[Tabelle] Suchmaschinen, gibt es eine Vergleichstabelle in der Datenschutzfreundliche Suchmaschinen verglichen werden?

Hallo,

bin gerade am überlegen welche Suchmaschine ich als Standard im Browser einstellen sollte. Darum habe ich nach einem Vergleich gesucht aber immer nur ganz lange ausschweifende Texte gefunden, die dann auch noch schlecht vergleichbar waren.

Momentan habe ich folgende Suchmaschinen auf dem Schirm:

Startpage
DuckDuckGo
Metager
Quwant
Ecosia
Swisscows

Ich bin mir dabei noch nicht mal Sicher, welche Kriterien ich anlegen sollte.
Eines ist klar, das sind die Suchergebnisse.
Aber was sollte ich sonst noch beachten?
Ein Standort in der EU wäre aufgrund des dort vorgeschriebenen Datenschutz bestimmt von Vorteil.
Ein Standort in den USA wäre aufgrund des dort vorgeschriebenen Geheimdienstgesetzt vermutlich von Nachteil.

Kennt jemand eine gute Vergleichstabelle oder weitere Kriterien?


Suchmaschine Suchmaschinen-Engine Datenspeicherung durch den Anbieter Tracking Proxy Funktionen Standort
Google Google Langfristig Ja Nein USA
Bing Bing Langfristig Ja Nein USA
Yahoo Yahoo Langfristig Ja Nein USA
DuckDuckGo Bing [1] Keine Nein Nein USA
Ecosia Bing Keine Ja Nein Deutschland
Startpage Google Keine Nein Ja Niederlande
MetaGer Free MetaGer Keine Ja Ja Deutschland
MetaGer Token MetaGer Keine Nein Ja Deutschland
Qwant Qwant + Bing Keine Ja Nein Frankreich
Brave Eigener Index [2] Keine Ja Nein USA
Swisscows Swisscows Keine Nein Ja Schweiz
SearXNG Meta [3] Unbekannt Nein Ja Verschieden
Search Encrypt Search Encrypt Keine Nein Nein USA
Gibiru Unbekannt Keine Nein Ja USA
Wolfram Alpha Eigenentwicklung Kurzfristig Ja Nein USA
Disconnect Unbekannt Unbekannt Unbekannt Nein USA
4get.ca Meta 15min im RAM Nein Nein USA
Mojeek Mojeek Keine Nein Nein Großbritannien
Stract Eigenentwicklung Keine Nein Nein Unbekannt
Kagi Eigenentwicklung [4] Keine Nein Nein USA

  1. DuckDuckGo bezieht für Instant Answers Ergebnisse aus vielen verschiedenen Quellen, benutzt jedoch primär Bing für reguläre Suchergebnisse und Bilder ↩︎

  2. Brave Search scheint eine der Wenigen zu sein, die sich nicht auf die Indexe großer Techkonzernen verlässt, sondern mehr als 90% der Ergebnisse aus dem eigenen Index liefert. ↩︎

  3. SearXNG ist eine Meta-Suchmaschine die auf über 70 Suchmaschinen zugreifen kann. Welche davon verwendet werden, kann man auf der jeweiligen Instanz unter Einstellungen → Suchmaschinen sehen. ↩︎

  4. Kagi liefert Suchergebnisse aus eigenen Web- und News-Indizes sowie anonymisierten API-Aufrufen zu verschiedenen Suchmaschinen und spezialisierten Quellen ↩︎

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Hast du schon mal in der „Empfehlungsecke“ nachgesehen?
https://www.kuketz-blog.de/empfehlungsecke/#suchmaschine

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So eine Vergleichstabelle wäre wirklich hilfreich. Schön wäre es auch, wenn man die Verbindungen zu anderen Unternehmen und Organisationen übersichtlich sehen könnte. Seitdem z. B. Startpage mit NordVPN kollaboriert, haben sie sich meiner Meinung nach disqualifiziert – weshalb ich auch allen Listen gegenüber kritisch eingestellt bin, die eines der beiden Angebote empfehlen.

Eine entsprechenden Übersicht könnte jedenfalls dabei helfen, die Entscheidung für oder gegen eine Suchmaschine nicht nur aus Sicht von Sicherheit und Datenschutz, sondern ggf. auch aus moralischen Gesichtspunkten zu treffen.

Ich nutze SearXNG im Docker Container. Funktioniert zuverlässig und unterwegs per VPN.

