IMHO ist LMDE etwas besser “poliert” als das nackte debian, man könnte auch sagen freundlicher zum Benutzer.
Nein, habe ich nicht. Ich habe ein Zitat angeführt, das unabhängig vom Thema in dem das Zitat stattfand seine Berechtigung hat und deine Frage beantwortet. Das Thema Root-Lücke habe ich nicht als Beleg angeführt, nur das Zitat.
Das Zitat ist ja als Beleg für “die Sicherheitsnachteile” von Linux noch dünner als die root-Lücke. Wenn überhaupt, taugt es als Argument für LMDE statt Mint. Wobei schon Mint viele der schlechten Seiten von Ubuntu beseitigt. Dass Ubuntu aus verschiedenen Gründen abzulehnen ist (nicht zuletzt wegen der Politik des Firmenchefs S.), da sind wir uns einig.
Also wiederhole ich meine Frage, die immer noch unbeantwortet ist:
Was sollen das für Sicherheitsnachteile sein, die Linux hätte?
Unabhängig davon, wie der restliche Post von Mike zu bewerten ist, in einem hat er nicht Unrecht: Durch die gesetzlichen Aufbewahrungsfristen der Firmen sind die Ansprüche, die ich aus der DSGVO ableiten kann, forsch gesagt, für den Popo. Und so manche Firmen scheren sich sowieso auf Rechtsgrundlagen. Ein Beispiel?
Vor fünf Jahren haben Heise und Zeit einen offenen Server bei der Autovermietung Buchbinder detektiert.(1) Sämtliche Kundendaten, Rechnungen, Zahlungsverkehr lagen offen wie ein Scheunentor im Internet. Abgesehen davon stellte sich heraus, dass Kundendaten, die älter als 10 Jahre waren, immer noch in der Datenbank hinterlegt waren. Zitat aus dem Artikel:
Auf Fragen, wie lange das Datenleck bestand und wie viele Zugriffe es von außen gab, ging das Unternehmen ebenso wenig ein wie auf die Rechtsgrundlage, auf der Kunden- und Unfalldaten weit über zehn Jahre gespeichert wurden.
Digital ist nunmal intransparent. Sobald ich die Herrschaft über meine Daten abgebe, verliere ich sämtliche Hoheit darüber, was mit ihnen geschieht. Das Beispiel von Buchbinder zeigt, dass sich diese (und mutmaßlich) andere Firmen einen feuchten Dreck um Rechtsgrundlagen scheren. Offensichtlich gibt es keine Kontrollen auf Einhaltung dieser Rechtsgrundlage. Und wenn es sie gibt, dann mutmaßlich nicht unangekündigt, sodass man schnell noch die alten Daten löschen kann, nicht ohne vorher ein Backup erstellt zu haben, das natürlich außerhalb gelagert wird. Für mich ist das nur ein Beispiel, dass die DSGVO nur ein Papiertiger ist und bestimmte Firmen auf ihre Einhaltung pfeifen.
Ich verstehe ja auch die Gründe gegen Ubuntu. Allerdings bietet Ubuntu wirklich extrem viele gut implementierte Optionen, die Windowsaussteiger evt. auch erstmal benötigen.
Klar, Du hast zum Spielen dann einen proprietären Nvidiatreiber, aber ja für manche Spiele ist es eben einfach besser.
Und die Snaps sind sehr einsteigerfreundlich. Ein Klick und es läuft. Steam regelt wirklich alles vollkommen automatisch. Null Basteln, null Konsole.
Extrem einsteigerfreundlich in meinen Augen. Auch die entsprechenden Cloudanbindungen oder KI-Dienste sind für potentielle Aussteiger top.
Ich hab es einzig aus dem Grund des Onlinekontozwangs durch MS durchgezogen. Ich vermute damit bin ich nicht alleine.
Man kann Ubuntu Schlechtes nachsagen, aber ich als Aussteiger finde es extrem gut. Gerade wenn man spielt.
Eben nicht, im Gegenteil. Steht doch in meinem Zitat.
Nein, nur weil das eine schlecht ist, macht es das andere nicht automatisch besser.
Benutze die Suchfunktion im Forum. Haben andere und ich hier schon oft genug im Forum geschrieben. Sonst wird es zu Off-Topic-lastig.
Bitte bleibt beim Thema und zur Erinnerung, es ist nicht zielführend seine Post so zu formulieren, dass eigene Meinungen und Spekulationen als alleinige Wahrheiten dargestellt werden.
Dies führt nicht zu einem Austausch von Meinungen, wo wir alle voneinander profitieren können, sondern nur zu einer Diskussions- bzw Streitkultur, die Niemanden hilft.
Nein, wir sind uns nicht einig, dies ist deine Meinung. Es gibt hier etliche Ubuntubenutzer in diesem Forum, die auch ihre Gründe dafür haben. Respektiere das bitte.
Das ist hier nicht der richtige Thread dafür. Außerdem wurde es hier im Forum schon ausführlichst diskutiert, z.B.
https://www.kuketz-forum.de/t/ist-linux-wirklich-noch-sicher-und-datenschutzfreundlich/8288
https://www.kuketz-forum.de/t/wie-kann-ich-manjaro-linux-sicherer-machen/3555
https://www.kuketz-forum.de/t/wie-sicher-ist-linux-wirklich/4558
Auch das ist ein anderes Thema und bitte dafür einen eigenen Thread aufmachen.
