Ursprünglich veröffentlicht: https://www.kuketz-blog.de/unplugbigtech-werbe-und-tracking-blocker-teil-2/
1. Einleitung In Teil 1 der Serie #UnplugBigTech haben wir den Fahrplan festgelegt: Erst einfache Schritte mit Wirkung, dann die größeren Umstiege. Genau deshalb starten wir hier mit Werbung- und Tracking-Blocking – ein schneller Einstieg, der mit minimalem Aufwand spürbar wirkt. Das Internet wird dadurch nicht »perfekt«, aber deutlich ruhiger. Weniger Werbung, weniger Ablenkung – und vor allem weniger unsichtbare Mitleser im Hintergrund. Damit das alltagstauglich bleibt, nutzen wir zwei Schutzschichten: Einen Blocker im Browser und zusätzlich DNS-Blocking, das viele typische Werbe- und Tracking-Verbindungen schon vorher stoppt – auch in Apps. Los geht’s. 2. Aufbau der Anleitung Diese Reihe ist…
Für iOS kann man statt wBlock auch uBlock Origin lite verwenden, was drei Vorteile hat:
- Ein langlebiges Projekt eines bekannten Entwicklers. wBlock ist ein recht junges Projekt von irgendeinem Bachelorstudenten - ob ich dem meine kompletten Browserdaten anvertrauen möchte, weiß ich nicht.
- uBlock Origin Lite hat keinen Zugriff auf die Websitedaten, sondern nutzt die Safari-eigene Adblocker-API.
- Wegen 2. saugt mir uBlock auch nicht den Akku leer.
Durch die Zugriff auf Safaris Content-Block-API ist uBlock allerdings auch eingeschränkter als wBlock.
Danke für den Hinweis zu ublock. Auf Basis deines Kommentars frage ich mich, warum wblock über ublock empfohlen wird? Freue mich, mehr dazu zu erfahren.
Ich möchte ganz kurz aus dem ersten Beitrag der Serie zitieren:
Natürlich gibt es Alternativen und unterschiedliche Ansichten. Du wirst auch Leute finden, die dir erklären, dass Tool X besser ist, Setup Y »eigentlich Pflicht« sei oder man das alles ganz anders machen müsse. Kann sein. Unser Ziel ist hier aber nicht, jede Diskussion zu gewinnen, sondern dass du überhaupt anfängst und dranbleibst. Nimm mit, was für dich passt, und lass den Rest liegen.
uBlock Origin Lite ist ebenfalls in Ordnung. Wir haben uns aber bewusst für wBlock entschieden: uBlock Lite setzt auf mitgelieferte, »vorgebaute« Regelpakete und bekommt neue Regeln im Wesentlichen nur über App/Extension-Updates – dafür ist es sehr schlicht und greift nicht laufend auf Filterlisten-Downloads zurück. wBlock kann dagegen Filterlisten per URL laden und automatisch aktualisieren, hat mehr Werkzeuge (z. B. Element-Zapper/mehr Feintuning) und skaliert IMHO besser, wenn du viele Regeln nutzen willst.
Wie gesagt: Es gibt immer Alternativen. uBlock Origin Lite ist eine davon - und ebenfalls empfehlenswert.
Daumen hoch für wBlock. Hat bei mir uBlock Origin Lite ersetzt. Blockt einfach mehr Werbung und bis jetzt habe ich keine Nachteile gesehen.
Ist es normal, dass wBlock unter iOS keine Werbung bei youtube blockt? Bei Brave unter Windows geht das.
Als Browser wird für Android in dem Artikel Firefox (+uBlockOrigin) empfohlen, bislang hatte ich es so verstanden, dass bei Android Brave aus Sicherheitsgründen vorrangig empfohlen wurde (hier: https://www.kuketz-blog.de/brave-browser-warum-ich-ihn-gecko-basierten-browsern-firefox-vorziehe/ ) - gilt das nicht mehr?
Und wenn Brave genutzt wird, ist dann der integrierte Werbeblocker anstatt uBlockOrigin zusätzlich ausreichend?
Denke hier gilt der selbe Satz wie oben von Herrn Kuketz bereits zitiert.
Firefox ist bekannter und für den normalen User wohl eher ein Begriff. Dort fehlt dann nur noch uBlock.
Brave kann genauso gut verwendet werden und hat Standardmäßig schon einen blocker drin.
Beide Browser sind besser als die meisten vorinstallierten, was Datenschutz betrifft.
Ich selbst gehe mit Firefox, damit am ende nicht nur Chrombasierte Browser (Brave) bestimmen, wie das Internet zu nutzen ist.
Sollte Firefox mal Probleme machen, nutze ich Brave als Alternative.
Da würde ich doch mal fragen wie lange das noch gilt. Ich kann mir nicht vorstellen das Mozilla das ewig auf sich sitzen lässt
Woher nimmst du deine Infos?
- Hast du das in einem Langzeittest geprüft ob dein Akku leergesaugt wird?
Weder auf meinem iPhone 16 Pro Max, noch auf meinem iPad 13 M4 wird der Akku leergesaugt.
- WBlock nutzt ebenfalls die Block API von Safari.
