfalls mit dem Standardkalender. Auf den Notebooks verwenden fast alle Thunderbird.
Meine Frau und ich verwenden auch die Notizen von nextcloud mit der App Nextcloud Notizen und am Notebook im Browser (nextcloud Web).
Perfekt ist es, da ich Herr unserer Daten bin und die Lösung seit Jahren für alle funktioniert.
Nun, ich kenne disroot.org nicht, nehme aber an, dass das eine mehr oder wenige Standard nextcloud Installation ist. Benutzer und Gruppen verwalte ich, indem ich mich als Administrator an der nextcloud anmelde und dann ganz rechts oben klicke und dann im erscheinenden Menü auf Konten:
Suche ich nach Managed Nextcloud Anbietern, fängt es bei 5€/Monat an. Da wäge ich dann schon ab, ob ich nicht einfach für 1€/Monat ein weiteres Mailbox-Konto eröffne. Andererseits könnte ich über Nextcloud mehr abbilden und hätte bei Bezahlung ggf. mehr Stabilität und Performance.
Ich wüsste nicht wie, ich denke da ist mehr technische Trennung, wie bei mailbox.org auch der Fall. Meine Versuche habe ich oben beschrieben, diese blieben leider erfolglos.
Ich könnte jedoch ein 3. Nextcloud Konto eröffnen, welches gemeinsam genutzt wird, das probiere ich mal.
wir nutzen im Familienkreis Mailbox.org mit DAVx5 zzgl. Etar bzw. auf IOS dann den Apple-Kalender (ja - auch das funktioniert) mit einem Mailbox-Konto. Dieses eine Konto hat aber 4 Kalender. Auf den Geräten ist immer der gleiche User mit gleichem Passwort hinterlegt. Jedes Famlilienmitglied kann entscheiden, ob es alle oder bspw nur 2 Kalender sieht… Beim Eintragen von neuen terminen muss man natürlich darauf achten, dass man im richrigen Kalender einträgt. Ich wollte ebenfalls nicht 4 Mailbox-Konten anlegen und man muss sich vertrauen können. Gruss
Wenn ich in Disroot Nextxloud im Kalender z.b. beim persönlichen Kalender auf die drei Punkte klicke, kann ich im Bearbeiten-Bildschirm in der Teilen-Sektion verschiesene User finden.