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Das ist nicht mehr aktuell. MetaGer ist nicht mehr datenschutzfreundlich. Siehe https://www.kuketz-forum.de/t/metager-nutzt-clarity-tracker-von-microsoft/6914

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searx Instanzen in Form von zum Beispiel gruble.de nutze ich sehr gerne.
Startpage finde ich weiterhin wegen der Bildersuche unverzichtbar.

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… aber hat den Nachteil, daß alle Links standardmäßig in neuen Tabs öffnen. Ob und wann ich das will, möchte ich selbst entscheiden (und geht easy).

Den default find ich gut, aber kann man auch anders einstellen.
Und danke für den gruble Tipp .

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Das wird ja von „adminForge“ angeboten bzw. gehostet. Habe von denen schon das ein oder andere Mal gehört und gelesen. Aber ich habe null Erfahrungen mit denen.

Sind die vertrauenswürdig und halten auch das Versprechen beim Datenschutz?

Könntest du und/oder jemand anderes etwas dazu sagen?

Ich hatte oben bereits verlinkt dass Metager Microsoft Tracker einbindet.
Die SSL/TLS Verschlüsselung ist keine Erkenntnis, da das mittlerweile Stanrad ist, die Spalte kann mMn weg.
Und searxng sollte unbedingt mit rein, denn das ist in jedem Fall die optimale Wahl. Dabei geht es gar nicht darum, ob man dem Hoster des Dienstes traut - entscheidend ist, dass jede einzelne Instanz so klein ist, dass da nie Big Data aggregiert werden kann.

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Kannst du diesen Punkt netterweise näher ausführen?
Kann den der Hoster nicht trotzdem Blödsinn mit den Daten machen, vor allem, wenn ich nur eine Instanz nutze?

Was soll er damit schon groß anstellen? Einen Namen zu Deiner IP bekommt er nicht. Anders als die großen Datenaggregatoren kann er auch nicht auf andere Profildaten zurückgreifen und das zu einem Gesamtbild zusammenführen. Vielleicht könnte er versuchen, die Logdaten an einen Aggregator zu verkaufen, aber das halte ich schon für ziemlich unwahrscheinlich.

Aber wenn Du bei den Searx-Betreibern vermutest, dass sie Daten sammeln, dann nimm halt eine andere Suchmaschine - bei der Du dasselbe vermuten könntest. Die noch dazu größer sind und zu Datensammelkonzernen gehören (Qwant, Startpage, Brave …).

Ich will die nicht dissen, ich benutze auch Startpage. Aber Dein Misstrauen ist absurd, denn auch eine Suchmaschine ist zunächst mal „anderer Leute Computer“. Wenn Du sicher gehen willst, hoste SearchNG selbst. Das ist die einzige Möglichkeit. Alles andere sind nur Vermutungen.

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Selbst hosten ist nur bedingt gut, wenn du der einzige Nutzer bist. Denn dann gehen nur deine Suchanfragen mit nur einer IP an die Suchmaschine. searx ist ja nur ein Proxy.

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Das mit Metager wusste ich noch nicht, dabei ist es offenbar ja schon fast ein halbes Jahr so. Ist bei mir standardmäßig als Suchmaschine eingestellt, werde ich dann mal ändern.
Qwant betreibt Tracking? Ist mir auch neu (steht in der Empfehlungsecke noch als empfohlen, auch im privacy-Handbuch). Das und gruble hab ich gelegentlich benutzt, metager und duckduckgo aber die meiste Zeit.

Bei metager fand ich von Vorteil, dass die Ergebnisse eher auf den deutschsprachigen Raum ausgerichtet sind, duckduckgo hab ich oft bewusst genommen, weil es imho besser bei der Suche im englichen Sprachraum ist. Und für die Bildersuche hab ich es auch genommen.
In der Hinsicht muss ich den für mich eher „neuen“ Suchmaschinen (Qwant? und gruble) mal auf den Zahn fühlen.

Dann darf man hier im Forum ja nicht „fehlen“, um bloß keine Änderungen zu verpassen :wink:

Ich fände es gut, wenn das bald in der Empfehlungsecke angepasst würde, das ist ja eine „low tech“-Empfehlung, die auch Leute ohne viel Wissen befolgen können.

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ganz klar searxng, selbst hosten oder einen vertrauenswürdigen anbieter wählen.
ich kenne da jemand der selbst eine instanz hostet, houtworm.xyz

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Zu SearxNG habe ich bislang kein Vertrauen gehabt, weil man in nahezu allen Fällen überhaupt keine Informationen darüber hat, wer hinter dem Angebot steckt, welche Hintergedanken hier womöglich eine Rolle spielen, ob die Seite auf irgendeine Weise präpariert ist, wie Suchergebnisse ggf. manipuliert sind etc.