Flatpak bringt durch seine Sandbox bei einigen Programmen Probleme mit sich. So etwa LibreWolf bei Videokonferenzen. Gesehen auch bei einer Finanzsoftware.
Ich empfehl Flatpak darum nur eingeschränkt. Denn ein unerfahrerender Anwender wird schon beim Wort Flatpak überfordert sein.
Warum ist wer beim Wort Flatpak überfordert? Was mich wirklich dabei (bei FP) stört ist, daß es so langsam ist. Das macht im Vergleich zu ‘normalen’ Programmen einen merklichen Unterschied. Außerdem funktionierten bei mir Flatpack Programme manchmal nicht vollumfänglich.
Meine Antwort war vielleicht etwas zu flapsig formuliert. Man kann Flatpak nutzen, um einzelne, von einer Distribution nicht mitgelieferte Programme zu installieren. Beispielsweise habe ich unter Debian früher den (sehr einfachen) Videoeditor avidemux vermisst, mit dem man recht einfach per DVB-S aufgenommene Videos zurecht schneiden und nach h264 konvertieren kann, wenn man sie archivieren möchte.
Mich stört an der Diskussion über Flatpak vor allem, dass seine Befürworter es als die Zukunft der Softwareverwaltung unter Linux darstellen. Davon ist es noch Lichtjahre entfernt. Es kann aber einzelne Lücken im Softwareangebot einer Distribution stopfen.
Mittlerweilen gibt es hier einige Aspekte die aufgzeigt werden das mich wiederum etwas unsicher macht.
Ist das Résumé, dass man von Mint besser auf LMDE umsteigen sollte?
Oder was wäre eine sichere Alternative für einen Linux Anfänger/Win-Umsteiger?
Eine berechtigte Frage…!
Ich selbst benutze openSUSE Leap, derzeit noch 15.6. Der Umstieg auf 16.0 steht mir noch bevor. (Und ich fürchte ihn ein bisschen!)
Leap ist eine Fixed Release Distribution. Ich kenne auch Tumblweed und Slowroll als Rolling Release Distributionen von openSUSE (Slowroll rollt langsamer als Tumbleweed), beide habe ich testweise schon ausprobiert. Beim regulären Hauptsystem würde ich gerne bei Leap bleiben.
Aber weil 16.0 ein etwas größeres Update bedeutet und eventuell einige Seiteneffekte/„Probleme“ bieten könnte, bin ich derzeit unschlüssig und gucke mir auch die Gesamtlage an.
- Wenn man Apple macOS benutzt, benutzt man einfach macOS.
- Wenn man (als Privatnutzer) einfach Microsoft Windows benutzt, dann benutzt man (i.d.R.) einfach Windows.
- Beides jeweils (meist) in der aktuellen Version.
- Eventuell mit einigen spezifischen Einstellungen etc. Aber das OS steht einfach fest! Punkt.
Aber bei Linux?
- Rolling, Semi-Rolling, Fixed, LTS?
- DEB, RPM, PAC, etc. basierte Paketeverwaltung?
- X11 <> Wayland?
- GNOME <> KDE <> Xfce <> Mate, Cinnamon, etc?
- eine große Firma im Hintergrund (wie z.B. bei Ubuntu, openSUSE oder Fedora)? (*)
- eine große professionelle Community im Hintergrund (wie z.B. bei Debian)? (Ja, Arch hat auch eine große Community… Aber ich meine hier speziell die „professionelle“ Community (von Debian) ähnlich einer Firma (im Punkt darüber).) (*)
- Kleine, interessante Projekte wie VOID Linux oder CachyOS? (Die halt klein und „begrenzt“ sind…) (*)
(*) Große Projekte/Anbieter bieten oft wesentlich mehr als die bloße Distribution. Sie haben oft einen Bug-Tracker, einen Security-Tracker, umfangreiche Dokumentation (inhouse, nicht über Dritte), Testing und QA-Maßnahmen, etc. Im Angebot Punkte wie dieser liegt ein großer Unterschied von z.B. Anbietern wie Ubuntu, openSUSE, Fedora, Debian — und sehr vielen, oft durchaus interessanten, aber „kleinen“ Anbietern. — Außerdem würde ich selbst ungern das Risiko eingehen, mir eine vermeintlich interessante und „gute“ Distribution zu installieren, die aber nach ein oder zwei Jahren „verschwunden“ ist (die Zeiten des Distro-Hoppings sind vorbei! Ich möchte eine Installation für die weite Zukunft…).
So ist es hier bei Linux wirklich nicht einfach. Man muss sich zu einem gewissen Mindestmaß (wesentlich mehr als bei macOS oder Windows) damit beschäftigen. Und eine persönliche Entscheidung treffen (die oft einen bestimmten Fokus hat und einen bestimmten Kompromiss darstellt).
Danke dir für deine ausführliche Antwort.