Nachtrag, ich finde solche Behauptungen ohne fundierte Nachweise / Quellen / Tests etc. immer schwierig und wenig Aussagekräftig.
Sind wir ehrlich, Mozilla würde es ohne google nicht mehr geben, ob das jetzt was ausmacht ob man einen Chrome oder eine Gecko basierten Browser verwendet wage ich zu bezweifeln.
Moin Herr Kuketz,
Moin Community,
durch einen Zufall – auf der Suche nach einer Alternative zu Doctolib – bin ich auf diesen Blog und schließlich auch auf diese Community gestoßen.
Beim Stöbern bin ich auf die Serie #UnplugBigTech aufmerksam geworden, die ich sehr spannend finde. Aus diesem Grund habe ich direkt ein RSS-Lesezeichen gesetzt und mich hier im Forum angemeldet.
Ich betreibe bereits einen eigenen Homeserver, auf dem verschiedene Dienste in Proxmox LXC-Containern laufen. Unter anderem nutze ich AdGuard, um mein Heimnetzwerk werbefreier zu halten, Tracking zu reduzieren und meine Privatsphäre zu stärken.
Immich verwende ich, um meine Fotos lokal zu verwalten, und mit Nextcloud synchronisiere ich Kontakte und Kalender über CalDAV.
Aktuell versuche ich, Element Synapse (Matrix) - Messengerdienst mithilfe der Helper-Skripte in einem Proxmox-LXC zum Laufen zu bringen – leider klappt das derzeit noch nicht reibungslos, da ich mich nicht einloggen kann.
Ich bin überzeugt, dass jeder Schritt weg vom „Standard“ und damit von Big Tech – egal wie klein – ein Gewinn für uns alle ist.
Deshalb möchte ich an dieser Stelle meinen Dank für die Serie #UnplugBigTech aussprechen. Es ist großartig, dass sich Menschen wie Sie die Zeit und Energie nehmen, Alternativen aufzuzeigen und Wege zu schaffen, die uns wieder die Kontrolle über unsere eigenen Daten geben.
Vielen Dank dafür – und bitte unbedingt weitermachen!
VG
Mirco
Stimmt.
Und welche Gründe sprechen dafür Mozilla sterben zu lassen und gleich auf einen Chrome Browser zu wechseln?
Absolute Zustimmung von mir!
Gar keine. Firefox soll lang leben! Sicher ist vieles Geschmackssache, aber ich finde Firefox am Desktop / Laptop und Fennec am Handy / Tablet unschlagbar in Bedienungskomfort und Schönheit.
Ich finde gut:
- Cross Platform Verfügbarkeit
- (für mich) annehmbares UI/UX
- viele (teilweise sehr gute —ebenso für Thunderbird!) Add-ons
- die Konfiguration per
about:configoderuser.js/prefs.js - eine („nennenswerte“) Alternative zu Google (ja, unter Linux gibt es „viele“ Browser… aber die dürften sich im Subpromillebereich bewegen)
Ja, die Begründung von oben wird es wohl treffen.
Ich fände es allerdings klarer, wenn gerade bei Empfehlungen im gleichen Blog keine Widersprüche entstehen würden (bzw. vermeintlich bestehen).
Wir haben https://www.firefox.com/en-US/firefox/android/147.0/releasenotes/ wo “Fission” auch auf Android ausgerollt wird.
Wie sieht es aus mit der Kritik an Firefox damit? Wie weit ist die Empfehlung von Brave hier noch begründbar?
Ich wundere mich gerade ein bisschen über die Richtung, die der Thread wieder nimmt: Die Serie #UnplugBigTech richtet sich ausdrücklich an Anfänger – und dennoch landen wir schnell bei ziemlich viel Fachdetail.
Es spricht nichts dagegen, für Einsteiger sowohl Firefox als auch Brave zu empfehlen. Das sind zwei unterschiedliche, aber für viele Anfänger gut nutzbare Wege – und je nach Vorlieben (Bedienung, Features, Voreinstellungen) kann beides passen. Für die Serie #UnplugBigTech habe ich mich ausschließlich für Firefox entschieden, da wir von Big Tech wegwollen, Brave allerdings im Kern auf Google Chrome angewiesen ist.
In der älteren Serie »Sichere und datenschutzfreundliche Browser« nenne ich übrigens für Anfänger bewusst Brave und Firefox. Die weiteren Browser in der Serie sind dann eher für fortgeschrittene Nutzer gedacht, weil dort meist mehr Handarbeit, mehr Hintergrundwissen und auch mehr Fehlerpotenzial dazukommt.
Vielleicht können wir den Thread wieder etwas stärker am ursprünglichen Ziel ausrichten: Verständlich bleiben, konkrete Hilfestellung geben – und Details gern ergänzen, aber so, dass Anfänger nicht direkt aussteigen.
Liebe Community,
ich habe Probleme mit dnsforge. Im WLAN funktioniert alles, mein Firefox zeigt mir Internetseiten wie gewohnt und der dnstest funktioniert. Sobald ich auf Mobilfunk umschalte, kommt die Fehlermeldung “Adresse nicht gefunden“. Fehlercode NS_ERROR_OFFLINE.
Ich habe ein Fairphone 3 mit Android 13 und bin bei Congstar.
Hat jemand Ideen? Danke euch!