Warum soll man die eigenen Suchanfragen irgendeiner wildfremden (Einzel-)Person anvertrauen? Dann tanze ich doch lieber mit dem Teufel, den ich kenne…

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Nutze immer noch Startpage.
Bieten für mich das beste Preis / Leistungsverhältnis.

Ja die Übernahme durch den Mutterkonzern ect. stören.

Aber die Suchergebnisse der anderen stören mich noch mehr.

@ilu Ich wollte noch einmal auf deinen Beitrag zurückkommen. Vor allem auf den folgenden Punkt:

Dieser stört mich. Ich finde es nicht cool und anmaßend. Weißt du, warum? Ich habe so etwas vor einer Weile im Verein gehört. Es ging um eine Datei, die bei Google Drive hochgeladen war und wo man nur Zugang mit einem Account von Google hatte. Ich fragte, ob man es mir via Mail senden könnte, also die Datei, da ich nicht Google nutzen will. Als Antwort kam das obige Zitat in ähnlicher Form.

War das Misstrauen von den Leuten auch „absurd“, die vor der Veröffentlichung von Snowden vor der Gefahren aufmerksam machten? Ich finde, nein. Denn es gab genug Informationen, dass das möglich (!) ist und schon in abgeschwächter Form gehandhabt wurde.
Hätte man danach die Leute als Naiv oder gar dumm bezeichnen sollen, die es nicht glaubten? Nein, keineswegs. Es war ja nicht wirklich bewiesen und klar.
Was ich damit sagen will: Mehr Toleranz bitte. Für Leute, die nicht in der Materie sind oder auch für Leute, die vielleicht etwas zu übertrieben reagieren. Menschen machen das nicht aus Spaß und Freude, sondern es ist abgeleitet aus den eigenen und erlebten Erfahrungen.

Nun aber zum Kern des Themas:

Ist das aber wirklich so? Mir fehlt hier die Begründung. Es beruht nur aus Vertrauen. Kann man machen und ist im Grunde nichts verwerfliches daran. Aber sollte man nicht wissen, wem man vertraut? Würdest du einfach so jede mögliche Instanz nutzen, die es gibt? Würdest du nicht auf Empfehlungen achten? Denn abseits vom Datenschutz, gibt es noch das Thema Sicherheit. Was, wenn Schadcode darüber verteilt wird? Jede Oma weiß mittlerweile, dass man nicht auf irgendwelche Links klicken soll. Aber dann irgendwelche Instanzen als optimal zu bezeichnen? Ich weiß ja nicht. Wie du sieht, ist das Misstrauen begründet. Es sind auch keine Firmen meistens, die was zu verlieren hätten. Wenn Jochen, der eine Instanz aufsetzt und diese ins Internet lässt, egal, wie viel Ahnung er hat, diese sich dann als Malware-Schleuder herausstellt (falls (!) das überhaupt bekannt wird, bei relativ wenigen Nutzern), schaltet er es einfach ab oder es geht ihm am Arsch vorbei. Hat er dadurch einen Schaden oder einen Verlust an seiner Reputation? Nein. Er hat null zu verlieren. Heißt nicht, dass es überall so ist und wird auch wahrscheinlich nicht die Regel sein. Aber das ist eben ein Problem von solchen Projekten. Da geht man auf eine Website, wo man weder den Besitzer noch andere Dinge weiß und die noch so komisch heißt wie „domain.zz“. Klingt das alles super vertrauenswürdig? Bei mir hinterlässt es ein gesundes Misstrauen, welches auch begründet ist, wie ich finde.

Dazu hat auch @Keks was gutes geschrieben:

Deshalb ja meine Frage oben, die unbeantwortet blieb, wer „adminForge“ genau ist? Klar, über die Suchmaschine der Wahl findet man paar Infos und auch Empfehlungen. Auch Mike (Stand: Heute) empfiehlt es in seiner Ecke; jedenfalls deren Such-Instanz.
Trotzdem wären paar Infos mehr, ganz schön.

