Ursprünglich veröffentlicht: https://www.kuketz-blog.de/google-als-mitleser-warum-so-viele-webseiten-deinen-besuch-verraten/
Ich ernte egelmäßig ungläubige Blicke, wenn ich sage: Wenn ihr ein Google-Konto nutzt – egal in welcher Art – kann euch Google praktisch über das gesamte Internet verfolgen. Nachfolgend möchte ich die Aussage kurz erläutern. Sobald eine Webseite Inhalte von Dritten nachlädt, wird dieser Drittanbieter zum stillen Mitleser. Und Google ist als Drittanbieter auf extrem vielen Webseiten eingebunden (Analytics, Ads/DoubleClick, Tag Manager, Fonts, reCAPTCHA, Maps, YouTube, gstatic/CDN usw.). In einer bekannten Messstudie (Top-1-Million-Webseiten) wird Google in Größenordnungen von »nahezu 80 %« als Tracking-/Third-Party-Akteur genannt. Diese Zahl schwankt je nach Zeitraum und Messmethode, aber die Richtung ist seit Jahren stabil: Google…
Zum Abgleich meines Verständnisses im Zusammenhang mit den Sandboxes Playservices. Aktive Sandboxed Playservices mit angemeldeten Googlekonto im Playstore würde an der Datensammelei und Auswertungsmöglichkeit gegenüber einem StockRom nichts ändern, bezogen auf das im Artikel beschriebene Szenario.
Gäbe es noch einen Unterschied zwischen Sandboxed Playservices deinstalliert und Sandboxed Playservices installiert aber nicht permanent mit einem Googlekonto im Playstore angemeldet?
Die Frage hatte ich mir auch gestellt.
Solange über dieselbe IP-Adresse gesurft und gleichzeitig eine Google-Anmeldung besteht, dürfte es doch sogar in dem von Mike beschriebenen Szenarion unerheblich sein, ob sogar verschiedene Geräte genutzt werden.
Tatsächlich würde ausschließlich die Nutzung derselben IP-Adresse durch eine große Anzahl verschiedener Nutzer mit hohem Surfdatenvolumen eine Verschleierung in der Masse erreichen können. Das bedeutet dann doch eigentlich, dass der Einsatz von VPN-Providern, TOR oder Apples Private Relay in diesem Aspekt doch sinnvoll und notwendig ist, wenn man auch nur für irgendeinen Zweck ein Google Konto an seinem Interner-Anschluss verwendet.
Ergänzung die mir noch eingefallen ist:
Natürlich beschränkt wiederum ein Tracking-Blocker wie uBlock Origin, PiHole usw. den Zugriff auf Tracking-URLs von Google. Aber werden dabei alle solche zentralen Google Funktionen die Seiten einbinden geblockt?
Ich vermute in der Standard-Auslieferung nicht, um zu große Einschränkungen in der Funktionsfähigkeit von Webseiten zu vermeiden. In zwei anderen Foren werden häufig YouTube-Videos eingestellt, deren Vorschau im Kontext dargestellt werden. Diese werden meines Recherche nach direkt von Youtube ausgeliefert.
Mist, denn mit meinem Auto gibt es einen angemeldeten Google Account hinter meiner Netzwerk-Adresse.
Auf der anderen Seite sorgt mein Lite-Anschluss mit IPv4 Provider-NAT ggf. schon für eine Verschleierung, während auf IPv6 dafür eine individuelle Netzadresse nach außen gehen würde.
Es ist nicht einfach sich zu schützen.
Das erste Gebot des Privatsphären-Schutzes: Kein Google-Konto!
Die übrigen Dienste kann man mit NoScript, uBlock origin, Shelter, oder Blockierlisten im Router oder Pi-hole abklemmen. Notfalls z.B. reCAPTCHA temporär erlauben (NoScript).
Der ganze VPN-Kram hilft nicht, wenn der Anbieter Browser fingerprinting betreibt, und das mach Goggle garantiert. https://browser-fingerprint.cs.fau.de/
Bitte, was ist das für ein Auto? Wieso hängt es hinter deiner Haus- oder Handy-IP-Adresse? ‘Hinter’ aus welcher Perspektive?
Ich habe einen Renault Megane E-Tech Electric mit Google Automotive als Fahrzeug-Oberfläche. Diese benötigt standardmäßig eine Google-Account Anmeldung und hat eine Anbindung zu einem separierten WLAN meines Internet-Übergangs, um zum Beispiel Downloads von Firmware-Updates performant durchzuführen.
Ich habe jetzt erst einmal der entsprechenden Fritz!Box die IPv6-Kommunikation entzogen, sodass nur noch über IPv4 und das Carrier Grade NAT meines Providers eine Internet-Anbindung für den Megane zur Verfügung steht. Hierdurch sollte Google jetzt hoffentlich keine Verbindung mehr zwischen Google Account des Renault und meinen sonstigen Internet-Aktivitäten anhand der IP-Adresse mehr sehen können.
Grundsätzlich wäre es jedoch interessant, wie man eine Google Automotive System möglichst datensparsam betreiben kann. Das wäre jedoch ein Thema für einen eigenen Thread.