Dass es keine Pauschalantwort gibt war mir eigentlich klar, aber dass man ein Linux “Profi” sein muss um (s)eine sichere Distro zu finden, nicht.
Nun habe ich nach dem Umstieg von Win10 auf das normale Mint (Cinnamon) gesetzt und möchte nicht alles neu aufsetzten und dabei bleiben.
Um beim Thema zu bleiben, was sind denn jetzt die sicherheitstechnischen Konsequenzen für mich im Vergleich zu LMDE?
Oder anders, was muss mir und vielen anderen Win-Umsteigern Sicherheitstechnisch bewusst werden, denn die meisten dürften wohl das normale Mint installiert haben?
Dass es weniger aktuell als Ubuntu ist, weil es nur hinterherhinken kann, verstehe ich ja. Aber muss man deswegen das "normale” Mint als kritisch einstufen? (Diese Frage wird wahrscheinlich wieder mit deinem vorhergehenden post beantwortet werden müssen.) ![]()
Die bekleckern sich beide nicht mit Ruhm beim Thema Sicherheit.
Aus Erfahrung kann ich nur sagen, daß Debian mit Cinnamon sauber und gut läuft.
Sicherheit im Fall größerer Probleme oder gar bei Angriffen: keine Ahnung.
Aber seit ich Ubuntu verlassen habe, hab ich endlich keine Sorgen mehr mit dem Computer (als eher normale Userin, allerdings mit großer Neigung zum Basteln).
Was hattest Du denn dort für Sorgen? Ich selbst habe nicht benutzt und würde kein Ubuntu nutzen. Cannonical ist einer der Gründe. Ein paar Sonderwege von Ubuntu sind weitere. Aber ich gucke öfter mal in die Foren oder Wikis — als openSUSE Nutzer (also RPM statt DEB basiert: sowohl die Paketverwaltung als auch das ganze OS).
Ja, Du hast schon mal in einem Beitrag Elektronik-Werkzeug genannt. ![]()
Genau das. Außerdem läuft Debian einfach besser, flüssiger, schneller.
Werde ich mir mal anschauen und abschätzen wie groß die Umstellung wäre.
Aber ist Debian nun sicherer oder halt einfach nicht von Cannonical.
Hallo @toto
So pauschal kann man das (leider) nicht sagen. Vielleicht äußert sich @Chief hier noch mal…
Ich würde Dir raten, bevor Du vollständig und langfristig wechselst: beschäftige Dich erst einmal vorübergehend spielerisch und entdeckerisch damit. Ich habe ja oben ein paar Punkte genannt, in denen sich Distributionen unterscheiden können. Versuch mal (per Distro-Hopping, was ich selbst lange hinter mir gelassen habe) ein paar grundsätzlich unterschiedliche Distributionen: https://distrowatch.com/search.php. Zum einfachen Testen langt ein Live-System, das einfach nur ins RAM gebootet wird. Aber dort erkennt man noch kaum die Installation, Administration und Pflege. Dafür müsstest Du wirklich installieren: lokal direkt auf der Maschine oder in einer VM.
Und guck Dich bei den Projekten und im Umfeld um auf Angebote wie:
- Anfänger Dokumentation
- detaillierte Dokumentation
- FAQ
- Wiki
- Forum
- Release Notes
- Bug-Tracker
- Security-Tracker
- QA-Prozess, QA-Tool
- Feedback-Prozess, Feedback-Tool
- etc.
Manchmal reicht das Angebot kaum über Image-Download und Übersicht der Features hinaus, manchmal werden viele der obigen Punkte, insbesondere auch die unteren angeboten.
So, wie es insgesamt viele verschiedene Distributionen gibt, die sich in einigen Punkten sehr ähnlich sind, in anderen wesentlich unterscheiden, gibt es auch unterschiedliche Ansprüche und ideologische Hintergründe der Nutzer. Es gibt Nutzer, die sind „pragmatisch“ und sind mit Ubuntu oder Mint zufrieden. Und haben auch keine Sicherheitsvorfälle. Es gibt Nutzer, die überlegen sehr sorgfältig und schließen bestimmte Distributionen kategorisch aus und manche Distributionen ein in die engere Auswahl. Es gibt welche, die installieren, passen geringfügig an… und benutzen das System. Es gibt welche, die nehme ernsthafte Modifikationen u.ä. (nicht an der GUI, sondern am System!) vor. Das ist das „Problem“ mit Linux: Du hast die Qual der Wahl. Sehr viele Freiheiten, die bei Mündigkeit aber auch Überlegungen und Entscheidungen voraussetzen.
Sorry, dass ich bei einer so allgemeinen Frage nicht konkreter werde.
Der Umstieg von Windows nach Linux dauert eine ganze Zeit. Man muss neue Vokabeln lernen, da viele Dinge halt anders heißen und funktionieren. Eine Distribution wie Mint macht es einem Anfänger einfacher den Einstieg zu finden und Dinge zu begreifen. Mint ist auch häufig einfach nur eine Übergangsstation hin zum Beispiel Debian. Bei Debian musst du schon Kenntnisse haben, auch wirst du im Debianforum als Anfänger nicht sehr freundlich behandelt.