Denn das Problem ist doch, dass heutzutage es eher andersrum ist: Die Leute vertrauen zu schnell Dingen und fallen auf Marketing-Sprech hinein. Heute ist doch alles „privatsphären-respektierend“, „privat“ oder „privacy“; neben „KI“/„AI“ und „Krypto“ im Bullshit-Bingo zu finden. Nur weil das jemand schriebt, heißt das noch lange nichts.
Siehe auch Proton oder Tutanota, die auch ihre Nutzer in falsche Sicherheit wiegen mit der serverseitigen Verschlüsselung: Eingehende Mails, die nicht verschlüsselt sind, werden erst auf dem Server verschlüsselt. Laut denen haben sie auch kein Zugriff darauf. Aber das stimmt nicht. Wenn eine Mail erst auf dem Server verschlüsselt wird, dann kam sie zum Server unverschlüsselt (von der Transportverschlüsselung mal abstrahiert) und somit ist ein Lesen und manipulieren der Mails möglich, bevor diese verschlüsselt wird. Denn das, was auf einen Server unverschlüsselt ankommt, kann gelesen werden.

Und um nochmal den Bogen zum obigen Zitat zu ziehen:
Ist ein Profiling nicht einfacher, wenn weniger Leute einen Dienst nutzen? Vor allem, wenn nur eine Person hinter einer Instanz steht? Könnte es nicht von Vorteil sein, in der Masse mitzuschwimmen? Nur so als Idee, die aber auch völlig falsch sein kann! Man muss ja mit den Massen an Daten auch umgehen und diese verarbeiten können. Ja, Google wird dies können und andere große Konzerne.

Das ist ja klar. Aber wenigstens haben die anderen was zu verlieren als der Bernd von Nebenan, der eine Instanz bereitstellt. Man weiß ja so gut wie nichts über die meisten Searx-Betreibern oder?
Deshalb auch meine obige Frage zu „adminForge“.
Es ist aber ein Problem bei Suchmaschinen: Es gibt keine wirklich guten Alternativen, die Sicherheit und Datenschutz berücksichtigen. Jeder hat hier irgendwas, was man ankreiden kann. Und das ist echt eine blöde Situation! Man muss hier Kompromisse eingehen. Und man muss Gewichten, was einem persönlich wichtiger ist. ABER dafür braucht es Informationen und Begründungen, um sich selbst eine Meinung bilden zu können, mit der man gut leben kann. Da sind dann Beiträge wie „dann nimm halt eine andere“ nicht sonderlich hilfreich.
Auch sind meine getätigten Fragen oben keine „Vermutungen“, sondern Fragen, damit ich mir von den Diensten eine Meinung bilden kann und auch weiß, warum ich etwas nutze und warum nicht. Und ein Hinterfragen ist wichtig. Ohne etwas zu hinterfragen, gibt es keinen Fortschritt und wissenschaftliche Forschung beruht auch darauf.

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@Daniel Bei MetaGer gibt es 2 Versionen, die die Suchergebnisse betreffen:

  • die kostenfreie, diese hat Tracking wegen eingebetteten Werbe-Links
  • die mit Token, ist komplett frei von Tracking!

Wurde erst heute im Mastodon klargemacht…

Nachträglich den Mastodon-Link eingefügt: https://social.tchncs.de/@rufposten/112002510886986458

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Auf diese Frage bezog sich das Wort „absurd“. Wer soll denn das überhaupt beurteilen können? Sorry, wenn Dich das Wort verletzt hat, das wollte ich nicht, ich wollte nur ausdrücken, dass solche Fragen sinnlos sind.
Du willst zu einem einzelnen Feld- Wald und Wiesen-Admin, der Dir einen Dienst kostenlos zur Verfügung stellt, irgendwelche Zusicherungen/Informationen haben, die Dir niemand geben kann. Wir können nicht wissen, was ein Searx-Amin macht oder nicht. Niemand hier kann es wissen außer der betreffende Admin selbst und der muss Dir nicht die Wahrheit sagen. So wie ALLE ANDEREN Suchmaschinenbetreiber auch. Die haben gar nichts zu verlieren, denn auch wenn sie lügen, können sie praktisch nicht erwischt werden. Aber wenn Du lieber Firmen vertraust, dann tu das, das ist ja ok. Es hat aber mit Wissen nichts zu tun.
Da es in diesem Zusammenhang kein Wissen gibt, kann es auch keinen keinen Fortschritt geben. Was auf von anderen Leuten kontrollierten Computern passiert, kann man nur vermuten. Es gibt natürlich oraktische Anknüpfungspunkte für solche Vermutungen, die habe ich genannt. Aber dass immer wieder neu nach „Wissen“ gefragt wird, nervt mich gelegentlich.

Der beste Schutz gegen maliziöse Handlungen anderer ist der, selbst einen Server zu betreiben. Aber natürlich schwimmt man dann nicht mehr in der Masse mit. Das ist doch klar. Andererseits ist die Masse für die Datenaggregierer ein Plus und kein Minus. Auch das ist klar.

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